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Sport Rügen Storl und Schwanitz kamen am Binzer Strand ins Schwitzen
Vorpommern Rügen Sport Rügen Storl und Schwanitz kamen am Binzer Strand ins Schwitzen
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03:52 09.09.2013

Hunderte Zuschauer verfallen in ein rhythmisches Klatschen. Karsten Schneider, Bürgermeister des Ostseebades Binz, betritt den Ring der Kugelstoßer. Das Gemeindeoberhaupt hatte sich kurzfristig überreden lassen, bei der ersten Auflage des Strandkugelstoßens, das gestern in Binz unterhalb des Kurplatzes durchgeführt wurde, mitzumachen. Da Karsten Schneider früher viel Sport getrieben hat, wollte er nicht einfach so mitmachen, sondern stellte sich eine Weite von 12 Metern als persönliches Ziel. Als die Kugel gleich im ersten Versuch bei 13,04 Metern landete, war der Jubel beim Bürgermeister und bei den zahlreich erschienenen Zuschauern groß. Leider konnte Karsten Schneider wegen einer späteren Zerrung nur vier von sechs Versuchen durchführen und belegte mit einer Gesamtweite von 48,64 Metern den achten Platz im Gesamtklassement von acht Startern. Bei den Männern ging der Binzer Laufsportler René Uhlig als zweiter Lokalmatador an den Start. Am Ende belegte der Rüganer mit einer Gesamtweite von 65,16 Metern den siebten Rang. Dabei profitierte Uhlig vom Ausfall des Binzer Bürgermeisters, denn Karsten Schneider hätte sich ohne Verletzung sicher am aktiven Laufsportler vorbeigeschoben Dass im Starterfeld der Frauen mit der erst 13-jährigen Lena Köster vom 1. LAV Bergen auf Rügen ebenfalls eine Insulanerin mitmischte, erfreute auch Moderatorin Astrid Kumbernuss, die als Kugelstoßerin nicht nur Welt- und -Europameistertitel holte, sondern auch Olympiasiegerin wurde. Für Lena Köster, die seit Januar 2012 das Kugelstoßen trainiert, war der Wettkampf mit deutschen Leichtathletik-Größen eine besondere Erfahrung.

Für Glanz und Gloria sorgten gestern am Strand von Binz nicht nur David Storl (Weltmeister im Kugelstoßen der Jahre 2011 und 2013 sowie Vize-Olympiasieger von 2012) und Christina Schwanitz (Vize-Weltmeisterin von 2013), sondern auch Nadine Kleinert und Ralf Bartels. Beide Kugelstoß-Größen aus Deutschland beendeten in diesem Jahr ihre aktive Karriere als Spitzensportler. Schade dabei war, dass Ralf Bartels wegen einer Knieverletzung in Binz nicht an den Start gehen konnte. Dennoch sah er sich ständig von Autogrammjägern umringt. Angefeuert wurden die Teilnehmer gestern nicht nur von zahlreichen Zuschauern, sondern auch von der mehrfachen Diskus-Weltmeisterin Franka Dietzsch und der erfolgreichen Kanutin Carolin Leonhardt, der Freundin von David Storl.

Sonnenschein, weicher Sand und eine steife Brise. Das sind perfekte Wettkampfbedingungen für Leichtathleten am Ostseestrand. Weil es sich bei dem Turnier im Ostseebad Binz um eine Weltpremiere handelte, wurden dafür eigene Regeln aufgestellt: Es gab sechs Versuche pro Teilnehmer, alle Ergebnisse wurden zu einer Gesamtweite addiert. Sieger wurde jener Teilnehmer, der mit den gültig gewerteten Versuchen die größte Gesamtweite erreichte.

Bei den Frauen siegte wenig überraschend die Vize-Weltmeisterin 2013 von Moskau, Christina Schwanitz. Die Kugelstoßerin vom LV 90 Erzgebirge präsentierte sich gestern gut aufgelegt. Auch David Storl vom LAZ Chemnitz war bei den Männern auf Eins gesetzt, doch wegen eines ärgerlichen Fehlversuches verfehlte der amtierende Weltmeister das Podest nur knapp. Sieger wurde Junioren-Weltmeister Patrick Müller vom SC Neubrandenburg vor Max Bedewitz vom LV 90 Erzgebirge und Hendrik Müller vom LAZ Chemnitz.

Rico Nestmann

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