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Reiter messen sich in Groß Stubben

Poseritz Reiter messen sich in Groß Stubben

10. Hallenturnier des RFV Poseritz lockt 35 Reiter-Pferde-Paarungen nach Rügen

Poseritz. Bereits zum zehnten Mal veranstaltete der Reit- und Fahrverein Poseritz sein Hallenturnier für Jedermann. Eines der wenigen Reithallenturniere auf der Insel Rügen. „Wir haben zwar mehrere Reithallen auf Rügen, aber der Aufwand und die Auflagen für so ein Turnier werden immer größer – das wollen sich viele nicht mehr antun“, beschreibt Thomas Krimmling vom RFV Poseritz die Situation.

Für das Turnier in Groß Stubben hat er 15 freiwillige Helfer und acht Sponsoren finden können, damit der Ablauf gesichert ist. „Es fängt mit dem professionellen Vorbereiten der Halle an, und natürlich sollen die Sieger auch einen Preis erhalten“, erklärt Krimmling den finanziellen Aufwand. Gerade hier sieht er Verbesserungsbedarf, was die Unterstützung der Politik und Verbände

betrifft: „Natürlich müssen wir einen Rettungsdienst vor Ort haben, aber dafür geht ein kompletter Sponsor drauf. Früher wurde das noch zu einem großen Teil unterstützt.“

Beim Verband wurde hingegen bereits nachgebessert: Der Veranstalter muss sich nicht mehr um die Anmeldung beim Veterinäramt kümmern, sondern seine Veranstaltung nur noch dem Verband melden. Dieser kümmert sich um die weiteren Schritte. Ein Besuch des Veterinäramts auf den Turnieren geschieht nur noch nach dem Zufallsprinzip, treibt Veranstaltern wie Krimmling aber den Schweiß auf die Stirn:

„Die Kontrollen sollen die schwarzen Schafe aussortieren. Aber wenn ein Prüfer etwas finden will, findet er immer etwas – und dann wird es teuer für den Veranstalter.“ Durch die Anmeldung als Breitensportveranstaltung entfällt immerhin die Pflicht, einen Tierarzt während des gesamten Wettkampftages vorzuhalten – eine deutliche Erleichterung für den Ausrichter.

Für Krimmling aber nur ein Nebeneffekt, den Breitensport fördert er aus anderen Gründen. „Bei unserem Turnier dürfen sich alle anmelden, die reiten können. Dadurch sind auch die dabei, die sonst nicht die nötigen Lizenzen für ein offizielles Turnier haben. Die Neulinge müssen sich auch nicht gleich mit Profis messen.“

Erfolgreichste Reiterin bei dem Jedermann-Turnier war Corinna Hein aus Dersekow. Sie konnte in der Dressurprüfung, sowie in der Dressurreiterprüfung das Band für den ersten Platz ergattern. Im letzteren Wettbewerb wird dabei besonders auf das Verhalten des Reiters und seine Haltung geachtet. Bei der klassischen Dressurprüfung werden hingegen Reiter und Pferd beurteilt.

Für den ausrichtenden RFV Poseritz waren Hannah Zilian in der dritten Dressurprüfung und Martha Schubert im Führzügelwettbewerb erfolgreich. Insgesamt waren 13 Starter aus Poseritz am Start. „Das freut uns besonders, weil es zeigt, dass wir eine gute Arbeit im Verein machen. Heute waren die meisten in der Dressur am Start, aber es gibt auch Turniere, bei denen unsere Springreiter in der Überzahl sind“, sagt Krimmling.

Für den Reit- und Fahrverein mit angeschlossenen Ferienwohnungen sucht er auf lange Sicht einen Nachfolger, aber auch hier zeigt sich die schwindende Einsatzbereitschaft. „Häufig ist die erste Frage, was man verdient und wie viele Arbeitsstunden die Woche anfallen.“ Beides die falschen Fragen, wenn es nach dem 59-Jährigen geht: „Wie viele Stunden ich in der Woche arbeite, kann ich nicht so genau sagen. Vieles ist inzwischen einfach Routine, die man nebenher erledigt. Und reich wird man in dem Job auch nicht – es geht um die Leidenschaft für den Sport und die Pferde.“

Obwohl er bald 60 wird, will er das Turnier in jedem Fall erhalten, auch ohne einen Nachfolger: „Mir macht das viel Spaß und ich freue mich immer, wenn ich auch bei unseren Reitern die Fortschritte sehe. Da lohnt sich die Mühe im Vorfeld.“ Dann hofft er wieder auf die Unterstützung seiner Sponsoren, Helfer und auf den Wettergott, denn: „Obwohl wir in der Halle sind, macht es bei Sonne mehr Spaß.“

Niklas Kunkel

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