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Trent Sie hat viel erlebt

Renate Verch war lange Jahre Gemeindeschwester

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Renate Verch blickt auf ein ereignisreiches Leben zurück.

Trent. „Ich habe Armut kennengelernt.“ Renate Verch (79) erinnert sich ans Ende des Zweiten Weltkrieges und die folgende „Russenzeit“: Fahrrad, Uhr, Ehering – alles habe man der Familie weggenommen, sogar die Zentrifuge, mit der die Mutter die Sahne von der Milch trennte. Renate, damals acht, habe ihre Puppe ganz fest gehalten.

Ein paar Jahre später erkrankte die Halbwüchsige an einer Knochenmarksentzündung. „Da habe ich zwei Jahre auf Leben und Tod gelegen.“ Geblieben sind ein steifes Knie und ein starker Wille. Der half ihr, ihren Traum vom Leben als Krankenschwester gegen Widerstände zu verwirklichen. „Erst wollte man mich nicht lassen“, doch sie ließ sich nicht unterkriegen, absolvierte einen Kurs nach dem anderen beim Roten Kreuz.

Im Divisionslazarett in Prora verliebte sie sich in einen Soldaten. „Er war Hauptmann und ganz nett“, sagt sie. Die Beziehung hielt nicht lange. Der gemeinsame Sohn Ronald wurde 1958 geboren.

Ihre 14 Jahre währende Anstellung als Sprechstundenhilfe beim Arzt in Zubzow hat sie als „tolle Zeit“ in Erinnerung. Danach, 1971, durfte Renate Verch endlich ihr Examen als Krankenschwester ablegen und wurde als Gemeindeschwester in Trent angestellt. „Da war ich Mädchen für alles.“ Zu ihren Aufgaben zählte es, die Schulimpfungen vorzubereiten, die Impfpässe zu kontrollieren, Kinderköpfe nach Läusen abzusuchen, werdende Mütter oder Diabetiker zu beraten und Kranke zu Hause zu betreuen. Als sie nach der Wende ihre Arbeit aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste, engagierte sie sich im Kreistag Rügen, dessen Sozialausschuss sie von 1990 bis 1994 leitete.

S. Gilbert

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