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Rügen Sie leben mit Hühnern und schnatternden Gästen
Vorpommern Rügen Sie leben mit Hühnern und schnatternden Gästen
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00:00 16.06.2017

Manfred und Ina Puchert haben vor drei Jahren „alles verkauft“ und zogen – auch wegen der Krankheit des Mannes, der unter anderem an den Folgen eines Schlaganfalls zu leiden hat – nach Rattelvitz. „Hier ist es ruhig und die Wohnung liegt ebenerdig“, sagt Ina Puchert. Der heute 67-Jährige lernte Bäcker und Koch und hatte dann 20 Jahre lang die Lagerleitung des Geflügelzuchtbetriebs in Bergen inne.

Vom Federvieh wollte er auch nach der Wende nicht lassen und so trat der einem Kleintierzuchtverein in Putbus bei, wo er – wie seinerzeit in Bergen – Tauben und Hühner vermehrte. „Ich habe noch den alten Gutsherrn kennengelernt“, erzählt Manfred Puchert und einen Tag bevor Heinrich Haupt in den Westen ging, „ist er meinem Vater noch in einer Autowerkstatt begegnet“.

Pucherts zwölf Jahre jüngere Ehefrau Ina arbeitete bis 1981 als Schneiderin und wechselte dann in die Gastronomie. Bis zur Wende arbeitete sie als Kellnerin und Buffetier im Binzer Hotel „Arkona“.

Nach der Wende übernahm sie den „Dorfkrug“ in Gingst, den sie bis vor drei Jahren führte. „Bis zur Einführung des Euro gingen die Geschäfte eigentlich ganz gut. Außerdem konnten wir in unserem großen Saal viele Feiern ausrichten“, erzählt Ina Puchert. „Dann aber entstanden immer mehr Ferienwohnungen, in denen die Urlauber auch selber kochen konnten.“ In jener Zeit sei die Kundschaft zunehmend ausgeblieben. „Kosten hatten wir zwölf Monate, aber Geld verdiente man nur drei Monate lang“, sagt ihr Manfred Puchert. Das Ehepaar verkaufte die Gaststätte und Ina Puchert arbeitete bis vor kurzem weiter als Angestellte dort, bis sie unlängst zum Café in der Scheune von Waase auf Rügens Schwesterinsel Ummanz wechselte.

Beide Töchter des Paares arbeiten in Stralsund. Marie-Luis (23), die auch dort wohnt, als Physiotherapeutin. Ihre zehn Jahre ältere Schwester Jeannine studierte Betriebswirtschaftslehre und arbeitet als Sekretärin in einem Autohaus. Jeannine Puchert wohnt in Gingst und engagiert sich sogar als eines von zehn Mitgliedern im Gemeinderat des Ortes.

Damit trat sie in die Fußstapfen ihrer Mutter, die sich ebenfalls jahrelang ehrenamtlich in der Kommunalpolitik der Gemeinde engagierte. Bis sie sich einem anderen Hobby zuwandte. „Ich bin ein großer Fußballfan und Mitglied beim FC Bayern München“, erzählt sie. Dass sich ihr Mann daraufhin dafür entschied, den in Dortmund ansässigen BVB anzufeuern, mag die Ehe frisch halten.

U. D.

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