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Freizeitsportler laufen um den See

Bergen Freizeitsportler laufen um den See

Aktive von der Insel und vom Festland starten über Strecken von zweieinhalb, fünf und zehn Kilometern

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Bergen. „Go Nala, Go Neo“ steht auf einem etwa 60 mal 60 Zentimeter großen Schild, was Anne Stein aus Kubbelkow in den Händen hält. Die Mutter von drei Kindern hätte auch gerne beim Nonnenseelauf mitgemacht. „Aber einen Mutter-Kind-Lauf gibt es leider noch nicht“, schmunzelt Oma Andrea Stein, die auf Rügen zu Besuch ist. Ihre Tochter trägt nämlich den eine Woche alten Nachwuchs in einer Trage vor sich am Körper. Also wurden der drei Jahre alte Neo und die sechs Jahre alte Nala alleine auf die zweieinhalb Kilometer lange Strecke geschickt. Beide Kinder sind Mitglied im 1. LAV Bergen, dem Ausrichter des nunmehr 21. Nonnenseelaufs am Sonnabend vor den Toren Bergens. Unter den zehn Kindern waren vier Mädchen und sechs Jungs. Nala kam nach 12:10 Minuten das erste Mal ins Ziel. Ein zweites Mal überquerte sie mit ihrem kleinen Bruder Neo die Zeitlinie nach 20:37 Minuten. „Die große Schwester passt eben auf ihren kleinen Bruder auf“, sagte Oma Andrea Stein, die sichtlich stolz auf die beiden Enkelkinder ist.

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Aktive von der Insel und vom Festland starten über Strecken von zweieinhalb, fünf und zehn Kilometern

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Dies war nicht der einzige Moment, der beim diesjährigen Volkslauf um den Nonnensee von den Teilnehmern und Zuschauern mit Applaus bedacht wurde. Auch bei den Läufern auf der 10 Kilometer langen Stecke gab es einen besonderen Moment, als Sieger Ralf Mauke vom SV HK Stralsund nach 38 Minuten und 18 Sekunden über die Ziellinie kam. Er, der als Kind in Dranske gelebt hat, widmete den Sieg dem Anfang des Jahres verstorbenen Sportreporter Rico Nestmann. „Rico, dieser Sieg ist für dich“, waren seine bewegenden Worte, die ihm kaum über die Lippen gingen. „Wir haben die Kindheit miteinander verbracht und uns immer wieder auf Laufveranstaltungen gesehen“, erinnert sich der auf Rügen geborene Sportler. „Noch immer ist es für mich nicht begreifbar, dass er nicht mehr unter uns ist“, sagt der 36-Jährige, der vor fünf Jahren einen Schlaganfall erlitten hatte. „Es war der erste Kap-Arkona-Lauf bei dem es passierte“, erinnert sich der Schiffsmakler, der sich wieder zu alter Fitness kämpfte und auch beim diesjährigen Rügenbrückenmarathon teilnehmen wird. Sein Bruder Ronald Mauke kam als Dritter ins Ziel. Platz zwei belegte Daniel Heusner.

Mit nur einer Umrundung des Nonnensees gingen 12 Boxer des Schulsportvereins 91 Binz in die Wertung. Für Trainer Kay Albrecht sind die Läufe im September wieder eine willkommene Trainingseinheit.

„Unsere Jungs haben zur Zeit noch keine Wettkämpfe zu bestreiten. Wichtig dabei sind nicht nur die Schlagkraft, sondern vor allem auch die Kondition, die wir mit der Teilnahme an den Laufveranstaltungen trainieren und weiter ausbauen wollen“, sagte Kay Albrecht am Rande des Nonnenseelaufs, der sich in diesem Jahr auch über die Teilnahme von zwei Müttern freuen konnte. Besonders stolz zeigt sich der Trainer über den Sieg der kleinen Litri Zink über zweieinhalb Kilometer.

Das Organisatorenteam zeigte sich durchaus zufrieden mit der Laufveranstaltung. „Mit 114 Sportlern ist der diesjährige Nonnenseelauf gut besetzt. Wir haben zwar keine neuen Rekorde aufgestellt, können aber eine Teilnehmersteigerung im Vergleich zum vergangenen Jahr verzeichnen“, sagte Roland Arnold vom 1. LAV Bergen. Er zeigt sich mit dem Verein als Ausrichter für die gesamte Logistik verantwortlich. „Ohne unsere Mitglieder wäre der Lauf nicht so erfolgreich, und das im 21. Jahr“, so Arnold, der insgesamt zehn Streckenposten im Einsatz hatte.

• Alle Ergebnisse und Urkundendruck auf www.sport-auf-ruegen.de

Christian Niemann

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