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Rügen Sparkasse sucht Käufer für Bergener Stammsitz
Vorpommern Rügen Sparkasse sucht Käufer für Bergener Stammsitz
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18:33 27.09.2018
Als Folge der Fusion benötigt die Sparkasse immer weniger Raum in ihrer Bergener Immobilie. Quelle: Uwe Driest
Bergen

Die Sparkasse Vorpommern sucht einen Käufer für ihre Bergener Immobilie. Obwohl die noch nicht im Internet ausgeschrieben wurde, gab es in den vergangenen Wochen schon mal Gespräche zwischen Sparkassen-Chef Ulrich Wolf und Axel Rödiger, dem Geschäftsführer des Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen (Zwar). Der hatte das Angebot ernsthaft geprüft, sich aber letztlich gegen einen Kauf entschieden.

Der Zwar war zunächst interessiert, weil die eigene Immobilie an der Putbusser Chaussee zu eng wurde. Dort arbeiten 30 Beschäftigte und an den beiden Standorten bei Famila und der Werkstatt an der Ringstraße weitere zehn. „Wir haben daher geprüft, ob es machbar wäre, alle Mitarbeiter an einem Standort zusammenzuführen“, sagt Zwar-Sprecher Reinhard Litty. Letztlich wurde den Rügener Bürgermeistern auf der Verbandsversammlung am Mittwoch aber nur noch die abschlägige Entscheidung des Vorstandes mitgeteilt.

Vor der Fusion mehr als hundert Beschäftigte

Nach Berücksichtigung eines Wertgutachtens sowie anfallender Baunebenkosten und Steuern trat die Controlling-Abteilung auf die Bremse. Zudem wären aufwändige Umbauarbeiten an der Tiefgarage erforderlich gewesen, deren Höhe für den Fuhrpark des Zwar nicht ausgereicht hätte. Auch fehle in dem als Sparkasse erbauten Gebäude ein Sozialraum für gewerblich Beschäftigte und schließlich sei auch der Lüftung anzumerken, dass sie ein Vierteljahrhundert alt sei. Alles in allem lohne sich der Kauf auch dann nicht, wenn die Miete der Sparkasse abgezogen werde. Die Filiale im Erdgeschoss möchte das Geldinstitut nämlich auch nach einem Verkauf weiterführen. „Als Sparkasse Vorpommern war und ist es uns wichtig, den Filialstandort Bergen zu erhalten und zu stärken, um für unsere Kunden vor Ort zu sein“, sagt Sprecherin Kati Ambrosat.

Vor der Fusion zur Sparkasse Vorpommern wurde die Immobilie in Bergen mit etwa 5000 Quadratmetern Fläche allein von der Sparkasse genutzt. Aktuell verteilen sich die Bänker auf etwas zwei Drittel des Gebäudes. Ein Drittel steht leer oder ist für die Dauer der Renovierungsarbeiten am Gerichtsgebäude an das Amtsgericht vermietet. „Eigentlich wollten wir Ende des Jahres wieder in die eigenen Räume wechseln, aber die Arbeiten verzögern sich um ein Jahr“, sagt dessen Sprecher Dirk Simon. „Derzeit bemühen wir uns daher um eine Verlängerung des Mietvertrages mit der Sparkasse.“

Immer mehr Angestellte nach Stralsund und Greifswald

Von den ehemals 104 Mitarbeitern der Sparkasse blieben bis heute noch 36 übrig, die in der Sparkassen-Filiale und im Kompetenzcenter tätig sind. Erst zur Jahresmitte waren weitere 25 Stellen der Kreditabteilung von Bergen nach Stralsund und Greifswald verlagert worden. Einige Angestellte bewarben sich daraufhin um andere Stellen auf der Insel.„Vor diesem Hintergrund finde ich es bedauerlich, dass die Sparkasse uns nicht im Vorfeld informiert hat“, sagt Bergens Bürgermeisterin Anja Ratzke (parteilos). „Es wäre wünschenswert, wenn sich nun ein Käufer fände, der Arbeitsplätze und somit Kaufkraft schafft.“

„Nach der Absage des Zwar müssen wir nun neu denken“, kommentiert Sparkassen-Sprecherin Kati Ambrosat vielsagend. Als Kaufpreis für die Immobilie sollen nach OZ-Informationen etwa sechs Millionen Euro im Raum stehen.

Driest Uwe

Kapazität wird auf 220 Plätze aufgestockt. Der Rohbau soll im Frühjahr stehen. Laut Planungen sind die Arbeiten im Dezember 2019 beendet.

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