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Keine Sprachprobleme im deutsch-polnischen Sportcamp

Gingst/Ummanz Keine Sprachprobleme im deutsch-polnischen Sportcamp

40 deutsche und polnische Schüler gemeinsam im Jugenddorf Ummanz

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Projektleiterin Martina Zabel (vorn rechts) mit einem aus polnischen und deutschen Schülern bestehenden Kanu-Team.

Quelle: Foto: Andrè Farin

Gingst/Ummanz. . Das waren sportliche Tage! 40 Mädchen und Jungen der Gingster Schule und des Gymnasiums aus dem polnischen Sztutowo trafen sich im Jugenddorf Ummanz zu ihrem siebenten Schulpartnertreffen. Die Organisatoren um Martina Zabel und Magda Czarnogorska stellten es unter das Motto „Sportcamp an der Ostsee“ und motivierten damit die deutschen und polnischen Schüler, sich mit ihren Freunden aus der jeweils anderen Ostseeschule sportlich zu betätigen und im Wettstreit zu messen.

OZ-Bild

40 deutsche und polnische Schüler gemeinsam im Jugenddorf Ummanz

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Regionale Schule Gingst

350 Schülerinnen und Schüler besuchen die Regionale Schule Gingst. In dem Schulprofil bilden die sportlichen Aktivitäten eine der drei grundlegenden Säulen der schulischen Arbeit.

„In den Sportprojekten kamen sich die Jugendlichen noch näher als in den Geschichts- oder Koch- Workshops der vergangenen Jahre“, schätzt Projektleiterin Martina Zabel das Camp ein. Und schaut damit auf die verschiedenen Herausforderungen, die alle Teilnehmer in gemischten Teams zu meistern hatten. An vier verschiedenen Standorten probierten sie sich im Kanufahren und Surfen, lernten grundlegende Regeln und Griffe der Selbstverteidigung kennen, erkundeten die Umgebung beim Nordic Walking oder suchten mit Kompass und Karte eine vorgegeben Route mit dem Fahrrad.

Magda Czarnogorska vom polnischen Team lobte die Vorbereitung, denn alle Projekte hatten die Gastgeber mit unterschiedlich schwierigen Aufgaben versehen. „Sehr anspruchsvoll waren die Radtouren auf über 30 Kilometern“, sagt die Deutschlehrerin, „denn die Schüler suchten mit der Spezialkarte die acht Foto-Stopps, an denen von unterschiedlichen Sehenswürdigkeiten der Region Smartphone-Bilder zur Kontrolle entstehen sollten.“ Die Anweisungen bis dahin mussten die Gruppen mit jeweils fünf polnischen und fünf deutschen Schülern in zwei Sprachen lesen, sich gegenseitig übersetzen und auf der Strecke helfen.

Ähnlich ging es den Kanu-Fahrern, die bei Sonnenschein und einem kräftigen Wind dem Kanu-Lehrer Maik Köhnke vom Surfhostel Ummanz folgen mussten. In gut zwei Stunden paddelten die Mädchen und Jungen mit viel Geschick, Ausdauer und einem Mix aus polnischen und deutschen Sätzen in Richtung Hiddensee. Ganz schnell kamen sie in Schwung, bewiesen Fingerspitzengefühl und nahmen Kurs auf die Nachbarinsel. Niemand musste ins kalte, flache Boddenwasser, denn die Verständigung klappte hervorragend zwischen den Jungen und Mädchen. Wenn sie sich sonst oft mit Händen und Füßen verständigten, mussten sie nun ihr Englisch nutzen, das sie in den letzten Jahren erlernt haben.

„Wenn man Englisch sprechen muss“, so meint Marcel Wolfram aus der 8a, „dann findet man auch die passenden Wörter“. Wie ihm erging es allen Teilnehmern, die schon am ersten Tag ganz schnellen Kontakt zu einander fanden. Denn es zeigte sich, dass es ein großer Vorteil dieser Partnertreffen ist, dass Schüler aus beiden Schulen regelmäßig dabei sind und so die ersten Ängste und Vorurteile gegenüber ihren Partnern schneller verlieren. Auch die Fußballspiele am Abend oder der Tagesausflug zum Baumwipfel-Pfad in Prora trugen dazu bei, dass sich alle Schüler schon jetzt auf ein Wiedersehen im kommenden Jahr freuen.

Die Neuauflage des Treffens für 2018 ist schon geplant. Die Partner werden dann im polnischen Danzig auf die Suche nach den Spuren der Hanse gehen. Dabei auch wieder das Deutsch-Polnische Jugendwerk und der Schul- und Sportverein als Förderer des Projekts. Erstmals im Boot des Sportcamps an der Ostsee war in diesem Jahr das Bildungsministerium des Landes, das sich ebenfalls mit einer Finanzspritze an dem Projekt der Gingster Schule beteiligte.

André Farin

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