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Rügener BVB-Fans erschüttert von dem Anschlag auf ihr Team

Dranske Rügener BVB-Fans erschüttert von dem Anschlag auf ihr Team

Ein Dutzend „Inselborussen“ waren im Stadion, als sie die Nachricht erreichte

Dranske. Nach dem Bombenanschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund am Dienstag-Abend vor dem Champions-League-Spiel gegen den AS Monaco sind auch Rügener BVB-Fans erschüttert. Ein gutes Dutzend „Inselborussen“ hatte sich auf den Weg in den 700 Kilometer entfernten „Tempel“, wie sie das Stadion der westfälischen Stadt nennen, gemacht. Wir hatten uns frühzeitig auf der Süd-Tribüne getroffen, um mit Vertretern anderer Fan-Clubs über unser Sommerfest im Juni auf Rügen zu sprechen“, erzählt Jürgen Sander, Vorsitzender der „Inselborussen“. „Wir fahren fast regelmäßig zu den Spielen der Borussia und werden als Insulaner von den anderen Fan-Gruppen geradezu hofiert“, freut sich der schwarz-gelbe Rüganer.

Weil das Stadion mit WLAN versorgt sei, habe sie die Nachricht vom Bomben-Anschlag schnell erreicht, so der Dransker. „Dann machten zunächst wilde Gerüchte über die Folgen die Runde.“ Von Verletzungen bis hin zu einem abgerissenen Bein sei gar die Rede gewesen. Insgesamt aber hätten alle ausgesprochen besonnen und auch solidarisch reagiert. „Den Fans aus Monaco sind sogar Unterkünfte angeboten worden, als die Verlegung des Spiels auf den nächsten Tag bekannt wurde“, so Sander. Der ist zwar inzwischen Rentner, aber seine Begleiter mussten am nächsten Tag wieder zur Arbeit und konnten nicht einfach verlängern. So trat das Dutzend Insulaner schweren Herzens die Rückfahrt auf die Insel an.

Die langjährigen BVB-Unterstützer gründeten ihren Fan-Club vor drei Jahren. Mitglied im Rügener Verein sei mit Dietmar Ulrich sogar ein Urgestein der Dortmunder Fan-Szene geworden, berichtet Sander mit berechtigtem Stolz. Der habe sich zum Sommerfest am 9. und 10. Juni ebenso angesagt wie Ex-Borusse Jörg Heinrich. Der begann mit dem Fußballspielen bei der BSG Motor Rathenow und spielte

später mehrere Jahre für den BVB.

Das schwarz-gelbe Sommerfest soll neben einer Strandparty in Nonnevitz auch eine Fahrt mit der „Wappen von Breege“ nach Ralswiek beinhalten. Zuvor aber wollen sich Sander und seine Fans noch manches Mal „vor den Heimspielen gesellig in der Roten Erde auf Bier und Bratwurst treffen“. Das dürfte heute nur noch Eingeweihten etwas sagen.

Uwe Driest

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