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Sport Rügen Bergener gewinnen auswärts mit dem Schlusspfiff
Vorpommern Rügen Sport Rügen Bergener gewinnen auswärts mit dem Schlusspfiff
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00:00 24.03.2014
Der Binzer Felix Käding (l.) nimmt Maß und zieht ab, doch sein Ball erreicht durch das „Gewühl“ vieler Beine nicht das Tor. Fotos (3): Rico Nestmann

In einer packenden Begegnung auf schwer bespielbarem Rasen konnte der VfL Bergen 94 am Sonnabend den SV Hafen Rostock knapp mit 2:3 schlagen und behauptet damit Platz fünf in der Tabelle. Die Insulaner begannen selbstbewusst und wollten von Beginn an zeigen, dass sie die drei Punkte auf die Insel entführen würden.

In den vergangenen Spielen war die mangelnde Chancenverwertung häufig Grund für liegengelassene Zähler, doch dieses Mal sollte gleich die erste Möglichkeit im gegnerischen Kasten landen. Eric Zeggert probierte es einfach mal aus schwierigem Winkel und überraschte den Rostocker Torhüter mit einem Schuss aufs kurze Eck, der zum 0:1 in der vierten Minute führte. Die Gäste nahmen das Zepter nun gänzlich in die Hand, ohne jedoch spielerisch zu überzeugen und ohne einen weiteren Treffer zu markieren.

Mitte der ersten Halbzeit wurden die Hansestädter nach hohen Bällen gefährlich und nach einer Reihe von Flanken, die vorerst abgewehrt werden konnten, schlenzte der Rostocker Toni Duwe das Leder von der Strafraumgrenze aus platziert in die Ecke und erzielte somit den Ausgleich. Die Gastgeber witterten ihre Chance, erhöhten den Druck und wären beinahe in Führung gegangen, doch wie so oft in dieser Saison klärte Kapitän David Giesche den Ball rechtzeitig, bevor Schlimmeres zustandegekommen wäre. Die Partie verflachte in der Folgezeit, beiden Mannschaften fiel wenig ein und man hatte das Gefühl, es wurde sich auf das 1:1 zur Pause geeinigt. Zwei Minuten vor dem Pausenpfiff brachte erneut Eric Zeggert die Rüganer in Führung, nachdem er eine flache Hereingabe unhaltbar gegen die Laufrichtung des Torhüters im Rostocker Kasten unterbrachte. Mit dem 1:2 ging es dann schließlich in die Kabinen.

Die Gäste bestimmten die zweite Hälfte und verpassten es lediglich, die Führung zu erhöhen, Hafen Rostock wurde vor allem nach hohen Bällen gefährlich. Die Partie wurde mit zunehmender Spiellänge hektischer und beide Teams gingen hart in die Zweikämpfe. Nachdem bereits Robert Heyden im ersten Durchgang verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste, erwischte es später noch Kenneth Lipp, David Giesche und Eric Zeggert. Hafen Rostock gelang währenddessen in der 66. Spielminute der Ausgleich aus abseitsverdächtiger Position, nachdem man kurz zuvor bereits die Latte getroffen hatte. Die Bergener waren mit dem Spielstand sichtlich unzufrieden und dementsprechend offensiv wurden die folgenden Minuten angegangen. Die Rüganer setzten alles auf eine Karte und es kristallisierte sich ein Spiel auf ein Tor aus, doch sowohl Eric Zeggert als auch Philipp Lüdtke und Bill Willms vergaben gute Einschussmöglichkeiten. Die Gastgeber blieben ihrerseits nach Kontern stets brandgefährlich.

In der Schlussphase machte der Schiedsrichter besonders auf sich aufmerksam, nachdem er auf beiden Seiten zweifelhafte Entscheidungen fällte und so beispielsweise den Bergenern zwei Elfmeter verwehrte. Die VfLer gaben sich nie auf und rannten weiter an, Rostock verteidigte das Unentschieden mit allen Mitteln und wäre beinahe dafür belohnt worden. Obwohl die Nachspielzeit einige Minuten überschritten wurde, ließ der Schiedsrichter eine letzte Ecke für die Rüganer zu, die von Bill Willms getreten wurde. Sämtliche Spieler versammelten sich im Rostocker Strafraum und am Ende war es Matti Pawzik, der mit einem wuchtigen Kopfball den Siegtreffer erzielte. Die Begegnung wurde sofort danach abgepfiffen, weshalb der VfL Bergen am Ende hochverdient mit 2:3 gewann. Am Sonntag wollen die Insulaner zu Hause gegen den SV Prohner Wiek erneut dreifach punkten. Der VfL spielte mit: Tony Glasow, Thomas Lange, David Giesche (Tim Vergils), Martin Juchheim, Robert Heyden (Frank Schütte), Matti Kraahs, Kenneth Lipp (Pino Lüdtke), Matti Pawzik, Bill Willms, Dan Rosario Sendroiu und Eric Zeggert

Jubel und Enttäuschung: Rügens Herren-Mannschaften in der Fußball-Landesliga
Binzer Elf geht trotz Niederlage wie ein Sieger vom Platz
Sie sind die Überflieger der Fußball-Landesliga Nord und haben seit Samstag nicht nur 43 Zähler, sondern auch 13 Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten auf ihrem Konto — die Ballkünstler des FC Förderkader René Schneider aus Rostock. Die Hansestädter reisten am Samstag auf Deutschlands größte Insel, um auf dem Kunstrasenplatz von Rügens größtem Ostseebad gegen die Mannschaft des 1. FC Binz anzutreten. Die Inselfußballer, die zum Rückrundenauftakt auswärts gegen den SV Rot-Weiß Trinwillershagen vor einer Woche mit einem 0:0-Unentschieden den ersten Punkt der zweiten Halbserie einfahren konnten, gingen am Sonnabend als Sechster der Landesliga Nord in die Begegnung.
Die Mannschaft von Interimstrainer Thomas Sahs musste im Sturm auf ihre „Speerspitze“ Patrick Hildesheim verzichten, der sich das Spiel nach der fünften gelben Karte — bekommen in der Partie gegen Trinwillershagen — von der Seitenlinie aus ansehen musste. Dass die von vielen Beobachtern befürchtete Klatsche gegen den FC Förderkader René Schneider am Samstag dann doch ausbleiben sollte, deutete sich bereits im ersten Spielabschnitt an. Zwar übten die Rostocker sofort Druck auf die Binzer Abwehr aus, aber die ersten drei, vier Aktionen der Kader-Fußballer liefen ins Leere. Einerseits setzten die Binzer bis zum Schluss engagiert und druckvoll nach — andererseits sorgte FCB-Schlussmann Robert Scheel dafür, dass die Null lange stehen bleiben sollte.
Im weiteren Verlauf der Partie stellte sich zwischen beiden Teams ein regelrechter Schlagabtausch ein: Marcel Gebhardt hatte in der 13. Spielminute das 1:0 für Binz auf dem Fuß — im Gegenzug sorgte Robert Scheel mit einer tollen Parade dafür, dass die Inselkicker noch immer unbehelligt blieben. Ab der 22. Minute kamen die Gastgeber immer besser ins Spiel und drückten die Rostocker immer weiter zurück. In der 26. Minute hatte Marcel Gebhardt erneut die Chance auf dem Fuß, doch statt selber aufs Tor zu schießen, spielte er zu Mirko Trams, der von einem herbeieilenden Rostocker am Torschuss gehindert wurde. Auch die nachfolgende Ecke für Binz brachte nichts Zählbares. Die Gäste machten es wenige Spielszenen später besser und erzielten in der 40. Minute das 0:1. Mit der knappen Führung für Rostock ging es in die Pause.
Nach dem Wiederanpfiff traten die Hausherren erneut engagiert auf und spielten gut über die Außen. In der 58. Minute wurde der Binzer Mirko Trams im gegnerischen Strafraum zu Fall gebracht. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte Ronny Rüting routiniert zum 1:1-Ausgleich. Wer nun glaubte, die Binzer würden konditionell einbrechen und in der zweiten Halbzeit Tore kassieren, wurde eines Besseren belehrt. Die Gastgeber spielten fleißig mit. Erst in der 79. Spielminute, als der FC Förderkader René Schneider das 1:2 markierte, erhielt die „Sturm- und Drangphase“ der Hausherren einen Dämpfer. In der 83. Minute hatten die Binzer noch einmal eine Großchance zum Ausgleich, doch es blieb beim knappen 1:2.
Luft nach oben

23 Punkte haben die Fußballer des 1. FC Binz derzeit in der Landesliga Nord auf ihrem Konto. Damit stehen die Inselkicker momentan auf dem siebten Platz der Tabelle. Vor dem Laager SV 03, der unmittelbar dahinter rangiert, haben die Binzer ein recht komfortables Polster von sechs Punkten. Vor den Binzern stehen in unmittelbarer „Schlagweite“ der Güstrower SC 09 mit 25 Punkten und der VfL Bergen 94 mit 28 Punkten. Im kommenden Auswärtsspiel, das die Binzer am Sonnabend um 15 Uhr beim Bölkower SV bestreiten, wollen die Rüganer unbedingt drei Punkte holen.
Binz spielte am Samstag mit: Robert Scheel, Christian Scheel, Marcel Gebhardt, Felix Käding, Mirko Trams, Sebastian Petzold, Stephan Völker, Sebastian Hecht, Hannes Looks, Ronny Rüting, Tobias Spychalski, Felix Essner
DREI FRAGEN AN...

1 Für den 1. FC Binz sind in der Landesliga schwere Zeiten angebrochen. Was ist da los? Wir müssen derzeit leider auf unseren Trainer Jirka Klöckner verzichten, der aus gesundheitlichen Gründen für wenigstens ein Jahr pausieren muss. Hinzu kommt, dass uns einige Spieler, die in der Hinrunde noch für Binz aufgelaufen sind, leider nicht mehr zur Verfügung stehen. Personelle Engpässe in der laufenden Spielzeit und Saison auszugleichen, ist für jeden Sportverein sehr schwer.
2 Wie wollen Sie möglichen negativen Auswirkungen denn wirksam vorbeugen? Wir müssen kurzfristig schauen, wie wir den laufenden Spielbetrieb absichern können. Glücklicherweise hat sich das Verhältnis zwischen dem ersten und dem zweiten Männer-Team des 1. FC Binz grundlegend verbessert — bestehende Differenzen aus der Vergangenheit wurden ausgeräumt. Wenn‘s mit Blick auf den Landesliga-Kader in den kommenden Begegnungen eng wird, hilft Binz II aus.
3 Wie wollen Sie als Verein mit Blick auf die Trainerfrage weiter verfahren? Sehr gern würden wir für die Übergangszeit, bis Jirka Klöckner wieder zur Verfügung steht, einen Trainer verpflichten, der sich mit unserem Verein und der Landesliga-Mannschaft identifiziert. Mögliche Interessenten können mich gern anrufen — da bin ich für konstruktive Vorschläge jeglicher Art offen.
Info ☎ 01 72/3 00 08 19



Tony Glasow Rico Nestmann

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