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Bei der Meisterschaft der Box-Junioren fliegen die Fäuste

Bei der Meisterschaft der Box-Junioren fliegen die Fäuste

Nach den Viertelfinalbegegnungen am Donnerstag starten heute die Halbfinalwettkämpfe / Das Finale beginnt am Samstagvormittag um 11.30 Uhr im Jugenddorf Wittow

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138 Teilnehmer treten bei der 44. Deutschen Meisterschaft im Amateurboxen bei Juliusruh gegeneinander an. Mecklenburg-Vorpommern hat schlechte Chancen auf den Meistertitel, da nur 13 Boxer aus unserem Bundesland dabei sind.

Quelle: Fotos: Christian Niemann

Juliusruh. Der Parkplatz auf dem Gelände des Jugenddorfes Wittow ist bis auf den letzten Platz belegt. Grund ist nicht etwa ein Ferienlager, sondern die Austragung der 44. Deutschen Box-Meisterschaften der U17-Junioren.

OZ-Bild

Nach den Viertelfinalbegegnungen am Donnerstag starten heute die Halbfinalwettkämpfe / Das Finale beginnt am Samstagvormittag um 11.30 Uhr im Jugenddorf Wittow

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Bereits zum dritten Mal ist der Landesboxsportverband Mecklenburg-Vorpommern und der Phoenix Sportverein Stralsund e.V. Ausrichter des vom Deutschen Boxsport-Verbandes ausgeschriebenen Events. „Bei diesen viertägigen Meisterschaften nehmen Landesverbände aus ganz Deutschland teil. Obwohl es auf der Insel Rügen Boxvereine gibt, sind diese hier nicht vertreten“, berichtet Ronny Poge vom Boxverband M-V. Von den 138 Teilnehmern kommen 13 aus Mecklenburg-Vorpommern. Mit dabei sind neben Stralsund und Greifswald auch Boxer aus Wismar, Ludwigslust und Schwerin.

Angemeldet hatten sich 166 Boxsportler. Warum nur etwas mehr als 130 am Wettbewerb teilnehmen, lässt sich einfach erklären. „Entweder sind die Anmeldeunterlagen nicht vollständig gewesen. Oder die Gewichtsklasse wurde nicht eingehalten. Beim täglichen Wiegen ist jedes Gramm ausschlaggebend“, so Poge weiter, der während der Wettkämpfe Ringsprecher ist.

Diese international besetzten deutschen Mannschaften haben Olympiacharakter. „Wir suchen den deutschen Meister, der sein Land bei den Europameisterschaften vertreten kann“, so Thomas Kross, Jugendsport-Koordinator im Deutschen Boxsport-Verband. Gemeinsam mit Bundestrainer Oliver Vlcek werden während der Meisterschaft auf Wittow neue Talente gesichtet und für den Bundeskader nominiert.

„Nicht die deutschen Meister in den entsprechenden Gewichtsklassen kommen automatisch in den Deutschen Kader. Es kann auch sein, dass jemand, der im Viertelfinale ausscheidet, für die Deutsche Nationalmannschaft auserkoren wird“, so der 37-jährige Baden-Wüttenberger, dem es wichtig ist, dass der deutsche Boxnachwuchs nicht den Anschluss an die europäische Spitze verliert. Alle teilnehmenden Boxer aus den Jahrgängen 2000 und 2001 haben bereits in den Vorrunden alles gegeben. Unter den strengen Blicken der Trainer und lautstarken Zurufen der Zuschauer wurde am Mittwoch in 30 Vorrundenkämpfen der jeweils beste Sportler ermittelt. In drei mal zwei Minuten muss man schlagkräftig die Punktrichter von sich überzeugen. Fünf Unparteiische sitzen am Ring und geben mit Hilfe eines elektronischen Bewertungssystems direkt nach der Runde die Punkte ein.

„Von den fünf Wertungen wählt der Computer per Zufallsprinzip drei aus. So ist eine Manipulation so gut wie ausgeschlossen“, berichtet Ronny Poge vom Boxverband M-V. Neben den Pokalen in den 16 ausgeschriebenen Gewichtsklassen von 40 bis über 80 Kilogramm gibt es drei Sondertrophäen für den besten Landesverband, den besten Kämpfer sowie den besten Techniker zu gewinnen. „Die Vorbereitung auf die Kämpfe ist wie bei den Profiboxern“, berichtet Bundestrainer Oliver Vlcek. „An erster Stelle steht das Kampfgewicht. Alle Boxer werden frühs gewogen und durch ein Ärzteteam untersucht. Wer nicht sein Wettkampfgewicht bringt, der ist draußen“, erklärt Vlcek die klaren Regeln. Die meisten Teams bereiten sich mit Hilfe von Videoanalysen auf den Gegner vor. Da sieht der Boxer, ob sein Kontrahent Links- oder Rechtsausleger ist. Ebenso ist das Warmmachen mit Hilfe von Schattenboxen wichtiger Bestandteil der Vorbereitung. „Viel wichtiger ist jedoch in Wettkampfstimmung zu kommen und den Tunnelblick zu haben, so Bundestrainer Vlcek weiter. Ronny Poge fügt hinzu: „Beim Boxen ist der Kopf entscheidend“. Jeder Boxer, der in Deutschland lebt, kann bei den internationalen deutschen Meisterschaften teilnehmen. „Wir haben ein weit gespicktes Teilnehmerfeld hier in Drewolke“, berichtet Jugendsportkoordinator Thomas Kross. Seit dem vergangenen Jahr hat der Deutsche Boxsport-Verband die Meisterschaft für alle in Deutschland lebenden Amateurboxer freigegeben. Somit können Boxer mitMigrationshintergrund an diesen Meisterschaften teilnehmen. „Im Falle eines Sieges dürfen diese nicht bei den Europameisterschaften antreten“, sagt Thomas Kross. „Die erfolgreiche Teilnahme bei Olympia, Welt- und Europameisterschaften ist das Hauptziel unseres Verbandes“, sagte Ronny Poge. Dieser hat im Jahr 2009 zum wiederholtem Male die Anerkennung als Bundesstützpunkt-Nachwuchs erhalten. Der ist eng mit dem Landesleistungszentrum und dem Sportgymnasium in Schwerin verbunden. „Nur so können aus Amateuren nach hartem Training und Zielstrebigkeit Profis werden“, heißt es von Ronny Poge abschließend.

Von Christian Niemann

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