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Rügen Segeltörn für 150 asthmakranke Kinder
Vorpommern Rügen Segeltörn für 150 asthmakranke Kinder
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10:16 13.07.2018
Christiane Labudde fährt zum 29. Mal mit. Die „gute Seele“ macht als Betreuerin mit. Quelle: Mathias Otto
Putbus

Zum 29. Mal startete in Stralsund die Christian-Müther-Gedächtnisfahrt - ein dreitägiger Segeltörn mit mehreren Traditionsseglern. An Bord sind asthma- und bronchialkranke Kinder. Eingeladen waren knapp 150 sieben- bis 15-jährige Mädchen und Jungen von der Lungen-Fachambulanz der Universitätskinderpoliklinik Greifswald, CJD-Fachklinik Garz, aus den Arztpraxen Rügens und Stralsunds sowie aus dem gesamten Bundesgebiet. Betreuer und Fachärzte begleiten diesen Törn. „Die Kinder sind für wenige Stunden ihre Sorgen los. Diese Fahrt fördert die Heilung. Sie kommen mal aus ihrem stressigen Alltag raus“, sagt der Arzt Dr. Hinrich Ballke.Zum Hintergrund: Der im Jahr 2007 verstorbene und durch seine Hyparschalen-Konstruktionen - unter anderem der Teepott in Warnemünde - über Deutschlands Grenzen hinaus bekannte Bauingenieur und Unternehmer Ulrich Müther aus Binz hatte diese Tour 1990 erstmals initiiert. Damit wollte er seines Sohnes Christian gedenken, der ein Jahr zuvor infolge eines Asthmaanfalls verstorben war.

Astrid von Zydowitz-Müther, die Witwe von Ulrich Müther, war im Lauterbacher Hafen dabei und wünschte den Teilnehmern viel Spaß. „Wir haben einen enormen Zulauf. Aber ohne die Unterstützung der zahlreichen Spender sowie den Ehrenamtlichen, die mitsegeln, wäre diese Fahrt nicht möglich gewesen. Viele nehmen sich im Juli extra Urlaub, damit sie dabei sein können“, sagt sie.

An Bord eines der Schiffe ist Jochen Bekemeier, Vorstandsmitglied und Kapitän. „Die Kinder und Jugendlichen erleben hier einen Streifzug durch die Seemannschaft“, sagt er. An Bord können sie anpacken, zwischendurch spielen und auch Knoten lernen. Oder einfach mal den frischen Wind an Bord genießen.

Christiane Labudde fährt als Betreuerin auf dem Segler Hanne Marie mit. „Ich bin von Anfang an dabei. Mein Sohn hat selbst Asthma. Früher bin ich mit ihm dabei gewesen. Heute gebe ich das zurück, was uns mit diesen Törns damals gegeben wurde“, sagt sie. Christiane Labudde gilt als die „gute Seele“ an Bord, verteilt etwa das Essen auf den Schiffen und spielt mit den Kindern.

Noch bevor sie und die anderen Teilnehmer an Bord gingen, begleiteten Johann Konrad Adje und sein ehemaliger Studienkollege Toni Schümann das Einsteigen musikalisch. „Wir wurden engagiert, um für die morgendliche Stimmung zu sorgen“, sagt der Musiker. Sie nahmen Wünsche wie die Titelmusik von Fluch der Karibik entgegen und spielten Swing- sowie Popmusik.

Otto Mathias

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