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Laufen durch die Natur als Gemeinschaftserlebnis

Garz Laufen durch die Natur als Gemeinschaftserlebnis

Die traditionelle Laufveranstaltung der Stadt Garz und der CJD Fachklinik ist ein Höhepunkt im Rügener Sportkalender

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Kurz vor dem Start zum 6-Kilometer-Lauf. Diese Strecke legten 37 Sportlerinnen und Sportler zurück. Fotos (6): Christian Niemann

Garz. Es stimmte einfach alles bei der 12. Auflage des Ernst-Moritz-Arndt- Laufes. Das Wetter war gut und die Anmeldungen im Vorfeld deuteten an, dass es einen neuen Teilnehmerrekord geben würde. Mit 227 Sportlern wurde die Teilnehmerzahl aus dem Vorjahr deutlich überschritten.

 

OZ-Bild

Für mich ist es immer wieder toll zu sehen, wie dieser mittlerweile 12. Lauf vorbereitet wird. Deshalb geht mein besonderer Dank an die Verantwortlichen des CJD Garz.“Gitta Gohla, Bürgermeisterin Stadt Garz

Quelle:

„Es geht quer durch den Ort und die Natur“, erklärt Michael Koenen vom Gesundheitssportverein die Route. Der Verein zeichnet sich für die gesamte Vorbereitung des Laufes verantwortlich.

Bürgermeisterin Gitta Gohla freut sich über das große Interesse. „Der Lauf macht die Stadt über die Grenzen der Insel hinaus bekannt“, sagte sie und lobte die gut Organisation. Klinikchefin Regina Bindernagel machte deutlich, dass der Lauf eine sehr lange Tradition habe. Bereits 1981 wurde der erste Volkslauf in Garz veranstaltet.

Seit 2005 zeichnet sich das CJD gemeinsam mit der Stadt dafür verantwortlich, dass der Ernst-Moritz-Arndt-Lauf ein Höhepunkt im Rügener Sportkalender ist. Chefarzt Dr. Jens Nielinger ist seit 1999 an der Klinik tätig und lies sich vor fünf Jahren das erste Mal vom Lauffieber anstecken.

„In diesem Jahr bin ich wieder mitgelaufen. Da auch viele unserer Patienten dabei sind, ist es mir ein Bedürfnis daran teilzunehmen. So habe ich ein Auge auf die Asthmakranken und adipösen Läufer“, sagt der Kinderarzt. Unterstützung hat er unter anderem von Sandra Neuhaus bekommen. „Zur Zeit belege ich den Studiengang ,Master in Bewegung- und Gesundheitswirtschaft’ an der bergischen Universität Wuppertal“, berichtet die 25-Jährige. Die Praktikantin hat mit den Läufern die Aufwärmübungen gemacht. „Seit sechs Wochen bin ich an dieser Klinik. Eine Woche noch und dann fahre ich wieder nach Hause“, berichtet Neuhaus etwas wehmütig. Ihr hat die Arbeit mit den Kindern sichtlich Spaß gemacht. „Der Höhepunkt war für mich ganz klar der Ernst-Moritz-Arndt-Lauf, den ich begeistert vom Rand der Laufstrecke beobachtet habe“, so die Studentin.

Für die Boxer des Binzer Schulsportvereins 91 (SSV) war der Lauf einer von vielen. „In diesem Jahr nehmen wir an dem einen oder anderen Lauf teil“, sagt ´Trainer Kay Albrecht, der mit 13 Kindern im Alter von acht bis 14 Jahren in Garz dabei war.

„Da der September noch ohne Wettkämpfe ist, ist der Ernst-Moritz-Arndt-Lauf eine gute Abwechslung, um Kondition und Ausdauer zu trainieren. Die nächsten beiden Wochenenden sind auch schon verplant.

Kommenden Sonnabend sind wir beim Nonnensee-Lauf und am 24. September beim Baaber Heide-Lauf dabei“, erzählt Albrecht. Alle seine Schützlinge sind drei Kilometer gelaufen. „Besonders stolz bin ich immer, wenn dabei auch Platzierungen auf dem Treppchen herausspringen“, erzählt der Vereinschef.

Beim Ernst-Moritz-Arndt-Lauf kam Niklas Müller vom SSV sogar auf den ersten Platz. Der 13-Jährige war nach 13:33 Minuten wieder im Ziel. Für die Sportler lief es auch in der Schulwertung sehr gut.

Einzig die CJD Christophorusschule Rügen konnte gesamt mehr Kilometer zurücklegen und bekam dafür Freikarten für die Wasserskianlage in Zirkow. „Wir haben Freikarten für den Waldseilpark Altefähr bekommen“, freut sich Kay Albrecht für den Boxnachwuchs.

Für den Sassnitzer Hein-Erik Larsen war es der erste Lauf. Der junge Mann war zuvor ein ganzes Jahr in der CJD-Maßnahme „Berufliche Zukunft auch mit Übergewicht“. Teamleiterin Christiana Buhr ist überrascht und stolz zugleich, was in den letzten 12 Monaten mit dem 30-Jährigen geschehen ist. Vorher träge und antriebslos läuft der ehemalige Patient nun am Tag bis zu 12 Kilometer. „Ich habe es mir zugetraut und auch geschafft“, sagt der Rüganer, der den 10-Kilometer-Lauf in 1:38:28 zurückgelegt hat. Unter Beifall des Publikums kam er zwar als letzter ins Ziel, hat aber sein Vorhaben erreicht. „Ich bin stolz auf mich“, sagt der 30-Jährige, der in den letzten 12 Monaten über 40 Kilogramm abgenommen hat. „Das Wiedereingliederungsprogramm hat bei Hein-Erik den Grundstein gelegt, dass er die 10-Kilometer-Strecke beim Erst-Moritz-Arndt-Lauf bewältigen konnte. Ausdauer hat er gelernt und Sport ist zum Alltäglichen geworden“, sagt die Teamleiterin. Alle Ergebnisse:

• www.tollense-timing.de

Christian Niemann

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