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Sport Rügen Nördlichster Segelverein des Landes beendet die Saison
Vorpommern Rügen Sport Rügen Nördlichster Segelverein des Landes beendet die Saison
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00:01 18.10.2017

Beim WSV in Dranske endet die aktive Segelsaison mit dem Auskranen der Boote aus dem Wasser. In den Winterschlaf gehen jedoch nur die Boote. „Wir haben auch im Winter ein sehr aktives Vereinsleben. Wir treffen uns regelmäßig zum Planen der neuen Saison oder einfach nur zum Spaß“, erzählt Ulrich Hennig vom WSV.

Auch das Anlanden der Boote, in der Seglersprache „Aufslippen“ genannt, ist ein fester Termin für viele Mitglieder. Das liegt schon an der Tatsache, dass extra ein großer Kran gemietet werden muss, um die bis zu sieben Tonnen schweren Boote auf die Trailer zu verfrachten. „Früher hatten wir noch einen festen Kran, aber die Instandhaltung lohnt sich für den Verein nicht“, berichtet Hennig von den Anfangszeiten des auf einem alten Militärgebiet hinter Dranske liegenden Vereins.

Um die 20 Boote mit einer Länge von sechs bis 13 Metern sind im Hafen beheimatet. Insgesamt hat der nördlichste Segelclub von Mecklenburg-Vorpommern 150 Mitglieder. „Es haben lange nicht alle ein eigenes Boot. Das ist auch nicht notwendig, um bei uns Mitglied zu werden. Nur Spaß am Segeln und am Vereinsleben sind Voraussetzung“, sagt Hennig, der selbst auch ohne eigenen Segler im Vorstand aktiv ist. „Für jeden findet sich eigentlich immer ein Platz für eine Ausfahrt.“

Während bei den älteren Seglern der Schwerpunkt auf dem entspannten Fahrtensegeln liegt, werden in der Jugendarbeit die Nachwuchssegler ganz klassisch in der kleinsten Bootsklasse, dem Optimisten, ausgebildet. „Wir bieten ein regelmäßiges Training für die Kinder und Jugendlichen des Vereins an. In dem Bereich suchen wir auch immer neuen Nachwuchs“, sagt Hennig und hofft, dass sich immer mehr Jugendliche auch in seinem Verein für den Segelsport interessieren.

Während der Saison, die in Dranske Ende April wieder beginnt, nehmen die Wittower an kleinen Regatten in der Region teil. „Das hat auch etwas mit unserer Lage zu tun. Die An- und Abreise sind nicht immer ganz leicht, weil wir entweder oben oder unten um die Insel segeln müssen,“ beschreibt Hennig das Problem.

Die Lage sei auch einer der Gründe, aus dem es keine Sportsegler in Wittow gibt. Die langen Wege zu den Wettkämpfen seien nur mit großem Aufwand zu bewältigen. Stattdessen halten immer wieder Vereine aus anderen Sportarten ihre Trainingslager auf dem Gelände ab und finden dabei auch Zugang zum Segeln. Solche Aktionen, die Aufmerksamkeit auf seinen Verein lenken, freuen Hennig besonders, da er im Vorstand des WSV für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.

Während die Abläufe beim Aufslippen der Boote mit Routine ablaufen, blickt der neue erste Vorsitzende des Vereins, Jens Franetzki, auf eine gelungene erste Saison an der Spitze des Vereins zurück:

„Wir hatten wieder viel Spaß und eine schöne Saison. Auch heute klappt alles nach Plan.“ Franetzki hatte die Position zu Beginn des Jahres von Michael Heese übernommen, der den Verein zuvor 22 Jahre geführt hat. Damit war Heese, der bei der Wahl im Februar seine Position gemeinsam mit seinem Stellvertreter Udo Block aufgab, die entscheidende Persönlichkeit in der 26-jährigen Geschichte des WSV.

„Die Boote gehen ins Winterlager, aber wir sind mit den Planungen schon im kommenden Jahr,“ sagt Franetzkie, während er nebenbei einen Trailer auf die richtige Position dirigiert, auf dem mit der „Sunrise“ das größte Boot des Vereins die Wintermonate verbringt.

Niklas Kunkel

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