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Rügen Seebrücke, Yachthafen, Hotels: Prora soll Super-Seebad werden
Vorpommern Rügen Seebrücke, Yachthafen, Hotels: Prora soll Super-Seebad werden
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13:33 02.04.2016
Seebrücke, Yachthafen, Hotels: 700 Millionen Euro an Investitionen werden in Prora auf Rügen erwartet. Quelle: HHVision
Binz

Es wurde einst von den Nazis als „Seebad der 20 000“ geplant und verfiel über Jahrzehnte — nun zeichnet sich in Prora auf Rügen eine rasante Entwicklung ab.Nach Schätzungen von Karsten Schneider, parteiloser Bürgermeister der Gemeinde Binz, zu der Prora gehört, werden in den nächsten fünf Jahren 700 Millionen Euro im ehemaligen „Kraft-durch-Freude“-Bad investiert. Allein in den fünf insgesamt 4,5 Kilometer langen Blöcken am Strand, wo Hunderte Ferienwohnungen gebaut werden und drei Hotels geplant sind. Durch Weiterverkäufe und Folgeprojekte sei noch viel mehr Geld im Spiel.

„Es ist aus meiner Sicht weltweit beispiellos, dass in so kurzer Zeit ein Ort dieser Dimension entsteht“, sagt Schneider. Wo sich derzeit im Sommer einige hundert Einwohner und Urlauber aufhielten, sei in den nächsten Jahren mit bis zu 10 000 Menschen zu rechnen — 3000 gewerbliche Ferienbetten seien bereits genehmigt, der Seebad-Status beantragt. „Die ersten Unterkünfte sind von Einheimischen bewohnt. Block II ist in der touristischen Vermarktung, Block I ab 2017. Auch in den anderen Blöcken ist Vermietung geplant. Darauf müssen wir Antworten geben“, fordert der Binzer CDU-Chef Ulf Dohrmann.

Schneider will in einem Strategiepapier namens „Prora 2020“ mit Binzer Verwaltung und Abgeordneten am 18. April erste konkrete Maßnahmen formulieren, um die Infrastruktur für den Andrang zu planen:

„Ich denke an eine neue Seebrücke und eine neue Einkaufsmeile. Auch der für Binz diskutierte Yachthafen wäre dort gut aufgehoben“, sagt Schneider. Über einen 104 Meter hohen Wohnturm in Prora wird ebenfalls gestritten. „Der Ort hat großes Potenzial“, sagt Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU): „Wir unterstützen den Ausbau der touristischen Infrastruktur. Aktuell die Erweiterung der Strandpromenade.“

Von Frank Pubantz und Alexander Loew

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