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Rügen Fasching: Wenn James Bond auf Sissi trifft
Vorpommern Rügen Fasching: Wenn James Bond auf Sissi trifft
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06:40 12.02.2019
Die Sagarder Karnevalisten proben den „Time Warp“ aus der Rocky Horror Picture Show für ihr neues Programm in der 39. Session. Quelle: Maik Trettin
Sagard

Nico Sebök zieht sich seinen Frack über und setzt die Langhaar-Perücke mit der Glatzen-Nachbildung in der Kopfmitte auf. Dann einen Sprung nach links, einen Schritt nach rechts, die Hände an die Hüften, die Knie zusammengedrückt und das Becken dreimal nach vorn gedrückt – schon kann es losgehen mit dem Zeitsprung. Musical- und Kino-Liebhaber haben in der Schrittfolge ganz sicher den „Time Warp“ erkannt, jenen Tanz aus der Rocky Horror Picture Show, der in den 80ern und 90ern in vielen „Zappelbuden“ zum Standardprogramm gehörte. In diese Zeit katapultieren die Frauen und Männer vom Carneval Club Sagard (CCS) sich und alle anderen Narren mithilfe des Tanzes und der Musik in der 39. Session, die am 1. März beginnt. Es geht ums Kino, genauer gesagt: ums ganz große Kino. „Großes Kino im 39. Jahr – der CCS ist Moviestar“ heißt es bis zum 9. März. Leinwandgrößen werden sich in dem kleinen Jasmunder Ort die Klinke in die Hand geben. Zu den Stars, die dort live auf der Bühne stehen, werden neben den Außerirdischen aus der Rocky Horror Picture Show auch der kampferprobte Spion James Bond und Elisabeth, die Kaiserin von Österreich-Ungarn, gehören.

Fasching auch für Kinder und Senioren

Für den Carneval Club Sagard (CCS) ist es die 39. Session, die zu Beginn des kommenden Monats ihren Höhepunkt findet. Am Freitag, dem 1. März, wird ab 16.11 Uhr zum Seniorenkarneval geladen. Der eigentliche Kostümball beginnt am Sonnabend, dem 2. März, um 20.11 Uhr. Das Kinderprogramm wird am Sonntag, dem 3. März, ab 15.11 Uhr gezeigt. Den Abschluss bildet traditionell der Nachtwäscheball am Sonntag, dem 9. März, um 20.11 Uhr. Karten können telefonisch unter 038302/3642 oder 2320 oder im Internet unter www.carneval-club-sagard.de

In die letztgenannte Rolle wird ebenfalls Nico Sebök schlüpfen. Die Stimme von „Sissi“ kann der Programmchef des CCS schon hervorragend imitieren. Und auch die Körpermaße stimmen, sagt er augenzwinkernd: „90 – 60 – 90. Und das andere Bein auch.“ Wie es sich für eine(n) Kaiser(in) gehört, wird die Kleidung maßgeschneidert. Sebök, der üblicherweise die Herren-Konfektionsgröße 50 trägt, schlüpft zum Karneval unter anderem in ein edles Kleid mit Rüschen und allem, was dazugehört. Er ist auch einer der Tänzer des Männer-Balletts, das Jahr für Jahr ganz vor in der Gunst des Publikums liegt. Nach welcher Musik die Herren diesmal ihre Beine schwingen werden, wollen sie noch nicht verraten. Nur soviel: „Das Ballett wird tänzerisch auf die dunkle Seite der Macht wechseln.“ Für die Choreografien der Tanzbeiträge zeichnen übrigens auch in diesem Jahr Andrea König, Ulrike Karger-Herzberg und Helga Franz verantwortlich.

Die Zuschauer sollen sich in der neuen Turnhalle, in der die Faschings-Shows gezeigt werden, wie in einem großen Kinosaal fühlen. Während der einzelnen Darbietungen werden mittels moderner Beamertechnik Ausschnitte aus den jeweiligen Filmen und entsprechende Kulissen auf die Hintergründe projiziert. Es wird Popcorn geben und sogar einen Oscar – und zwar für das Publikum. Wer das Programm aufmerksam verfolgt und am Ende eine Frage dazu richtig beantwortet, kann sich über den Gewinn der Trophäe freuen.

Eine hochwertige Kulisse für das jeweilige Programm zu bauen – vor dieser Aufgabe stehen die Mitglieder des Sagarder Karnevalklubs jedes Jahr. Doch diesmal hatten sie eine ganz besonders harte Nuss zu knacken: den Umzug in die neue „Spielstätte“. In gewisser Weise hat der CCS auch darin Erfahrung. In seiner Geschichte musste der Verein mit seinen Karnevalsveranstaltungen mehrmals umziehen. Ursprünglich fanden die Feiern bei „Ille“ in Sagard statt, bevor die Sagarder Narren in den Landgasthof nach Marlow auswichen. Von dort gib es später in die Turnhalle, bevor sie nach Neddesitz wechselten. Als das Hotel ihnen den Saal nicht mehr zur Verfügung stellen wollte, kehrten die Vereinsmitglieder in die alte Turnhalle zurück – und nutzen jetzt die neue Halle, die im vergangenen Jahr eröffnet wurde. „Ein solcher Umzug ist immer ein Kraftakt“, sagt René Herzberg, Vizepräsident des Sagarder Karnevalvereins. Kulissen, Technik und Deko – alles war auf die alte Turnhalle abgestimmt. „Wir fangen jetzt in vielen Bereichen ganz von vorn an.“ Das erfordere nicht nur einen großen Einsatz aller Beteiligten. Der Verein müsse auch Geld investieren. „Durch die Gestaltung hatten wir der alten Halle die Kühle genommen und fast eine Wohnzimmer-Atmosphäre gezaubert“, sagt Renato Lehmann aus dem Elferrat. „Wir denken, dass uns das in der neuen Halle auch gelingt.“

Maik Trettin

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