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Rügen Siebenjähriger rettet Bruder vorm Ertrinken
Vorpommern Rügen Siebenjähriger rettet Bruder vorm Ertrinken
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04:36 30.08.2013
Nass war Felix schwer, aber das war nicht schlimm.“ Julius Schwarzer (7)

Es ist der Albtraum vieler Eltern: Das eigene Kind schwebt in Lebensgefahr und sie selbst können nichts tun oder bekommen es erst zu spät mit.

Beinahe hätte ein Besuch bei den Großeltern in Sachsen für Familie Schwarzer aus Tankow tragisch geendet. In einem Moment der Unaufmerksamkeit fiel der dreijährige Felix in einen alten Feuerlöschteich und kämpfte um sein Überleben. Sein Schutzengel war in diesem Moment sein siebenjähriger Bruder Julius. Ohne zu zögern, lief dieser zu seinem kleinen Bruder, warf sich in die Brennnesseln und zog mit aller Kraft den versinkenden Felix aus dem Wasser. Dieser wog mit nassen Klamotten immerhin zwischen 20 und 30 Kilogramm. Dafür brachte sich der kleine Julius selbst in Lebensgefahr. An den Betonwänden um den Teich wäre auch der gute Schwimmer nicht allein aus dem Teich gekommen.

Vater Norbert Schwarzer will diese Tat offiziell belohnen lassen und stellte Anfang des Monats einen Antrag auf staatliche Ehrung von Lebensrettern für den kleinen Helden. „Ich habe ein bisschen geblutet“, erzählt der dreijährige Felix, der inzwischen wieder breit grinsen kann. Die Bindung zu seinem großen Bruder sei durch den Unfall viel enger geworden, sagt der Vater. Und der kleine Lebensretter erzählt: „Ich habe gedacht, was passiert jetzt? Ich hatte Angst, dass Felix ertrinkt. Er war ganz schwer. Aber mein Bruder ist mir nie zu schwer.“

„Das hat uns massiv mitgenommen“, erzählt Norbert Schwarzer. Der Vater von vier kleinen Kindern war nicht in der Nähe, als es geschah, aber seine Frau Peggy Heuer-Schwarzer war bereits auf der Suche nach ihren Söhnen: „Es war ein sehr trauriges Bild für mich. Ich hatte Tränen in den Augen.“ Julius und an seiner Hand der kleine, komplett nasse Felix kamen ihrer Mutter entgegen. „Ich wollte gleich hinterhergehen, doch war durch unsere einjährige Tochter kurz abgelenkt und ließ die Jungs erst allein zum Teich, um ihren Großvater dort zu suchen. In ein paar Minuten kann so viel passieren, das hätte ich mir nie verziehen“, erzählt Peggy Heuer-Schwarzer ernst.

Der 47-Jährige hat nun auch beantragt, dass Julius offiziell zum Lebensretter ausgezeichnet wird: „Irgend jemand hatte vorgeschlagen, ihn als Lebensretter ehren zu lassen. Ich habe dann angefangen zu recherchieren. Ein Lehrer-Ehepaar, das hier zu Gast war, erzählte, wie selten es vorkomme, dass ein Kind nicht ans Weglaufen oder Hilfe holen denke.“ Es sei ein großes Glück, dass Julius so früh schwimmen gelernt habe, wohl deswegen habe er keine Angst vor dem Wasser gehabt.

Darüber hinaus will der Vater gemeinsam mit einem Rettungsschwimmer vom Zeltplatz Suhrendorf ein E-Book schreiben. Der Erlös soll komplett dem DLRG zukommen.

Johanna Hegermann

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