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Rügen Selbstgerecht
Vorpommern Rügen Selbstgerecht
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00:00 30.09.2017
Von Maik Trettin

An einer Trennung tragen immer beide Seiten Schuld. Das dürfte bei menschlichen Partnerschaften genauso gelten wie bei politischen. Und in der Tat: Jahrelang sind der Bürgermeister und der größte Teil der Gemeindevertretung durch dick und dünn gegangen, waren fast immer ein Herz und eine Seele, haben aufgepasst, dass sie sich nicht weh tun und immer mal ein Auge zugedrückt, wenn der andere über die Stränge schlug. Nun ist das Tischtuch zerschnitten und einer soll der Übeltäter sein. Das ist gerade deshalb absurd, weil ein ehrenamtlicher Bürgermeister ohne seine Gemeindevertretung praktisch aufgeschmissen ist. Sämtliche wichtigen Entscheidungen müssen die Zustimmung der Mehrheit des Gemeinderats finden. Auch für den jetzt umstrittenen Bootssteg-Bau am Kleinen Jasmunder Bodden flogen seinerzeit die Hände in der Gemeindevertretung nach oben.

Wenn in Lietzow etwas schief gelaufen sein sollte, dann muss es auch an der Kontrolle und Einflussnahme durch die Gemeindevertretung gehapert haben. Ob deren Mitglieder zu bequem, zu ängstlich oder zu unfähig waren – der Bürgerentscheid ist ihr Offenbarungseid.

Es reicht nicht, den Bürgermeister zu entmachten und einen Nachfolger aus den eigenen Reihen auf den Thron zu heben. Wenn die Zusammenarbeit so unmöglich ist, haben alle Beteiligten versagt – und der gesamte Gemeinderat sollte die Konsequenzen ziehen. Alles andere wäre selbstgerecht.

OZ

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