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Akrobaten kämpfen bei Stromausfall um die Medaillen

Göhren Akrobaten kämpfen bei Stromausfall um die Medaillen

Göhrener Sportler beim Herbstpokal in der Nordperdhalle erfolgreich

Göhren. Dieser Wettkampf in der Nordperdhalle Göhren war außergewöhnlich: Ein Auftritt auch mal für die ganz jungen Sportler, ein Gast, der überraschend mitturnte und eine Stunde Stromausfall – der Alptraum jeder Akrobatikveranstaltung, die gerade auch von der Musik lebt.

Beim diesjährigen 3. Herbstpokal gingen insgesamt 65 Sportler aus drei Vereinen an den Start. Neben den gastgebenden Akrobaten vom TSV Empor Göhren waren Sportler aus Selmsdorf und Mölln angereist.

Der Ablauf folgte einer völlig neuen Regie, was Tradition werden soll. Normalerweise sind die einzelnen Wettkämpfe im Jahr gleichzeitig Qualifikationswettkämpfe für die Landesmeisterschaften. Darum ging es diesmal aber nicht, sondern darum, dass sich neben den Leistungsklassen auch der Nachwuchs präsentieren kann. Im Vordergrund stand auch, ein gemeinsames Vereinsleben zu festigen. Das fing schon bei der Erwärmung an, die die Sportler sonst individuell durchführen. Nun wurde zusammen gelaufen, gesprungen und gedehnt. Danach zeigten die Mädchen und Jungen im Alter von 4 bis 17 Jahren in verschiedenen Alterstufen und Leistungsklassen ihr Können.

In der D-Klasse konnten sich die beiden Dreiergruppen Nele Fischer, Stella Kopplin und Shirley Möller über Platz 2 sowie Marieke Kröger, Leni Pohl und Nele Rotke über den 3. Rang freuen. Eine Bronzemedaille gab es auch für das Paar Nele Fischer und Shirley Möller sowie für die Podest-Turnerin Angelina Herter. Für die 11-Jährige, die den Verein vor einem Monat wegen Umzugs nach Teterow verlassen musste, war es eine gelungene Überraschung. Angelina, mit ihrer Mutter „eigentlich“ als Zuschauerin angereist, erfuhr von dieser erst kurz vor Wettkampfbeginn, dass sie mitturnen und für Göhren starten kann.

Dann war der Nachwuchs an der Reihe. Doch mit Beginn der Präsentation fiel plötzlich der Strom in der Halle und ganz Göhren aus. Auch wenn die Notbeleuchtung einsetzte, mussten die Mädchen und Jungen ihre Kür auch ohne Musik turnen. Das kam noch zu der großen Aufregung hinzu, denn für die 22 Sportler der Mittelgruppe der TSV Empor Göhren war es der allererste Wettkampf, den Eltern, Verwandte und Freunde von der Tribüne aus begeistert verfolgten. Für die Gäste erläuterte Petra Westphal vom Trainerteam vorab die Wettkampfregularien in der Sportakrobatik, die höchst kompliziert sind. In einer Übung müssen verschiedene Elemente vom Bodenturnen, Balance und Technik sowie dynamische Tempo-Elemente einfließen. Technik, Artistik und Gesamtbild werden getrennt von verschiedenen Kampfrichtern benotet. Daraus wird dann der Gesamtwert ermittelt. Die Sportart wird von Damen und Herren im Paar, in der Gruppe oder einzeln auf dem Podest ausgeübt. „Akrobatik ist eine Sportart, in die man reinwachsen und bei der man viel Geduld haben muss“, so Westphal. Zudem ist es eine sehr trainingsintensive Sportart. Derzeit hat die Abteilung Sportakrobatik des TSV Empor Göhren 70 aktive Mitglieder.

Nach einer fast einstündigen „Zwangspause“ wurde der Wettkampf mit der Leistungsklasse fortgesetzt, um diesen nicht in Dunkelheit beenden zu müssen. Als Meike Schmidt und Trine Herold die Matte betraten, kam dann der Strom wieder. Die Sportlerinnen turnten erstmals und kurzfristig eingesprungen als Paar in der C-Klasse Schüler, weil ihre Partnerin für die Dreiergruppe fehlte, und erkämpften eine Silbermedaille.

In der C-Klasse Jugend belegte das gemischtes Paar Max J. Richter und Nina Bergen konkurrenzlos Platz 1. Meike Schmidt holte sich auch auf dem Podest die silberne Medaille, ebenso das Paar Emily Lüder und Nina Bergen.

Gerit Herold

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