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Mehr als 3500 Hobbyläufer trotzen dem Dauerregen

Stralsund Mehr als 3500 Hobbyläufer trotzen dem Dauerregen

So viele Starter wie noch nie beim 9. Rügenbrückenlauf in Stralsund / Rostocker gewinnt das Marathonrennen / Siegerin der Frauen ist Wiederholungstäterin

Stralsund. Punkt 9.30 Uhr wurde am Sonnabend das Marathon-Rennen beim 9. Rügenbrückenlauf in Stralsund gestartet. Punkt 9.30 Uhr setzte der Regen ein, Dauerregen, der Mecklenburg-Vorpommerns größte Laufveranstaltung so gut wie nicht mehr losließ. Doch den Organisatoren und Läufern konnte das Miesepeter-Wetter die Laune keineswegs verderben. Den Veranstaltern deshalb nicht, weil sie einen neuen Teilnehmerrekord verzeichneten. Genau 4292 Anmeldungen wurden gezählt. Und den Läufern nicht, weil so ein bisschen Regen im Nordosten Deutschlands so leicht auch niemanden umhaut.

3548 Läufer waren schließlich tatsächlich gestartet. 3537 kamen ins Ziel. „Die Strecke war zwar an einigen Stellen etwas aufgeweicht. Aber die meisten Läufer haben sich sehr zufrieden geäußert, weil der fehlende Wind und die Temperaturen zum Laufen sehr angenehm sind“, sagte Dr. Georg Weckbach aus dem Organisationsteam.

Schnellster über die längste Strecke war ein Rostocker. Martin Schütt ballte jubelnd die Siegerfaust, als er um fast genau 11.39 Uhr nach 42,195 Kilometern als Erster über die Ziellinie lief. 2:58:41 Stunden benötigte der 37-Jährige dafür. „Ich bin überglücklich, das hätte ich nie erwartet“, sagte Schütt. Für ihn war der Lauf in Stralsund der dritte Marathon. Trainiert wird Schütt seit etwa einem Jahr von Christian Nitschke, ein bekanntes Gesicht beim Rügenbrückenlauf. Nitschke gewann unter anderem das Marathonrennen bei der allerersten Auflage der Veranstaltung im Jahre 2008.

Schnellste Frau über die Marathonstrecke war eine Wiederholungstäterin. Sandra Petersohn hatte bereits im vergangenen Jahr gewonnen. „Aller guten Dinge sind drei. Vielleicht komme ich nächstes Jahr wieder“, sagte sie.

Doch es geht beim beliebten Rügenbrückenlauf ja vor allem um den Breitensport. Die vielen Teilnehmer auf den kürzeren Strecken bewiesen das. Und um den Nachwuchs muss man sich auch keine Sorgen machen. 371 Jungen und Mädchen waren zum Zwei-Kilometer-Kinderlauf an den Start gegangen. „Es war nass und kalt, aber sie hat toll durchgehalten“, sagte Alexandra Bernecker. Die 39-Jährige aus dem Ostseebad Nienhagen war mit ihrer gerade erst vier Jahre alt gewordenen Tochter Hanna die Kinderstrecke gelaufen. „Alles gut“, sagte das Mädchen knapp. „Und der Papa läuft den Halbmarathon“, erzählte Alexandra Bernecker. Der Rügenbrückenlauf ist eben eine Veranstaltung für die ganze Familie.

Doch mit den stetig steigenden Teilnehmerzahlen ist nicht nur grenzenlose Freude verbunden, sondern auch ein enormer, vor allem ehrenamtlicher Organisationsaufwand. „Wir haben in den vergangenen Jahren einen Riesensprung nach vorne gemacht. Irgendwann ist eine Grenze erreicht, bei der wir aufpassen müssen, ob das noch alles im Ehrenamt gestemmt werden kann“, sagte Chef-Organisator Andreas Boehk. Für dieses Jahr aber war er erstmal glücklich und zufrieden mit dem Ablauf, trotz Dauerregens.

Robert Niemeyer

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