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Ironman: Der Favorit freut sich aufs Fischbrötchen danach

Binz Ironman: Der Favorit freut sich aufs Fischbrötchen danach

Timo Bracht will seinen Bronze-Platz von 2015 in Binz vergolden / Mit ihm gehen mehr als 1000 Sportler aus 28 Nationen am Sonntag an den Start / Rüganer in Staffeln dabei

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Am Sonntag um 10 Uhr geht’s los: Direkt neben der Binzer Seebrücke stürzen sich die Triathleten in die Ostsee.

Quelle: Christiane Burwitz/stefan Pocha

Binz. Die dritte Auflage des Ironman Rügen am morgigen Sonntag wird eine mit mehreren Premieren sein. Eine rückt Björn Steinmetz in den Vordergrund. „Erstmals wird der Wettbewerb wohl bei gutem Wetter ausgetragen werden“, glaubt der Geschäftsführer von Ironman Deutschland den Vorhersagen der Meteorologen.

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Timo Bracht will seinen Bronze-Platz von 2015 in Binz vergolden / Mit ihm gehen mehr als 1000 Sportler aus 28 Nationen am Sonntag an den Start / Rüganer in Staffeln dabei

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Er weiß noch zu gut, welchen Wetterunbilden sich die Sportler in den vergangenen beiden Jahres ausgesetzt sahen. Wegen Dauerregens und starken Windes war der Triathlon 2014 nur ein Duathlon. Das Schwimmen in der Ostsee musste abgesagt werden. Ein Jahr später sah es kaum besser aus. Da hatte man schon einen Plan B in der Tasche, der dort aber nicht herausgeholt werden musste: Das Schwimmen sollte zum Schmachter See verlegt werden.

Im Vorjahr war auch Timo Bracht dabei. Der frühere Triathlon-Europameister kam etwa sechs Minuten hinter Michael Raelert (Sieger 2014 und 2015) als Dritter ins Ziel und hatte Blut geleckt. „Es ist ein sehr gutes Rennen auf Rügen. Und ich freue mich aufs Schwimmen im Meer, den Strand und auf die Fischbrötchen vor und nach dem Wettkampf. Deshalb bin ich die 900 Kilometer nach Rügen gefahren“, sagt der 41-Jährige, der in Eberbach (Baden-Württemberg) wohnt. Für den 3. Ironman Rügen gilt er als Favorit. Morgen gegen 14 Uhr könnte er in Binz erstmals Erster sein.

Wenn er die Ziellinie passiert, hat ein anderer prominenter Athlet die noch längst nicht in Sichtweite. Darum geht es ihm auch nicht, aber ums Ankommen. „Ich will finishen“, sagt Kai Gardeja. Der Binzer Kurdirektor und Chef der Tourismuszentrale Rügen stellt sich der Herausforderung „aus Verrücktheit aber nicht aus Unvernunft“. Und Gardeja, der wie in den beiden Vorjahren nicht mehr nur von der Tribüne grüßen und den Sportlern die Medaillen umhängen will, hat sich auf seine Ironman-Premiere akribisch vorbereitet – mit Training in den Morgen- und Abendstunden über Wochen und Monate hinweg. Er fühlt sich gut gerüstet, will eine Marke knacken: „Ich möchte unter sechs Stunden bleiben.“ Wenn er das schafft, so sagen es Fachleute, dann sei es für einen Hobbyathleten eine gute Leistung.

Die vollbringt Karsten Schneider als Senior auf internationalem Parkett mit der Kugel oder mit dem Diskus. Wagt er sich 2017 an den Triathlon? Der Binzer Bürgermeister winkt ab: „Schwimmen würde gehen und beim Radfahren würde ich wohl ankommen. Aber fürs Laufen bin ich zu schwer.“

Aber er könnte es seinem Stralsunder Amtskollegen gleich tun und in der Staffel starten. Alexander Badrow startet in einer namens „Die Bürgermeister“ zusammen mit André Bonitz (Eixen) und Andreas Grund (Neustrelitz) und übernimmt den Schwimmpart.

In den Staffeln stellen sich Rüganer dem Wettbewerb – das Sana-Krankenhaus mit sieben Teams. Jörg Schwerin, Vize-Chef des Ordnungsamtes, legt sich für „Gemeinde Binz“ ins Zeug. Die Putbuser Ärztin Antje Coordt (Rad) und Helko Giese (Lauf) vom gleichnamigen Zirkower Autohaus gehen für „Kinderlachen“ ins Rennen. Und hinter der Staffel „Ohrenladen“ steht eine Familie. Aranka und Mario Wilke aus Sellin stellen sich der Herausforderung. Sie läuft 21,1 Kilometer, er fährt 90 Kilometer Rad, die 1,9 Kilometer schwimmt mit Ron Geist ein Rettungsschwimmer der Ortsgruppe Bergen.

Am Vortag ist der Nachwuchs dran

2014 und 2015 hat Michael Raelert den Ironman Rügen 70.3 gewonnen. Im Vorjahr passierte der Rostocker nach genau drei Stunden und fünfzig Minuten und einer Sekunde die Ziellinie am Seebrückenvorplatz des Ostseebades Binz.

Ironkids sind heute am Start. Je nach Alter (6 – 14 Jahre) schwimmen sie 25 bis 150 Meter in der Ostsee und laufen am Strand 200 bis 800 Meter. Los geht es um 14 Uhr an der Seebrücke.

Chris-Marco Herold

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