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2017: Stadt plant Startschuss für Sanierung von drei Sportstätten

Stralsund 2017: Stadt plant Startschuss für Sanierung von drei Sportstätten

Umgestaltung der Kupfermühle verschlingt neun Millionen – 75 Prozent kommen von der EU / Fördermittel gibt es auch für die Sporthallen in Andershof und an der Gagarin-Schule

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Sanierung oder Neubau der Gagarin-Sporthalle – noch steht die Entscheidung nicht fest. Doch eine 75-prozentige Förderung wurde in Aussicht gestellt.

Quelle: Karsten Holtz

Stralsund. Die 30 Stralsunder Sportstätten haben mit einem Sanierungsstau in Höhe von 25 Millionen Euro zu kämpfen. Jetzt soll der erste Teil abgearbeitet werden.

OZ-Bild

Umgestaltung der Kupfermühle verschlingt neun Millionen – 75 Prozent kommen von der EU / Fördermittel gibt es auch für die Sporthallen in Andershof und an der Gagarin-Schule

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Bereits im nächsten Jahr will die Stadtverwaltung mit dem Umbau des Stadions Kupfermühle beginnen und die Bedingungen in den Hallen der Gagarin-Schule und in Andershof entscheidend verbessern.

Kosten: zwölf Millionen Euro. Darüber informierte Sportamtsleiter Jörn Tuttlies am Dienstagabend die Mitglieder der CDU/FDP-Fraktion der Stralsunder Bürgerschaft, nachdem bereits der Kultur- und Sportausschuss im Rahmen der Sportstätten-Entwicklungsplanung eingebunden war.

Eine Mammutaufgabe, von der schon seit Jahren gesprochen wird, ist die Sanierung des Stadions Kupfermühle. Weil die Stadt bei einem Brocken von 8,8 Millionen Euro natürlich auf Fördermittel angewiesen ist, musste das Projekt ständig den Antragsbedingungen von Land und EU angepasst werden. Nun gibt es grünes Licht für das Vorhaben, das in drei Bauabschnitten realisiert werden soll. Los geht es mit dem Abriss der alten Gebäude und dem Stadion-Umbau mit Leichtathletikanlagen, den geforderten sechs Laufbahnen, Beleuchtung, Rundum-Laufparcours, Weitsprung- und Beachvolleyballbereich.

Drei Millionen werden hierfür fällig. „Die Stadt hat in den vergangenen Jahren die Eigenanteile dafür angespart. Die reichen auch noch für den zweiten Bauabschnitt, nämlich den Bau eines Kunstrasenplatzes gleich nebenan“, so Jörn Tuttlies, der hofft, dass Mitte 2017 die Abrissbagger anrollen.

In der letzten Bauphase sollen Tribünen und Umkleideräume gebaut werden. Als Übergangslösung werde es Container geben, so die Verwaltung. Für die gesamte Maßnahme hat die Stadt eine mündliche Zusage für eine 75-prozentige Förderung aus dem Europa-Fonds zur Entwicklung der Infrastruktur (EFRE) bekommen. Überrascht wurde die Stadt von der Fördermittelzusage für den Neubau der Andershofer Sporthalle. Wirtschaftsminister Glawe (CDU) hatte vor der Landtagswahl die gute Nachricht im Gepäck. Jetzt arbeitet die Verwaltung an der Planung für den 1,5 Millionen Euro teuren Neubau einer Ein-Feld-Halle, 90 Prozent sollen aus dem Kommunalen Investitionsprogramm des Landes gefördert werden, so Tuttlies.

Drittes Bauprojekt, das möglichst im nächsten Jahr beginnen soll, ist die Umgestaltung der Gagarin-Sporthalle in Knieper Nord. Bisher hatte man hier eine Sanierung mit Erweiterung für 1,3 Millionen Euro ins Auge gefasst. 75 Prozent sollten ebenfalls aus dem EFRE-Topf gefördert werden. „Der Fördermittelgeber hat vor ein paar Tagen aber signalisiert, doch für das Geld lieber eine neue Halle zu bauen. Wir müssen das jetzt prüfen“, sagte Jörn Tuttlies.

Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) betonte: „Der Bund gibt jetzt viel Geld nach unten in die Städte und Gemeinden. Im Moment bleibt das noch zu lange im Land hängen.“ Hansestadt Stralsund und Landkreis Vorpommern-Rügen gehen aber davon aus, dass das Geld bald in Schulen und Sporthallen gesteckt werden kann. „Das bedeutet Kampf, aber auf den sind wir eingestellt“, so das Stralsunder Stadtoberhaupt.

7 Millionen zu wuppen

30 Sportstätten hat Stralsund in kommunaler Trägerschaft: sechs Plätze, acht Kleinsportanlagen und 16 Hallen. Hinzu kommen Hansedom, Dänholm, Tennisanlage, Kegel- und Bowlingbahnen, Skaterhalle sowie die Sporthallen von Fachhochschule und Berufsförderungswerk, die nicht der Stadt gehören.

25 Millionen müsste man aufbringen, um alles auf Vordermann zu bringen. Die Stadt plant dafür 20 Jahre... Geht man wie bisher von einer 75-prozentigen Förderung aus, kämen 18 Millionen als Finanzspritze, blieben sieben Millionen, die die Stadt wuppen muss.

Ines Sommer

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