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Versöhnlicher Saisonausklang für Baabe

Baabe Versöhnlicher Saisonausklang für Baabe

Die Blau-Weißen gewinnen gegen den HFC Greifswald mit 3:2 und sichern den Vizemeistertitel

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Andreas Wieser konnte in der 86. Minute das entscheidende Tor für die Baaber erzielen.

Quelle: Jana Schulz

Baabe. Es läuft die 86. Minute als der flinke Marcel Gebhardt auf der rechten Abwehrseite des HFC durchbricht und in Richtung Grundlinie marschiert. Die folgende Hereingabe landet auf dem Fuß von Andreas Wieser, welcher das spielentscheidende 3:2 für die Blau-Weißen aus Baabe erzielt. Während die Mönchguter zum dritten und lautesten Male an diesem Sonntag jubeln, liegen die Greifswalder am Boden und sind dem Abstieg ganz nah.

Noch Stunden zuvor mobilisierten die Hengste ihre Fans, traten die Reise auf die Insel Rügen zusammen in einem großen Bus an und wollten im Idealfall mit einem Sieg den Klassenerhalt bejubeln.

Während die Baaber ihren zweiten Vizerang in Folge bereits sicher hatten, lagen die Hengste punktgleich mit Empor Sassnitz und dem FSV Garz im Tabellenkeller, wobei Garz vor dem letzten Spieltag aufgrund des schlechtesten Torverhältnisses den zweiten Abstiegsplatz inne hatte. „Mir ist klar, dass im letzten Spiel bei uns die letzte Konsequenz fehlen könnte, aber niemand von uns will diese grandiose Saison mit einem schlechten Spiel beenden“, gab Baabes scheidender Trainer Torsten Binz kurz vor dem Spiel seine Gedanken preis.

In der Anfangsphase tasteten sich beide Teams zunächst ab, wobei es die Baaber stets über ihre linke Angriffsseite versuchten, um ihren schnellen Torjäger Marcel Gebhardt in Szene zu setzen. Wirklich gefährlich wurde es dabei erst in Minute 13, als Gebhardt allen entwischte, seine scharfe Hereingabe jedoch unberührt durch den Hengstestrafraum zischte. Im direkten Gegenzug dribbelte sich der einsatzfreudige Matthias Ullmann vor bis in den Baaber Strafraum, doch er blieb am aufmerksamen Norman Kowalski hängen. Drei Minuten später zog er aus 25 Metern dann einfach mal ab und traf – dank gütiger Mithilfe von Nico Offermann – zum umjubelten Führungstreffer. „Obwohl Offi daraufhin viel Häme aus den eigenen Reihen kassierte, war der überraschende Rückstand dennoch ärgerlich“, berichtet Binz. Rene Hoffmann wollte es seinem Teamkollegen kurz darauf gleich tun, doch sein Distanzschuss wurde pariert. Die Baaber, welche eine Weile benötigten um den Rückstand zu verdauen, versuchten es stets mit langen Bällen auf ihre schnellen Flügelspieler.

In der 36. Minute sollte dieses Konzept dann aufgehen als Gebhardt sich nach Zuspiel von Eric Scheel im Zweikampf durchsetzte, vor Stephan Wodke cool blieb und zum 1:1 traf. In den folgenden Minuten wirkten die Greifswalder in ihren Aktionen etwas verunsichert, überstanden diese Phase aber schadlos. Nachdem Daniel Ewert in der 38. Minute einen Freistoß ans Außennetz schlenzte musste Kowalski vier Minuten später erneut Ullmann bremsen, ehe der Halbzeitpfiff vom souveränen Schiedsrichter-Urgestein Fred Klinkenberg ertönte. Nach Wiederbeginn erhöhten die Blau-Weißen sofort den Druck.

Infolge einer Freistoß-Variante kam Andre Rast zum Abschluss, doch ein Verteidiger der Hengste klärte im letzten Moment in der 51. Minute zur Ecke. Diese sorgte erneut für Gefahr als Andreas Wiesers Kopfball abgefälscht in Richtung Tor trudelte, doch Wodke lenkte die Kugel über den Querbalken.

Zehn Minuten später war er jedoch machtlos als Stefan Solle frei vor dem Tor zum 2:1 für Baabe einschoss. Die Hengste gaben sich aber noch lange nicht geschlagen und kamen vor allem über Standards zu Chancen. Ullmann, Mathias Geng und der eingewechselte Timo Jirjahn verpassten dabei allesamt den Ausgleich. Auf der anderen Seite vergab Gebhardt den dritten Baaber Treffer. Jirjahn sollte es zehn Minuten vor Schluss dann besser machen als er eine Flanke von der rechten Seite per Kopf zum 2:2 verwertete. In der Schlussphase mobilisierten beide Teams ihre letzten Kraftreserven, wobei das letzte Risiko gemieden wurde. Eine Einzelaktion durch Gebhardt leitete dann den Baaber Siegtreffer ein, welchen die Hengste trotz wütender Angriffe nicht mehr egalisieren konnten.

„Ich freue mich, dass die Jungs das Ding noch gezogen haben und wir die tolle Vorsaison nochmals getoppt haben“, berichtet Binz. Die Hengste dagegen sind trotz des Abrutschens auf den vorletzten Tabellenplatz (Garz spielte in Kandelin 1:1) mit einem blauen Auge davon gekommen und halten dennoch die Klasse.

„Wir sind der Punktbeste Vorletzte aller sechs Landesklassen und steigen nicht ab“, zeigte sich Hengste-Trainer Benjamin Groth nach Spielende erleichtert. Für beide Teams geht es nun erst mal in die Sommerpause.

Statistik

Blau-Weiß Baabe: Nico Offermann – Norman Kowalski, Kay Ribitzki (80. Paul-Christoph Hänsel), Eric Scheel – Stephan Lemke, Daniel Ewert, Kenneth Lipp – Marcel Gebhardt, Andre Rast (66.

Christian Handschug) – Stefan Solle (77. Nico Zimmermann), Andreas Wieser

HFC Greifswald: Stefan Wodke – Hendryk Czerwinski, Tobias Grzelka, Christian Schallehn, Rene Hoffmann, Brian Kriese, Lucas Tromm, Arvid Schmidt (64. Dave Kröger), Andy Zumkowski, Mathias Geng, Matthias Ullmann (61. Timo Jirjahn)

Tore: 0:1 Matthias Ullmann (16.), 1:1 Marcel Gebhardt (36.), 2:1 Stefan Solle (61.), 2:2 Timo Jirjahn (80.), 3:2 Andreas Wieser (86.)

Peter Scheibel

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