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Sport Rügen Patrick Lange gewinnt Strandräuber Ironman 70.3
Vorpommern Rügen Sport Rügen Patrick Lange gewinnt Strandräuber Ironman 70.3
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00:00 11.09.2017
Binz

Bis zum Wechsel auf die Laufstrecke war es ein Kopf-an-Kopf- Rennen, dann ließ Patrick Lange aus Bad Wildungen mit einer Zeit von 1:11 Stunden auf dem abschließenden Halbmarathon den Konkurrenten keine Chance mehr. „Ich bin nicht sicher, wie gut meine Beine sind. Ich hatte zum Anfang der Saison mit einer Verletzung zu kämpfen“, sagte der von Ex-Weltmeister Faris Al Sultan trainierte Lange.

Am Ende zeigte die Uhr beim vierten Strandräuber-Ironman in Binz 3:43:46 Stunden und damit fast exakt die Zeit, die von Experte Daniel Unger als Siegzeit vorausgesagt wurde. „Rügen rockt!“ waren die ersten Worte des entkräfteten Gewinners im Ziel. Die Stimmung und der Ablauf mit Schwimmen im Meer haben ihn an die Weltmeisterschaft auf Hawaii erinnert. Da möchte der 31-Jährige auch in diesem Jahr wieder voll angreifen.

Spannend machte das Rennen lange die Leistung von Nils Frommhold, der fast zeitgleich mit dem späteren Sieger nach 1,8 Kilometern Schwimmen aus dem Wasser stieg und auch auf den 90 Kilometern auf dem Rad nicht abreißen ließ. Auf der Laufstrecke hatte er dann jedoch gegen den starken Läufer Lange – er hält den Rekord für den schnellsten Marathon beim Ironman auf Hawaii – keine Chance und musste schnell abreißen lassen. Am Ende landete er nur auf dem elften Platz.

Deutlich besser unterwegs war Franz Loeschke, der auf der Laufstrecke Position um Position gut machte und sich mit einer Gesamtzeit von 3:49:48 (6:02 Minuten Rückstand auf Lange) den zweiten Platz holte. Dritter wurde der Pole Lukasz Kalaszczynski – auch bei ihm zeigte sich, dass in den Laufschuhen abgerechnet wird. Er überholte auf den letzten Kilometern Marcus Herbst und verhinderte so ein komplett deutsches Podium.

Bei den Frauen triumphierte Anja Beranek, die den Grundstein für ihren Sieg schon im Wasser legte. Die zwei Minuten Vorsprung beim Schwimmen ließ die 32-jährige Bambergerin bis ins Ziel nicht kleiner werden und verwies damit Daniela Sämmler und Sara Svensk (Schweden) auf die Plätze.

Neben den Profis bestand ein Großteil des aus 1500 Startern bestehenden Feldes aus den Hobby- Triathleten, die im Einzel und in der Staffel insbesondere einen Kampf gegen sich selbst führten. Mit dabei war auch der Sassnitzer Peter Heydemann, der jedoch spontan umplanen musste: „Bei einem befreundeten Team ist der Radfahrer ausgefallen. Da bin ich eingesprungen, damit die anderen mitmachen konnten.“

Statt des angestrebten Einzelstarts über die komplette Distanz, verausgabte sich Heydemann auf der 45 Kilometer langen Radstrecke über Bergen und Putbus. Danken werden ihm seine Sana-Teamkollegen Marten Assmussen und Philipp Marion, die so das Abenteuer Ironman erleben konnten. Traurig war Heydemann, der eigentlich Läufer ist, im Ziel nicht: „Die Strecke mit den Fans war super zu fahren.

Nächstes Jahr starte ich im Einzel und kann die anderen Abschnitte mitnehmen.“ Planen kann er dafür schon: Der fünfte Strandräuber startet am 9. September 2018.

Niklas Kunkel

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