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Rügen Shirt-Motive: Superman, Zicke oder einfach keine Ahnung
Vorpommern Rügen Shirt-Motive: Superman, Zicke oder einfach keine Ahnung
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03:39 17.07.2013
Nicole Neiber (15) aus Schwaben trägt ihr T-Shirt ganz bewusst.
Rügen

Ob „Held der Arbeit“, „Erklärbär“ oder „Luxusweib“ — täglich laufen Menschen durch die Straßen, die sich, ohne etwas zu sagen, vorstellen können. Sie tun dies einfach mithilfe bedruckter Kleidung, mit der sie manchmal nur einen lustigen Spruch verbreiten („Ich tanze also bin ich“), sich aber auch oftmals positionieren („Ich geh zur Wahl, einer muss ja daran schuld sein, was die da oben machen“).

Dabei ist vor allem das klassische T-Shirt, das Kleidungsstück der Wahl. Obwohl der Grundschnitt eher unauffällig ist, dauert der Siegeszug an und ist nicht nur auf den Straßen, sondern auch auf den Laufstegen zu Hause. Damit T-Shirts nicht aus der Mode kommen, ist dabei neben Individualität, auch Aktualität ein wichtiger Punkt. So schmückt neben Klassikern wie dem Superman-Zeichen, auch das Gesicht des Geheimdienstexperten Edward Snowden den Oberkörper, unter anderem mit dem Spruch „Yes we scan“. Doch die Masse an Motivmöglichkeiten scheint für viele ausschlaggebend zu sein, dass sie vergessen, was aktuell ihren Oberkörper schmückt. „Bestimmt 70 Prozent wissen nicht, was auf ihrem T-Shirt steht“, vermutet David Hinz, der selbst gesteht dazuzugehören. „Ich gucke gar nicht nach Sprüchen. Das Motiv muss einfach generell ins Auge stechen und günstig sein“, erzählt er. „Wenn ich das so lese, steht da ein zusammengewirbelter Mist“, sagt der 27-jährige Bergener lachend, sein Markenshirt betrachtend. Auch der Zwölfjährige Falk Doormann trägt sein Shirt („Missing Converse“) wegen des Schuhmotivs, ohne die Bedeutung der abgebildeten Worte zu wissen. Doch auch der Kieler kennt die berühmte rausgestreckte Rolling-Stones-Zunge: „Das ist mein Lieblingsmotiv.“

Gerade die wiedererkennbaren und außergewöhnlichen Motive, Sprüche sowie grenzenlose Farbvarianten lassen den modischen Klassiker herausstechen. Ob schrill, niveaulos oder fein durchdacht, ob süßes Motiv oder eklige Fratze, ob Blümchen oder Blutspuren. Die bestehende Auswahl ist riesig und wem das nicht reicht, kann in zahllosen Läden und Internet-Shops individuell sein T-Shirt bedrucken lassen. Gerade für Anlässe wie Abitur oder Junggesellenabschied ist dies schon fast zur Tradition geworden.

Auch als Souvenir ist das T-Shirt beliebt, insbesondere das Hardrock-Café-Shirt, welches sogar Sammler interessiert. „Ich hab eines aus Dänemark“, erzählt der 17-jährige Philipp Wendorf aus Ramitz. Er weiß zumindest, dass das Wort „Triangle“ seinen Oberkörper schmückt. Die 15-jährige Nicole Neiber kennt den Text auf ihrem T-Shirt genau und begründet: „Das Wochenende ist halt geil. Ich kaufe einfach Oberteile, die mich ansprechen, oft auch mit lustigen Sprüchen.“

Neben der Zuneigung zu einer Band, einem Festival, einer Gruppe, einer Marke oder einem Ort kann ein Shirt einfach nach Gefallen ausgesucht werden. „Ich finde einfach den Pinguin so mega-süß. Es geht mir nicht um irgendeinen Standpunkt. Ich trage bedruckte T-Shirts, weil ich Lust darauf habe“, erzählt Marie Pfanne.

Johanna Hegermann

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