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Rügen Seniorin fühlt sich in Silenz gut aufgehoben
Vorpommern Rügen Seniorin fühlt sich in Silenz gut aufgehoben
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00:05 24.03.2017

Zum 70. Geburtstag von Gisela Rupnow haben sich die Töchter Karla und Heidi etwas einfallen lassen: „Wir sind mit der Kleinbahn von Putbus nach Göhren und wieder zurück gefahren. Dabei gab es Kaffee und Kuchen“, erinnert sich die Frau an die Überraschungsparty, von der „alle gewusst haben, nur ich nicht“. Solche Momente bestätigen, dass „ich mich aufgehoben fühlen kann“. Das ist besonders wichtig, seitdem sie im Juli vergangenen Jahres ihren Mann Erwin verloren hat, mit dem sie 47 Jahre verheiratet war.

Gisela Rupnow hat das Sticken für sich entdeckt.

Die Vertrautheit ihres Heimatdorfes Silenz und die Nähe ihrer Kinder – Heidi lebt mit ihrer Familie in der Nachbarschaft und Karla wohnt in Sehlen – lassen den Gedanken eines Umzugs gar nicht erst aufkommen. Gisela Rupnow fährt noch Auto, allerdings keine weiten Strecken mehr. Was sie benötigt, bringen ihr die Kinder mit. „Ich habe meine Hühner“, sagt Gisela Rupnow, und sie hat ihren Garten, um sich zu beschäftigen. Früher hatte sie auch Hunde und Katzen, doch das ist vorbei.

Dafür hat sie kürzlich ein altes Hobby wieder aufgenommen: das Besticken von Tischwäsche, „Weihnachtsdecken un all sowas“. Sorgfältig setzt sie Stielstich an Stielstich, und bald schmücken das weiße Tuch Blumen, Ornamente, Kaffeetassen und Kannen.

Fast 50 Jahre lebt die aus Tribkevitz bei Trent stammende Gisela Rupnow nun in Silenz, war nach der Hochzeit ins Haus ihrer Schwiegereltern gezogen. Das Ehepaar arbeitete in der Landwirtschaft. Nach der Wende verdiente die Silenzerin von 2002 bis zur Rente 2011 ihr Geld bei der Gemeinde Schaprode und auf dem dortigen Parkplatz.

Von den älteren Silenzern sind nicht mehr viele da, „heute kennen wir nicht mehr alle im Dorf“. Dafür sind neue Familien zugezogen. „1996 war unsere Tochter Heidi die erste, die hier neu gebaut hat.“

Dann sei einer nach dem anderen dazugekommen. sg

OZ

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