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Tag der offenen Tür bei Sho Bu Kan

Sassnitz Tag der offenen Tür bei Sho Bu Kan

Karateverein öffnet zum 20-jährigen Bestehen die Pforten seines Dojos in Sassnitz

Sassnitz. Die Tribüne ist fast bis zum letzten Platz gefüllt, aus den Boxen kommt laute Musik. Unter dem Klatschen der interessierten Zuschauer laufen über 30 Karateka von Sho Bu Kan Rügen in die Dwasiedenhalle in Sassnitz ein. Es zeigt, welch großen Andrang der Verein hat, obwohl es sich beim Karate um eine vermeintliche Randsportart handelt. „Insgesamt sind wir über 50 Aktive im Verein. Die vollen Ränge freuen uns natürlich heute besonders“, sagt Trainerin Manuela Lehnert.

Jedes Jahr veranstaltet der Verein einen Tag der offenen Tür. Zum 20-jährigen Jubiläum haben sich die Veranstalter aber noch einmal besonders viel Mühe gegeben. Bevor es richtig los geht, gibt es eine Erwärmung für alle, denn auch die Besucher sollen die Möglichkeit haben, einen direkten Einblick in die Herausforderung der Kampfsportart zu erhalten.

Der erste Programmpunkt ist den Kleinsten vorbehalten: Sie zeigen, wie sie im Training das richtige Verhalten lernen, wenn sie von Fremden auf der Straße angesprochen werden. „Halt! Lassen Sie das!“

ruft einer nach dem anderen mit kräftiger Stimme einem Freiwilligen entgegen.

„Beim Karate geht es um Selbstverteidigung. Der erste Schritt hierbei ist die Vermeidung eines Kampfes“, erklärt Lehnert den Zuschauern. Jetzt sind die Besucher wieder an der Reihe. Gemeinsam mit den Vereinsmitgliedern üben sie im so genannten Kihon erste Grundtechniken. Schon jetzt fällt auf, wie viel man beachten muss, um schon die einfachsten Schlagtechniken korrekt auszuführen.

Trotz einiger Probleme, den auf japanisch gesprochenen Anweisungen zu folgen, sind alle begeistert. Als nächstes zeigen drei Gruppen die Unterschiede zwischen den Techniken in den verschiedenen Leistungsklassen. Während die Kleinsten noch die Grundbewegungen durchführen, demonstrieren Tom Becker, Lucie Lippmann und Louise Lück Kombinationen aus Schlag- und Trittbewegungen. „Wir wollen damit zeigen, wie die Entwicklung aussieht, die bei uns im Training gelehrt wird“, sagt Lehnert zur Vorführung.

Zwischen den Darbietungen und Aktionen zum Mitmachen gibt es immer wieder unterhaltsame Unterbrechungen im Programm: In riesigen Sumo-Anzügen stehen sich zwei Männer gegenüber und versuchen, sich aus dem Ring zu bugsieren, auf einer Leinwand werden Bilder aus 20 Jahren Sho Bu Kan gezeigt.

„Wir wollten erreichen, dass alle Spaß haben, aber auch zeigen, worum es beim Karate geht“, beschreibt Lehnert das Programm. Das ist der Trainerin mit den Helfern des Vereins gelungen, denn am Abend verlassen die Zuschauer die Halle mit einem Lächeln und sind beeindruckt von der Sportart Karate. Niklas Kunkel

OZ

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