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Bergen muss mehr denn je um den Klassenverbleib bangen

Rostock/Bergen Bergen muss mehr denn je um den Klassenverbleib bangen

Bittere 0:1-Niederlage im Landesliga-Abstiegsduell beim SV Warnemünde

Rostock/Bergen. Fassungs- und nahezu regungslos lehnt sich der Trainer des VfL Bergen am Sonnabend gegen den Zaun auf dem Sportplatz in Warnemünde. Mit dem Schlusspfiff ist Martin Handschug die Enttäuschung über das Spiel seiner Mannschaft sprichwörtlich ins Gesicht geschrieben. Im Abstiegsduell der Fußball-Landesliga Nord gegen den gastgebenden SV Warnemünde (Platz 8 mit nunmehr 22 Punkten) kassierten die Insulaner eine bittere 0:1 (0:0)-Niederlage. Mit weiterhin 18 Zählern bleibt der VfL auf dem zehnten Tabellenplatz und muss mehr denn je um den Klassenverbleib bangen.

Bergens Trainer Martin Handschug machte seinem Unmut über die Leistung seines Teams Luft. „Das war ein ganz schwaches Spiel. Wir haben nicht das gemacht, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben viel zu oft hohe Bälle gespielt. Aber auch wenn wir es mit Kombinationen versucht haben, stimmte die Passqualität nicht“, haderte des Übungsleiter. Aber auch der SV Warnemünde konnte spielerisch nicht überzeugen. Beide Teams zeigten in einer ereignisarmen Partie fußballerische Magerkost. Torchancen blieben vor allem in der ersten Halbzeit Mangelware. Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Niveau schwach. Dennoch kamen die Rüganer nach 52 Minuten zur ersten Großchance der Partie. Eine zu kurz abgewehrte Flanke landete auf dem Fuß von Robert Heyden, dessen fulminanter Schuss vom Strafraumeck am Lattenkreuz landete. Zehn Minuten später machte es Warnemündes Stürmer Robert Nitsche besser und netzte nach einem Ballverlust im Mittelfeld für die Hausherren ein.

Die Reaktion der Bergener: keine. Übungsleiter und Vereinsoberhaupt Handschug kritisierte seine Mannschaft harsch. „Ich hatte eine kämpferische Antwort erwartet. Doch es gab keine. Erst in der Schlussphase haben wir etwas mehr versucht. Aber drei Minuten Fußballspielen reicht nicht für einen oder drei Punkte. Da muss mehr kommen“, forderte der Trainer.

Handschug verwies auf die letzten Spielminuten, in denen die Bergener offenbar den sprichwörtlichen Schalter noch umlegen wollten. Doch ein Kopfball von Mittelfeldmann Dennis Kröger fiel auf den Fuß

von Warnemünde-Keeper Dennis Otto. Der so wichtige Punktgewinn für den VfL blieb aus.

Dass sein Team mitten im Abstiegskampf steckt, scheint laut Handschug noch nicht bei jedem Spieler angekommen sein. Der Coach legte den Finger in die Wunde. „Jeder im Team muss sich hinterfragen, ob er das Optimum aus sich herausholt. Wer das nicht tut, schadet nicht nur der Mannschaft, sondern auch dem ganzen Verein. Vielleicht denken einige, dass sie besser sind, als es der Fall ist. Die Jungs müssen den Kampf um den Klassenerhalt annehmen. Jetzt ist Charakterstärke gefordert", stellt VfL-Boss Handschug klar und ergänzt: „Wir müssen auch in schweren Zeiten zusammenstehen. Aber bei weniger als 50 Prozent Trainingsbeteiligung wird das eine schwere Aufgabe.“

Zum Glätten der Wogen haben die Rüganer knapp zwei Wochen Zeit. Am 2. April reisen die Insulaner zum Vorletzten Rot-Weiß Trinwillershagen. Ein Sieg beim Traditionsklub ist Pflicht, ansonsten droht der VfL Bergen den Anschluss an die Mittelfeld-Plätze der Landesliga zu verlieren.

René Warning

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