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Sport Rügen Polo auf höchstem Niveau in Sellin
Vorpommern Rügen Sport Rügen Polo auf höchstem Niveau in Sellin
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00:01 29.09.2017
Steffen Lange (Team Prora Solitaire, li.) auf Milago und Johan Funk Gallardo (Team Ostseebad Sellin) auf Carino wetteifern ab Sonnabend vor der Selliner Seebrücke um die Championship 2017. Quelle: Foto: Uwe Driest
Sellin

Am Freitag, dem Tag bevor die vierbeinigen Hochleistungssportler und ihre Reiter das Spielfeld am Selliner Strand umpflügen, ziehen sie in einer Parade durch die Wilhelmstraße des Ostseebades. Ab 16 Uhr präsentieren sich die acht aus je zwei Reitern bestehenden Teams dort den Besuchern. Das „Prora Solitaire 8. Beach Polo Championship 2017“ ist der Beach Polo Saison-Abschluss an Deutschlands Küsten und findet vom morgigen Sonnabend bis Montag statt. Damit sich die Pferde, die ihr Publikum „mit Können, Schnelligkeit und spritzendem Ostseesand begeistern“, nicht überanstrengen, werden sie nach jeder „Chukka“ genannten Spielsequenz ausgewechselt. So führen die acht internationalen Polo-Teams insgesamt mehr als 60 argentinische Rassepferde mit.

Besucher können die rasanten Spiele vor der Kulisse der Seebrücke verfolgen. Anders als beim Rasen-Polo treten beim Beach-Polo nur zwei Spieler pro Mannschaft gegeneinander an. Damit wird das individuelle Können der Spieler noch wichtiger. Die Disziplin Beach-Polo sei für die Zuschauer besonders attraktiv, weil auch das Spielfeld mit einer Größe von etwa 100 mal 40 Metern kleiner sei als beim Rasen-Polo und so „eine wunderbare Sicht auf das Spielgeschehen erlaubt", weiß Veranstalter Thomas Strunck.

Die Idee zum Beach-Polo stammt ursprünglich von einem arabisch-stämmigen Geschäftsmann und einem Eventmanager, die Wettbewerbe in Miami und Dubai veranstalteten. In Deutschland griff Thomas Strunck diese Idee auf, die er neben Sellin auch in Timmendorfer Strand umsetzt. Andere Wettbewerbe wie in Berlin und auf Sylt hätten in diesem Jahr wegen kursierender Anämie, einer durch stechende Insekten auf die Pferde übertragenen Erkrankung an Blutarmut, abgesagt werden müssen, so Strunck. Damit sei Polo auf höchstem Niveau und in dieser Form nur in Sellin zu bestaunen, dessen Wettbewerb sich fest im Veranstaltungskalender des Deutschen Polo Sports etabliert habe.

Im Anschluss an die Parade am Freitag erleben Polo- und Pferdefans einige der argentinischen Polo-Ponies in Testspielen in der Polo-Arena am Strand.

Die acht Teams treten unter den jeweiligen Namen der Rügener Unternehmen an, die sie sponsern. „Das Ostseebad Sellin ist stolz darauf, mit heißer Action, spritzendem Sand und viel Prominenz, seit nunmehr acht Jahren Hot Spot der Polo-Szene zu sein“, sagt Kurdirektorin Adriana Zawisza, die die Spiele mit Titelsponsor Ulrich Busch für das Prora Solitaire sowie Moderatorin Bianca Karsten und Veranstalter Thomas Strunck am Sonnabend um 12 Uhr eröffnet. Im 75-Minuten-Takt werden danach die vier Begegnungen der ersten Runde angepfiffen. Der Abend endet mit einem „zünftigen Oktoberfest im Vip-Zelt“, das um 20 Uhr beginnt. „Dafür sind nur noch Rest-Karten erhältlich“, so Strunck.

Der Sonntag beginnt ab 13 Uhr mit zwei Partien des B-Cups, in dem die Verlierer des Vortags gegeneinander antreten. Ab 15.30 Uhr folgen dann die Partien des A-Cups und ab 19 Uhr lädt das „Prora Solitaire Hotel" zur „Players-Night“ nach Prora ein. Der Montag startet bereits ab 12 Uhr wieder zunächst mit den Begegnungen des B-Cups. Um 14.30 Uhr beginnt das Spiel um Platz drei und im Anschluss an das um 15.45 Uhr beginnende Finale findet die Siegerehrung mit der Übergabe des Sieger-Pokals und der Verabschiedung aller Teams statt. Der Besuch der Polo-Spiele ist an allen Tagen im öffentlichen Bereich kostenfrei. Besucher können alle Spiele von den Tribünen direkt am Spielfeldrand verfolgen. Weitere Informationen und Tickets für das Vip-Zelt hierfür gibt es auf der Homepage www.baltic-polo-events.

Einige Polo-Regeln

Crossing the line of the ball: Das Wegerecht hat der Spieler, der sich der Bewegungslinie des Balles am nächsten befindet. Wenn ein anderer Spieler diese gedachte Linie kreuzt, begeht er ein Foul.

Hook: Ein Spieler darf in den Schläger eines Gegenspielers mit seinem eigenen einhaken, um diesen beim Schlagen des Balles zu behindern.

Push: Mittels des eigenen Körpers oder dem des Pferdes darf ein Spieler von der Linie abgedrängt werden, ohne dabei den Ellenbogen einzusetzen.

Uwe Driest

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