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Shake-Hands vor und nach jedem Spiel

Prora Shake-Hands vor und nach jedem Spiel

Zum fünften Mal war Prora Austragungsort der Deutschen und Europäischen Soccer-Meisterschaften

Prora. Die Elite der Straßenfußballer kickte am Wochenende auf dem Gelände der Jugendherberge in Prora. Dort wurde das Bundesfinale der Sparkassen Fairplay Soccer Tour 2016 ausgetragen. „Im fünften Jahr hier auf Rügen haben wir alle Rekorde gebrochen“, freut sich Christiane Bernuth, Präsidentin der Deutschen Soccer Liga (DSL) über den stetig wachsenden Zuspruch im Straßenfußball. Die Zahlen sprechen für sich. „Während vor zwei Jahren noch 12000 Aktive dabei waren und im vergangenen Jahr 16000 Sportler, feiern wir in Prora neben unserem fünften Bundesfinale an diesem Standort auch die überwältigende Zahl von 20000 Teilnehmern bei den 42 Tourstationen vor dem Finale hier auf Rügen“, sagt die Präsidentin der DSL voller Begeisterung. Von dieser ließen sich auch die Fußballer anstecken.

„Fair miteinander umzugehen, das fängt schon zu Beginn eines jeden Spiels an. Kleine wirkungsvolle Gesten wie beispielsweise dasHändereichen vor und nach jedem Spiel sind wichtiger Bestandteil der Tour. In den Turnieren werden sowohl die sportlichsten als auch die fairsten Mannschaften ausgezeichnet“, kann die Präsidentin der DSL aus ihrer langjährigen Erfahrung berichten.

Im Duell „Drei gegen Drei“ spielten seit Anfang März mehrere Tausend Teams in vier Altersklassen die sportlich besten und fairsten Mannschaften aus, die sich beim Bundesfinale in Prora gegenüberstanden. In den zehn mal 15 Meter großen Soccer-Käfigen hieß es neben dem Tore schießen, so wenige Fairplay-Punkte wie möglich zu verlieren. Händeschütteln vor und nach dem Spiel, Fouls vermeiden oder selbst anzeigen sowie ein fairer und höflicher Umgang untereinander bei dem Spiel sind wichtige Regeln, die am Ende den Sieg bedeuten könnten. „Nach jedem Spiel gibt es eine Auswertung zwischen den Mannschaften“, berichtet DSL-Vizepräsident Andrè Bernuth.

Bevor die Teams gegeneinander gespielt haben, trafen die internationalen Mannschaften am Freitagvormittag vor den Spielen am Strand aufeinander, um zunächst in persönlichen Kontakt zu kommen. Dazu wurden aus den verschiedenen Teams Vorschläge für verschiedene „Kennenlernspiele“ aufgegriffen. Miteinander und Fairplay, also auch jenseits der eigentlichen Spiele. „Das sommerliche Wetter und der Ostseestrand verstärkten die gute Stimmung bei den Mannschaften und natürlich auch bei den Helfern“, so Bernuth. „Wir sind mit über 100 Ehrenamtlichen vor Ort“, freut sich der Vizepräsident. Unter ihnen sind auch 69 Flüchtlinge. „Das Thema Integration spielt beim Bundesfinale der Sparkassen Fairplay Soccer Tour eine wichtige Rolle. Wir wollen in Workshops dafür sensibilisieren, wie demokratisches Verhalten und konfliktfreie Kommunikation funktioniert und damit Fremdenfeindlichkeit abbauen“, sagt Martina Spindler vom Deutschen Olympischen Sportbund, die dieses Turnier mit unterstützen.

Die European Soccer Championship wurden in diesem Jahr bereits das zweite Mal ausgetragen. Frank Axel vom Ostdeutschen Sparkassenverband könnte sich sogar vorstellen, in den kommenden Jahren dieses Event noch weiter auszubauen. „Wir haben in Deutschland begonnen und tragen jetzt schon die Europameisterschaft der Straßenfußballer aus“, so der Leiter Abteilung Markt, der sich durchaus eine Weltmeisterschaft vorstellen kann. Die Tour hat in den vergangenen Jahren eine rasante Entwicklung genommen. Unter den 20000 Teilnehmern in diesem Jahr sind alleine 8000 Frauen und Mädchen. „Auch diese Zahl ist von Jahr zu Jahr gestiegen. Unser Ziel ist es, das Verhältnis auszugleichen“, so Präsidentin Christiane Bernuth.

„Nach dem am Freitag und Samstag den ganzen Tag fast pausenlos Fußball gespielt wurde, konnten die Kiddys mit ihren Betreuern und Eltern am Samstagabend eine beeindruckende Feier mit Lasershow und Lichteffekten erleben. Als besonderes Highlight sang aus der portugiesischen Damenmanschaft die 20-jährige Luciana Martins“, so DSL-Vizepräsident Andrè Bernuth, der sich zufrieden zeigte mit dem Bundesfinale und es nicht ausgeschlossen hat, dass im Jahr 2017 dieses wieder in Prora stattfindet.

Christian Niemann

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