Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Kegler bauten elf Jahre ihre Bowlingbahn

Göhren Kegler bauten elf Jahre ihre Bowlingbahn

Jubiläum: Der TSV Empor Göhren wurde vor 65 Jahren gegründet, die Abteilung Sportakrobatik vor 60 Jahren

Göhren. In Göhren gibt es ein ungeschriebenes Gesetz: Jedes Kind war irgendwann einmal ein Sportakrobat. Zuweilen sogar ganze Familengenerationen. So wie die Kopplins.

Gründungsvater Ulrich Kopplin sowie Frau Monika übergaben einst den Staffelstab an die Söhne Edwin und Armin. Edwin ging als bisher erfolgreichster „Medaillensammler“ in die Chronik ein mit 21 DDR-Titeln und 22 internationalen Gewinnen, zwei Mal wurde er Deutscher Meister, 13 mal Vizemeister. Armins Tochter Stella turnt heute erfolgreich im D-Jugendbereich.

Seit 60 Jahren gibt es in Göhren die Sektion Sportakrobatik, seit 65 Jahren den TSV Empor Göhren, zu dem sie gehört. Zahlen, die die Göhrener jetzt in Feierlaune versetzen. Am 5. November werden die beiden Jubiläen mit einem großen Sportlerball gefeiert, auf dem auch die Nachwuchs-Akrobaten für eine tolle Showeinlage sorgen.

1951 wurde der TSV Göhren gegründet. Genauer gesagt die BSG Empor, dessen Trägerbetrieb das Fischkombinat in Sassnitz war, das in Göhren eine Außenstelle hatte. Tennis, Kegeln und Fußball waren die ersten Sektionen. Im Erholungsort Göhren spielten seinerzeit nicht nur Urlauber, sondern auch Einheimische gern auf dem Tennisplatz am Nordstrand. Und ein paar Männer trafen sich regelmäßig bei Borgmeyer in der Poststraße, um beim Bierchen eine ruhige Kugel zu schieben. „Das waren anfangs mehr Kneipenkegler“, schmunzelt Bernd Schwarz, der zu den Gründungsmitgliedern zählt. Er selbst sowie sein Bruder Fred gehörten zu den Sportakrobaten, die sich fünf Jahre später gründeten – bis 1989 im Kinder- Jugend- und Erwachsenenbereich über 90 DDR-Meistertitel holten.

In den 60er Jahren wurde der Verein in SG Empor Göhren umbenannt. In dieser Zeit bauten sich die Kegler mit eigenen Händen ihre Bowlingbahn am Nordstrand auf, die noch heute steht und seit der Wende der Öffentlichkeit zur Verfügung steht. „Elf Jahre haben sie gebaut, 1974 wurde die Bahn eröffnet“, weiß Vereinsvorsitzender Wolfgang Pisch. Und auch, dass die Frauen sogar in der DDR-Oberliga mitmischten.

1977 gingen die Volleyballer an den Start, die bis 2005 Punktspiele bestritten. Heute sind sie Freizeitsportler, die auch mit dem Rad und als Läufer unterwegs sind.

Mit der Wende formierte sich der Verein neu und heißt TSV Empor Göhren. Mit dem Bau der kommunalen Nordperdhalle 1997/98 bekam der Verein eine moderne Trainingsstätte und Zuwachs. 1998 entstand die Abteilung Badminton, die mit den Akrobaten zu den mitgliederstärksten und erfolgreichsten gehört. Die Kinder und Jugendlichen zählen zur Landesspitze und werden von Günter Budahn und Christian Heinisch trainiert, die als Hallenwarte angestellt sind. Seit dem Jahr 2000 gehören auch die Tischtennisspieler und die Frauengymnastikgruppe zum Verein.

„Wir können uns über Sportstätten in Göhren nicht beklagen“, schaut Vereinschef Wolfgang Pisch auch auf den Fußball- sowie Kunstrasenplatz am Südstrand. Einziger Wehrmutstropfen: Die Fußballer in Göhren haben zwar zwei Männermannschaften, aber aufgrund von Trainermangel derzeit keinen Nachwuchs.

Gerit Herold

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel

Der Spitzenreiter der Kreisoberliga setzt sich gegen den Tabellenzweiten Jarmen mit 2:1 durch

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Sport Rügen
Die besten Wettquoten der Ostsee gibt es im Bundesliga-Quotenvergleich von SmartBets.