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Probe für Sand- und Wasserschlacht am Strand

Sellin Probe für Sand- und Wasserschlacht am Strand

Beim ersten 1. Beach Fun Run stellen das Cliff Hotel und die Kurverwaltung Sellin auch ein Team / Drei Distanzen werden angeboten und 200 Teilnehmer erwartet

Sellin. „Wie jetzt durchs Wasser?“ Das hatte sich Peter Schwarz doch etwas anders vorgestellt. Ins schwarz-blaue Sportdress geworfen, schaut der Direktor des Cliff Hotels etwas skeptisch zum Strandufer an der Selliner Seebrücke. Dort ist ein flaches Gitter aufgebaut. Von der Sandbank aus der Ostsee aus laufend, sollen er und seine fünf Mitarbeiter durch das kühle Nasse robben. Er war doch mehr von einem lockeren Training ausgegangen, lächelt Peter Schwarz leicht gequält. Aber der Hotelchef ist für jeden Spaß zu haben. Und so geht es zusammen mit den fünf Cliff-Läufern an die Hindernisse: die Kletterwand überwinden, durch Radladerreifen krabbeln, die Metallleiter zur Seebrücke hinaufklettern.

Es ist ein Vorgeschmack auf das, was sich am 4. Juni zum 1. Beach Fun Run am Selliner Strand abspielen soll: eine Sand- und Wasserschlacht mit Abenteuerfaktor, bei der der Spaß im Vordergrund steht.

„Es ist ein Mix aus Hochleistung, Breitensport und Familienevent vor einer einmaligen Kulisse“, sagt Lars Bracker, der geistige Vater des Sportspektakels, der schon mal die ersten Hindernisse am Selliner Strand vorstellte. Veranstalter des Extrem-Hindernislaufes ist das Event Büro Kiel, das den „Fun Run“ bereits vier Mal in Kiel organisiert hat — zuletzt mit rund 800 Teilnehmern. Nun soll das Spektakel auch Rügen begeistern. Bei dem müssen die Teilnehmer etliche künstliche, aber auch natürliche Hindernisse am Strand und im Selliner Forst am Hochufer des Ostseebades überwinden.

„Alle 300 Meter wird ein Hindernis aufgebaut sein“, so Bracker. Was ist am anstrengendsten? „Generell die Laufstrecke im Sand ist kräftezehrend, aber auch der Teil im Wasser und die 20 prozentige Steigung auf einer Länge von 260 Metern zum Hochufer“, weiß Bracker.

Start ist an der Seebrücke, von dort geht es in Richtung Südstrand, dann hoch in den Wald, wo sich den Läufern umgestürzte Bäume, Baumwurzeln und das eine oder andere schmutzige Hindernis in den Weg stellen werden. Kurz vor Ende der vier Kilometer langen Strecke genießen die Sportler dann den Ausblick auf die Seebrücke, bevor sie die seitliche Abfahrt hinunter an den Strand laufen, dort über Leitern auf die Seebrücke klettern, die 87 Stufen der Himmelsleiter erklimmen und dann abermals die 20-prozentige steile Abfahrt zum Strand hinunterrennen. Zwei Stunden Zeit haben sie für den Rundkurs. Außerdem gibt es für Hartgesottene die Distanzen von acht und 16 Kilometern.

Mitmachen kann jeder ab 18 Jahren, ob als Einzelstarter oder als Mannschaft. Für Kinder soll nach dem offiziellen Wettkampf ein extra Parcours aufgestellt werden.

Die ersten Anmeldungen über das Internet gibt es bereits. „Und etliche Anfragen von Vereinen und Firmenteams aus Stralsund“, freut sich Bracker. Er rechnet zur Premiere mit 150 bis 200 Teilnehmern.

„Das ist realistisch, sollten es mehr sein, wäre es natürlich noch schöner.“ Diese Veranstaltung müsse sich erst aufbauen und soll langfristig etabliert werden. In den nächsten Jahren könnten dann bis zu 1000 Läufer an den Start gehen, denkt Bracker und hat dabei vor allem auswärtige Läufer im Blick. Aber auch Insulaner sind herzlich willkommen.

„Klar, dass wir auch ein Team stellen, wir freuen uns alle schon. Wir werden vielleicht auch einen Stand mit Getränken und nassen Schwämmen für die Sportler bereitstellen“, kündigt Hotelchef Peter Schwarz an. Die Herberge ist Kooperationspartner des Events. „Das ist eine tollte Veranstaltung für Sellin und die ganze Insel“, findet auch Marketingleiterin Viola Kaser.

Sellins Kurdirektorin Adriana Zawisza kann da nur zustimmen und verspricht: „Wir wollen auch ein Team der Kurverwaltung ins Rennen schicken.“ Und Bürgermeister Reinhard Liedtke verrät, dass noch ein spektakuläres Hindernis geplant ist. „Wir wollen versuchen, eine Rutsche von der Seebrücke in den Strandsand zu bauen.“

Von Gerit Herold

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