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Rügen Sie haben den Blues im Blut
Vorpommern Rügen Sie haben den Blues im Blut
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00:03 11.06.2018
Binz

Mit wippenden Füßen die Sonne genießend und wenn auch nicht textsicher, dann doch zumindest mitsummend. So belebten in den vergangenen Tagen Einheimische und Touristen den Kurplatz, den Kurpark und die Lokale, die zum Blue Wave Festival in Binz einluden. Jung und Alt machten es sich auf den Bänken gemütlich – noch besser hatten es die Gäste, die vom Hotelzimmerbalkon die Stimmung genießen konnten.

Handwerklich sind hier alle sehr gut. Selbst Blues-Award- Gewinner sind hier dabei. Tom Fröhlich, Festival-Kenner aus Brandenburg
Die Kulisse zwischen Bäderarchitektur und Ostsee ist wunderschön und macht es einmalig.Iris Labusga, Urlauberin aus Köln

„Den Nachmittag habe ich am Strand in Hörweite verbracht und mich schon auf den Abend gefreut“, sagte Urlauberin Iris Labusga. Die Lobeshymnen über dieses Festival der vergangenen Jahre hatten sie in der Urlaubsplanung auf Rügen aufmerksam gemacht. Der Blues an sich sei eigentlich gar nicht ihre Musikrichtung, aber wenn das Drumherum passt, gehören solche Konzerte zu den Urlaubserinnerungen. „Es ist eine wunderschöne Kulisse für dieses Festival mit dem Blick aufs Wasser und mit dieser Architektur“, so die Kölnerin. In ihrer Stadt ließen sich zwar weitaus größere solcher Veranstaltungen besuchen. „Aber diesen Blick haben wir nicht. Es ist faszinierend.“

Zu den Musikkennern unter den Besuchern gehörten Tom Fröhlich und Andreas Mogli-Klose. Viele Wochenenden im Jahr verbringen sie auf Blues-Festivals und haben sich vor einigen Jahren in Binz kennen gelernt. „Die schwedische Gruppe war super und die Eröffnung in der Kirche war mal etwas ganz anderes“, meinte der Brandenburger Tom Fröhlich. „Die Mischung passt sehr gut“, bestätigt sein Freund Andreas Mogli-Klose, der aus Königs-Wusterhausen anreiste. „Auch, dass erstmals der Kurpark als Veranstaltungsort gewählt wurde, passt sehr gut“, meinte der 53-Jährige. Vor allem aber die handwerkliche Qualität der Musiker haben die Kenner zu schätzen gewusst. „Die waren alle exzellent, Leute mit Rang und Namen. Mit Alexander Blume und Axel Zwingenberger gab es bekannte Boogie-Woogie-Spieler. Sogar einen mehrfachen Blues- Award- Gewinner hat man zu hören bekommen“, so Tom Fröhlich.

Mehr als zufrieden war auch Kay Steffens, der die Organisation der Open Stage Sessions in den Händen hatte. Hier konnten sich am Freitag und Sonnabend vor den Auftritten der etablierten Bands auch erstmals Solisten anmelden, die sich dann spontan auf der Kurplatz-Bühne zusammenfanden. Diese Session gibt es zum Festival auch regulär in den Lokalen, wo die Bands des Tages dann in der Nacht nochmals zusammenfinden. Dass Anfänger die Bühne erobern, war neu. „Diese Möglichkeit ist auf beiden Seiten ganz toll angekommen, denn auch aus dem Publikum kam positives Feedback“, sagte Kay Steffens.

Improvisationstalent war gefragt, wenn auf diese Weise Musiker erstmals gemeinsam tätig werden. „Da entstehen dann auch schon mal Lieder, die es noch gar nicht gibt“, so Steffens. Die Profis und Anfänger, alte und junge, zeigten sich begeistert und dankbar für die Möglichkeit der Teilnahme. So verspricht Steffens eine Fortsetzung im nächsten Jahr.

Auch Hans-Jürgen Arndt und seine Lebensgefährtin Lindi Enders, die ihren Urlaub in Putbus verbringen, sind gezielt nach Binz gekommen, um in den Blues einzutauchen. „Nach dem Sonnenbaden sind wir mit dem Rasenden Roland her. Ausblick und Stimmung sind großartig, da können die Abende lang werden“, meinte Lindi Enders. An allen Tagen wollte das Paar den Veranstaltungen folgen und auch in Göhren beim Blue Wave Camp vorbeischauen. Nur ein Problem blieb dem Paar am Abend nach den ersten Auftritten. „Wie kommen wir nach Putbus“, fragte Hans-Jürgen Arndt, der über mangelnde Busanbindung in den Abendstunden enttäuscht war.

Wenke Büssow-Krämer

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