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Neue Trainingsansätze vom Fußballbund

Bergen Neue Trainingsansätze vom Fußballbund

Infoabend des DFB vermittelte den Trainern die frontale Situation in der Offensive

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Das Team des DFB-Stützpunktes in Bergen zeigte den Trainern die frontale Situation in der Offensive. FOTO: CHRISTIAN NIEMANN

Bergen. . Für Hans-Joachim Grahl war der letzte DFB-Infoabend mit 12 Betreuern und Trainern aus vier Vereinen etwas mit Enttäuschung verbunden. „Ich hätte mit einem größeren Interesse gerechnet“, sagt der DFB-Stützpunkttrainer mit Blick auf die Teilnehmerliste. Am stärksten vertreten war der PSV Bergen, der unter anderem mit seiner C-Jugend in der Landesliga spielt.

„Uns geht es bei diesen DFB-Infoabenden vor allen Dingen darum, neue Ansätze in den Trainings zu vermitteln“, sagt Grahl. Der 27. Infoabend stand unter dem Titel „Basics des 1 gegen 1: Frontale Situationen in der Offensive“. „Zu diesem Thema führte unser DFB-Stützpunkt eine Mustertrainingseinheit durch, so dass die Trainer am praktischen Beispiel sehen, was wir in der Theorie vermitteln wollen“, sagt Grahl.

Er weiß: Bevor ein Team als Einheit taktisch clever agieren kann, muss jeder Spieler individualtaktisch ausgebildet werden. „Nur wenn jeder Einzelne im 1 gegen 1 sich geschickt behaupten kann, funktioniert man als Mannschaft perfekt“, so Grahl. Ziel soll und muss es sein, dass der Gegenspieler überwunden wird. Um den Trainer dieses Wissen zu vermitteln, ist es wichtig, dass auch entsprechend viele Vereine an diesem Austausch untereinander teilnehmen. Die Taktikschulung des Deutschen Fußball-Bundes am 27. Infoabend zeigte ein breites Repertoire an Techniken, die gegen den Gegner eingesetzt werden können. Die Prinzipien eines 1-gegen-1-Training sind klar. „Wir unterteilen dies in sechs Punkten“, macht Grahl den Trainern deutlich.

Bevor man konzentriert und im Detail am jeweiligen Schwerpunkt trainieren kann, ist es wichtig, dass alle Spieler einer Mannschaft die 1-gegen-1-Situationen des Spiels trainieren. „Dabei kommt es darauf an, dass dies nicht nur oberflächlich abgespult wird. Es gehört zum regelmäßigen Trainingsprogramm“, so Grahl. Mit zunehmendem Alter steigt auch die Risikobereitschaft. Ab der Spielklasse der D-Junioren müssen sich die ballführenden Spieler entscheiden: entweder Durchbruch oder die Ballsicherung. Im Jugendtraining empfiehlt es sich, immer nur die Spieler entsprechend dem Schwerpunkt zu coachen. Beim 1 gegen 1 in der Offensive würde man also darauf verzichten, den Verteidigern Tipps zu geben. Zum einen sollen sich alle Spieler ganz auf den Schwerpunkt konzentrieren und zum anderen will man es den Angreifern zunächst möglichst einfach machen.

„So gewinnen sie durch viele Erfolgserlebnisse Vertrauen in die Technik und sind motiviert, diese weiter zu verbessern“, sagt DFB-Stützpunkttrainer Hans-Joachim Grahl. Deshalb sollte das Aufwärmprogramm regelmäßig variieren und die Trainer sich lieber auf die Schwerpunkte des Hauptteils in der Vorbereitung konzentrieren. Es muss der Mannschaft nicht alles vorgegeben werden. „Bei allem Spaß müssen die Betreuer auf die Abläufe achten“, sagt Grahl. „Nur so kann man auch gegen einen starken Gegner bestehen“, fügt Felix Barth, Stützpunkttrainer in Bergen, hinzu. Er zeigte mit seinem Team auch die 1-gegen-1-Situation am praktischen Beispiel.

Alle, die es versäumt haben, sollten zumindest beim 28. Infoabend des DFB teilnehmen. Dann geht es um die „Basics des 1 gegen 1: Frontale Situationen in der Defensive“. Dieser wird aller Voraussicht nach am 29. Mai 2017 wieder in Bergen stattfinden. „Ich hoffe, dass ein paar mehr Trainer den Weg zum DFB-Stützpunkt finden“, sagt Gahl.

DFB-Stützpunkt

Das Talentförderprogramm des Deutschen Fußball-Bundes startete mit der Saison 2002/2003 und hat sich seitdem als erste Stufe der Talentförderung im deutschen Fußball fest etabliert.

Das Projekt mit seinen derzeit 366 Stützpunkten bildet quasi die Brücke zwischen der engagierten und unverzichtbaren Jugendarbeit an der Vereinsbasis und der zweiten Stufe der Talentförderung, den Leistungszentren und Eliteschulen des Fußballs. Die Strukturen des Programms sind genau auf die Talent-Potenziale im deutschen Fußball abgestimmt.

Im Landkreis Vorpommern–Rügen gibt es zwei Stützpunkte. Zum Einen beim VfL Bergen und zum Anderen beim SV Prohner Wieck.

Christian Niemann

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