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Sport Rügen Starkwind und Wellen zwangen die Schwimmer ins Hafenbecken
Vorpommern Rügen Sport Rügen Starkwind und Wellen zwangen die Schwimmer ins Hafenbecken
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00:05 25.08.2014

Es war ein Wettkampf voller Besonderheiten, Planänderungen und Überraschungen, den die OSTSEE-ZEITUNG am Samstag im Rahmen des 16. Internationalen Vilm-Schwimmens im Hafen von Lauterbach präsentierte. Zunächst sorgten aktuelle Temperaturmessungen im Hafenbecken dafür, dass das für 10 Uhr angesetzte Vilm-Schwimmen für Kinder abgesagt werden musste. „Um die Kinder in den Wettkampf über verschiedene Kurzstrecken schicken zu können, brauchen wir eine konstante Wassertemperatur von mindestens 18 Grad Celsius. Da heute aber nur 17 Grad gemessen wurden, können wir den Wettkampf leider nicht durchführen“, weiß Torsten Thiede, Organisationsleiter des Vilm-Schwimmens, den Schritt zu begründen. Die meisten Eltern arrangierten sich mit der Situation und bewerteten die Entscheidung der Organisatoren als richtig.

Wenig später sah sich Torsten Thiede mit den nächsten Schwierigkeiten konfrontiert. Einerseits schafften es die Boote nicht, den Startponton hinüber zur Insel Vilm zu schleppen. Viel zu stark war der Wellengang draußen auf dem Rügischen Bodden. Da andererseits auch die Wasserschutzpolizei Bedenken anmeldete, wollte Organisations-Chef Torsten Thiede auf Plan B zurückgreifen. Diese Variante, die bei den Vilm-Schwimmen der Neuzeit zum ersten Mal 2011 zum Einsatz kam, sieht einen Dreieckskurs vor, bei dem die Aktiven hinaus auf den Bodden zu einer festen Boje schwimmen, diese umrunden und dann zwei weitere mobile Bojen im Hafenbecken umschwimmen. Da aber der Wellengang jenseits des schützenden Hafenbeckens zu stark war, musste Plan C greifen — eine Variante des Schwimmwettkampfes, die es so eigentlich nicht gibt. „Wir wollen den Schwimmern, die teilweise weite Anreisen auf sich genommen haben, auf jeden Fall die Möglichkeit geben, das 16. Vilm-Schwimmen zu absolvieren“, gab sich Torsten Thiede am späten Samstagvormittag entschlossen. Kurzerhand wurde ein völlig neuer Kurs gelegt, der ausschließlich durch den Lauterbacher Hafen führte. 310 Schwimmer, darunter zwei Aktive aus Polen, gingen um 11 Uhr an den Start, um den rund 1,9 Kilometer langen Kurs zu absolvieren. Jeder Schwimmer musste die Runde zweimal machen, um auf die geforderte Gesamtstrecke zu kommen. Der Vorteil der völlig neu konzipierten Strecke war, dass die zahlreichen Zuschauer an den Kaikanten dieses Mal mittendrin statt nur dabei waren. „Wenn der Wettkampf drüben auf der Insel Vilm startet, sieht man zuerst gar nichts. Erst wenn die Schwimmer nach und nach im Hafen von Lauterbach eintrudeln und über die Eisentreppe an Land gehen, bekommen die Gäste etwas von dem sportlichen Trubel mit“, weiß Jörg Wienberg, Chef der DLRG-Ortsgruppe Bergen und Moderator des Vilm- Schwimmens, aus Erfahrung zu berichten.

Dass sich viele Schwimmer selbst am Samstag auch von der eher durchwachsenen Wettervorhersage nicht von ihrem Vorhaben abhalten lassen wollten, zeigt die Tatsache, dass sich bis zum Meldeschluss am Wettkampftag noch 75 Aktive für das Schwimmen registrieren ließen. Dass sich unter den 310 Aktiven des 16. Vilm-Schwimmens der Neuzeit am Samstag auch 43 Rüganer fanden, zeigt ganz deutlich, dass sich das Freiwasserschwimmen von der Insel Vilm zum Lauterbacher Hafen einer wachsenden Beliebtheit erfreut. Die zwei Schwimmer aus Polen sorgten dafür, dass die Bezeichnung „Internationales Vilm- Schwimmen“ auch weiterhin seine Berechtigung besitzt.

Ein Video sowie eine Bildergalerie zum Vilm-Schwimmen 2014 gibt‘s auf den Internetseiten der OSTSEE-ZEITUNG.

• www.ostsee-zeitung.de



Rico Nestmann

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