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Rügen Fotografie und Philosophie an Rügens Küste
Vorpommern Rügen Fotografie und Philosophie an Rügens Küste
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07:00 14.02.2019
Sabine Korneli und Thomas K. Müller haben bereits den Sandstein für die Teilnehmer des Bildhauerkurses bei der diesjährigen Sommerakademie in Hagen auf Rügen abladen lassen. Quelle: Maik Trettin
Hagen

Am Anfang war das Licht. Dann kam eine Entdeckung: Wenn es gebündelt durch ein Loch fällt, hinterlässt es auf der dahinterliegenden Fläche ein Bild. Von den Anfängen der Fotografie bis hin zur Digitalkamera werden sich Frauen und Männer Anfang September in Hagen mit dieser Kunstform beschäftigen. Auf dem Campus des Hofs „Uhleck“ organisieren die Theaterwissenschaftlerin Sabine Korneli und der Bildhauer Thomas K. Müller zum mittlerweile dritten Mal die Sommerakademie Rügen.

Insgesamt sieben Kurse werden diesmal parallel angeboten. Um die Lust am Wort und das Spiel mit der Sprache geht es beim Kreativen Schreibkurs unter der Leitung von Andreas Becker. Er verspricht den Teilnehmern „eine Reise zu den Plätzen, wo Wörter entstehen“. Um „Sprache für die Augen“ geht es bei Annette Gundermann. Sie wird mit den Freunden der Malerei auf der Insel unterwegs sein. Die Kursleiterin führt sie zu den vielfältigen Motiven der Rügener Nordküste und macht die Gäste mit den verschiedenen Techniken vertraut. Der menschliche Körper und die Natur sind das, was im Mittelpunkt des Zeichenkurses von Dirk Richter steht. Er will die Kursteilnehmer unter anderem dazu befähigen, im Alltag und auf Reisen subjektive Eindrücke in einer schnellen Skizze zu erfassen.

„Zwei Wege zum Stein“ hat der Bildhauer und Mit-Organisator der Akademie, Thomas K. Müller, seinen Kurs genannt. Der Sandstein aus dem Reinhardsdorfer Steinbruch ist dieser Tage in Hagen eingetroffen. Das bei Bildhauern beliebte Material ist zwischen 80 und 120 Millionen Jahren entstanden und wird die Grundlage für Skulpturen bilden. Diese aus einem Steinquader herauszuarbeiten, scheuen sich anfangs viele, weiß Müller. „Etwas durch Abtragen entstehen zu lassen, ist dem Menschlichen vermutlich fremder als es sozusagen aus dem Nichts zu formen“, vermutet er. Dazu brauche man zur Bearbeitung des Steins Zeit und Kraft. „Das ist oftmals eine Barriere.“ Dabei komme man recht schnell zu einem guten Ergebnis, schaffe ein dreidimensionales Objekt. „Am Ende bedauert es so mancher Teilnehmer anderer Kurse, sich nicht für die Bildhauerei entschieden zu haben.“

Kurse und Rahmenprogramm

Zum dritten Mal findet die Sommerakademie für Kunst auf dem Campus des Hofs Uhleck in Hagen bei Lohme statt. Vom 7. bis zum 17. September werden sieben Kurse angeboten, von der Fotografie bis zum Philosophieren. Die in diesen zehn Tagen entstandenen Ergebnisse werden am Ende der diesjährigen Kursreihe präsentiert. Außerdem gibt es auch in diesem Jahr wieder ein öffentliches Rahmenprogramm. Ansprechpartner für Interessenten sind Sabine Korneli und Thomas K. Müller unter Telefon 038302/711334 oder 0174/3206436, im Internet unter www.sommerakademie-ruegen.de

Wandern und Philosophieren – dieses im vergangenen Jahr erstmals unterbreitete Angebot wollen Sabine Korneli und Thomas K. Müller erneut anbieten, auch wenn sich seinerzeit kein Teilnehmer dafür fand. „Aber das Interesse an dem von Volkmar Billig entwickelten Kurs war groß“, begründet Sabine Korneli. Das Angebot habe viele neugierig gemacht, die unter freiem Himmel über grundlegende Fragen des Seins sprechen wollen.

Seine Premiere als Kursleiter in Hagen wird in diesem Jahr Ulrich Schumann erleben. Er erklärt den Teilnehmern, wie man mithilfe der Intarsientechnik Keramiken ein vielseitiges farbiges Dekor verleiht. Am Ende werden sie gemeinsam einen temporären Freibrandofen auf dem Campus-Gelände errichten.

Das wird in diesem Jahr der zentrale Platz für Aktivitäten und die Veranstaltungen des Rahmenprogramms sein. „Ursprünglich wollten wir verschiedene Plätze im Ort mit einbeziehen“, sagt Thomas K. Müller. Doch das habe sich als ungünstig erwiesen. „Wir werden uns deshalb auf den Hof Uhleck konzentrieren. Ob es dort dann nicht ein wenig eng wird? Müller schmunzelt: „Wir rücken für diese zehn Tage ein wenig zusammen.“ Perspektivisch wolle man aber prüfen, ob der Bau eines zweiten Ateliers auf dem Hof sinnvoll und zu realisieren sei.

Maik Trettin

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