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Sport Rügen Endlich zu Hause: Rüganer nach Weltumsegelung wieder zurück
Vorpommern Rügen Sport Rügen Endlich zu Hause: Rüganer nach Weltumsegelung wieder zurück
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03:40 26.08.2013
Einmal rund um die ganze Welt: Ingesamt 65 000 Kilometer legten die Segler vom Hafen Ralswiek aus innerhalb von zwei Jahren und einem Monat zurück.
Ralswiek

Die Weltumsegler Uwe und Birgit Strüwing sind zurück auf Rügen. Nach zwei Jahren und einem Monat auf hoher See kehrte das Ehepaar in den Heimathafen Ralswiek zurück.

Zu diesem Zeitpunkt hatten die Eheleute über 35 000 Seemeilen hinter sich gelassen. Nach der Ankunft mussten sie sich vom Leben auf dem Wasser erst mal entwöhnen. „Wir haben uns ja auf Rügen gefreut“, sagt Uwe Strüwing. „Aber erst mal hat man Stress. Man muss sich bei der Krankenkasse anmelden, ein Auto besorgen und gucken, ob das vermietete Haus noch steht.“

Mit einer Flotte aus 30 Schiffen waren die beiden gebürtigen Lietzower 2011 ins Segelabenteuer gestartet. „Wir kennen uns aus dem Kindergarten“, sagt Birgit Strüwing. „Im Sandkasten hatten wir mit Segelbooten nur gespielt. Die Idee einer Weltumsegelung kam später. 1996 feierten wir den 24. Hochzeitstag, als Uwe mich fragte, ob ich mit ihm über den Atlantik segeln will. Er gab mir Bedenkzeit, da hatte mich der Segelvirus längst gepackt.“

Der World Cruising Club hatte die Weltumseglung organisiert und so geplant, dass die Reise außerhalb der Hurricane-Saison liegt. „Am Schluss waren wir nur noch 22 Schiffe“, sagt Birgit Strüwing.

„Einigen hat es in der Südsee so gut gefallen, dass sie da geblieben sind. Eine Yacht ist unterwegs gesunken. Sie liegt in 2000 Metern Tiefe vor den Kokos Keeling Inseln. Den Seglern ist vermutlich ein Baumstamm in die Ruderanlage gekommen. Sie mussten ihr Boot aufgeben. Zum Glück war unsere Flotte in der Nähe. Vor ihrer Rettung mussten die Verunglückten zwei bis drei Tage kämpfen. Uns hätte Ähnliches passieren können.“

Zwischenzeitlich fuhren bis zu sieben Leute mit. Meistens waren sie aber allein. Tag und Nacht musste einer Wache halten, falls ein Sturm aufkommt. Auch deshalb hat Uwe Strüwing während des Mega-Törns über zehn Kilo abgenommen. „Von einem Sturm spricht man erst ab Windstärke neun. So etwas hatten wir nie. Unsere erste Hurricane-Warnung bekamen wir auf dem Indischen Ozean. Da wurde das Sturmgebilde Iris von den Metrologen angekündigt. Wir mussten nicht weit ausweichen. Iris drehte nach Madagaskar ab, wir nach Mauritius.“ „Er beschönigt es etwas“, entgegnet Birgit Strüwing. „In der karibischen See vor Kolumbien hatten wir vier Tage über 40 Knoten Wind. Das war sehr anstrengend. Es gab aber auch Zeiten, da mussten wir fast gar nicht eingreifen. Von St. Helena bis nach Brasilien war vielleicht die schönste Strecke. Da mussten wir über 2000 Meilen nichts an den Segeln tun.“

Die Rüganer besuchten 22 Länder, die Flaggen zierten ihre „Juba“ noch während der Einfahrt in den Heimathafen. „Einige Inseln laufen noch unter französischer Flagge. Auf Tanna waren wir sogar 20 Meter vom Krater eines Vulkans entfernt. Da sind die glühenden Steine quasi über uns rüber geflogen“, sagt Birgit Strüwing. Neben Polynesien war für beide Rüganer aber der Stopp an Galapagosinseln das schönste Erlebnis. „Ich werde nie vergessen, wie sich abends ein Seelöwe auf unserem Boot schlafen gelegt hat. Das machen die dort auf allen Schiffen“, sagt Birgit Strüwing. „Manchmal gehen sie einem aber auch auf den Keks. Man kann dort kaum den Sonnenuntergang auf einer Parkbank genießen. Die Robben rücken für den Menschen einfach nicht weg.“

Die einzigartige Tierwelt werden die Rüganer vielleicht besonders vermissen. „Auf Galapagos haben Landschildkröten Vorfahrt, die Tierwelt allgemein ist vielleicht der größte Unterschied zu Rügen.

Dafür ist unsere Insel grüner als die Karibik“, sagt Birgit Strüwing. Für ihren Mann steht nach zwei Jahren Weltenbummel eines fest: „Rügen ist die schönste Insel der Welt.“

Auf der wollen sie erstmal bleiben. „Vielleicht segeln wir in zwei Jahren noch einmal los. Aber nicht mehr um die Welt, das packen wir körperlich nicht mehr“, sagt Uwe Strüwing.

Mit „Juba“ um die Welt

35 000 Seemeilen legten die Segler in zwei Jahren und einem Monat zurück. Ihre durchschnittliche Reisegeschwindigkeit betrug 6 Knoten.

Den schnellsten Streckenabschnitt fuhren sie mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 9,1 Knoten.

13,95 Meter ist ihre hochseetaugliche Segelyacht lang. An Bord der „Juba“ gibt es vier Doppelkabinen, sie bietet Platz für neun Personen. Während der Weltumseglung waren bis zu sieben Leute an Bord. In den zwei Jahren fühlten sich die Eheleute zwei Mal leicht seekrank.

Kay Steinke

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