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Sie ist Anästhesistin der ersten Stunde im Sana Klinikum

Bergen Sie ist Anästhesistin der ersten Stunde im Sana Klinikum

Ada Gil kümmert sich seit 1991 um die Patienten im Operationssaal und auf der Intensivstation / Krankenhaus feiert in diesem Jahr 25-jähriges Bestehen

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Anästhesistin Ada Gil (57) ist seit 25 Jahren Mitarbeiterin im Sana Krankenhaus in Bergen.

Quelle: Fotos: Anne Ziebarth

Bergen. Ada Gil streift sich den blauen Kittel über und bewegt sich routiniert durch die komplizierten Desinfektions- und Sicherheitsbereiche vor dem Operationssaal im Sana Krankenhaus. Jeder Handgriff sitzt, die 57-Jährige hat die nötige Ruhe und Erfahrung. Die Anästhesistin feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Dienstjubiläum im Sana Krankenhaus, und ist somit eine Mitarbeiterin der ersten Stunde. 1991 nämlich wechselte das damalige Inselkrankenhaus den Besitzer und eröffnete am 1. September als Sana Krankenhaus Rügen.

OZ-Bild

Ada Gil kümmert sich seit 1991 um die Patienten im Operationssaal und auf der Intensivstation / Krankenhaus feiert in diesem Jahr 25-jähriges Bestehen

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„Als ich nach dem Studium in Greifswald hier in Bergen angefangen habe, sah alles noch komplett anders aus“, erinnert sich Ada Gil. „Die einzelnen medizinischen Abteilungen waren in kleinen Gebäuden überall auf dem Gelände untergebracht.“ Nur das den Bergenern unter dem Namen „Alte Chirurgie“ bekannte Gebäude blieb bestehen, als zwischen 1996 und 1998 der Neubau in seiner heutigen Form entstand.

Heute sind in der Alten Chirurgie Arztpraxen untergebracht.

Für die Ärzte brachte der Neubau große Veränderungen mit sich. „Als der neue OP-Saal geliefert wurde, war ich so neugierig“, berichtet Ada Gil. „Der Saal kam als fertiges Kompartiment und sah mit seinen heraushängenden Kabelsträngen von weitem etwas aus wie ein Mäusenest.“ Die Neugier habe Gil nicht ruhen lassen. „Ich wollte unbedingt einen Blick ins Innere werfen. Also bin ich durch den blanken Rohbau des Krankenhauses geschlichen und habe mir einen Weg zum OP gebahnt. Leider habe ich später den Rückweg nicht mehr gefunden – es waren ja noch nicht alle Treppen gebaut.“ Ein Bauarbeiter habe die dann kleinlaute Ärztin wieder zurück auf den Weg gelotst. Das Warten habe sich aber gelohnt, für die Ärzte seien die neuen Baulichkeiten ein großer Gewinn gewesen. Und für die Patienten natürlich.

„Als ich hier angefangen habe, gab es keine Einzelzimmer, sondern so genannte Krankensäle“, erzählt die Ärztin. „In denen waren dann bis zu zehn Patienten untergebracht. Die Waschgelegenheit war nur durch einen Vorhang abgetrennt.“ Das sei kein Vergleich zu den Patientenzimmern mit eigenem Bad, wie sie heute üblich sind. Doch der Komfort war nicht alles, was fehlte. „Wir hatten damals keine Intensivstation sondern nur eine chirurgische Wachstation“, beschreibt sie. „Menschen, die damals gestorben sind, hätten heute vielleicht dank der modernen Technik gerettet werden können.“

Die vergangenen 25 Jahre waren in der Medizin eine Zeit der Meilensteine, meint sie. „Die Entwicklung der Endoskopie zum Beispiel. Heute gehören minimalinvasive Eingriffe zum Standard. Ich habe häufig sehr gestaunt, was alles möglich wird“, sagt die 57-Jährige.

Der tiefe Einblick in die Fortschritte in den unterschiedlichen Medizinbereichen war ein Beweggrund für Ada Gil, Anästhesistin zu werden. „Ein Bekannter von mir hat mich auf die Idee gebracht“, erzählt sie. Er habe zu ihr gesagt: „Wenn Du von allem etwas sehen möchtest und auf der Höhe der Zeit bleiben willst, aber nicht selbst operieren, dann werde doch Anästhesistin.“

Und das hat die in Wismar geborene und in Demmin aufgewachsene Frau auch gemacht. „Der Beruf ist vielseitiger geworden“, sagt sie . „Früher haben wir uns nur um die Narkose der Patienten im OP gekümmert. Heute haben wir viel mehr Aufgaben.“ So fährt sie als ausgebildete Notärztin etwa vier mal im Monat mit dem Notarztwagen. Außerdem ist sie mit für die Betreuung der Patienten auf der Intensivstation verantwortlich. „Hier werden bis zu 14 Patienten behandelt“, sagt sie. „Auch zahlreiche Notfälle werden zunächst zu uns gebracht. Da braucht man Ruhe und Übersicht.“

War das Arbeiten vor 25 Jahren einfacher? Ada Gil muss kurz überlegen. „Man hatte sicherlich nicht so gute Möglichkeiten wie heute. Der Fortschritt ist toll“, sagt sie. Und auch: „Aber heute muss man auch mehr Patienten betreuen und ist für mehr verantwortlich. Die Operationspläne in modernen Krankenhäusern sind straff durchgetaktet. Es hat alles sein Für und Wider.“

Das Sana Krankenhaus Rügen

1991 hat der Sana- Konzern das damalige Inselkrankenhaus in Bergen übernommen.

25000 Patienten werden jährlich im Sana Krankenhaus versorgt (ambulant und stationär). Dafür sorgt ein Team von rund 440 Mitarbeitern.

1996-1998 wurde das neue zentrale

Gebäude des Klinikums in der

Bergener Innenstadt errichtet.

Der Mutterkonzern , die Sana

Kliniken AG ist eine private Krankenhausgruppe von Akut-, Fach- und

Rehabilitationskliniken mit derzeit

49 Häusern in Deutschland.

Anne Ziebarth

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