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VfL Bergen ist phasenweise die bessere Mannschaft

VfL Bergen ist phasenweise die bessere Mannschaft

Bergener Landesliga-Kicker versuchen mit einer couragierten Leistung beim FSV Kühlungsborn die letzten Spiele vergessen zu machen, doch es reicht am Ende nicht

Bergen/Kühlungsborn Mit dem letzten Aufgebot und wenig Hoffnung auf etwas Zählbares reisten die Landesliga-Kicker des VfL Bergen am Sonnabend zum Tabellenzweiten FSV Kühlungsborn. Eine Woche nach der 0:7-Heimklatsche gegen Spitzenreiter TSV Bützow musste erneut das Schlimmste befürchtet werden. Doch es kam ganz anders: Vor knapp 100 Zuschauern boten die Gäste dem Favoriten über weite Strecken auf Augenhöhe Paroli — doch am Ende stand eine 0:2 (0:0)-Niederlage, die unglücklicher nicht sein konnte.

OZ-Bild

Bergener Landesliga-Kicker versuchen mit einer couragierten Leistung beim FSV Kühlungsborn die letzten Spiele vergessen zu machen, doch es reicht am Ende nicht

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„Das ist einfach nur traurig“, war VfL-Trainer Martin Handschug nach den späten Gegentoren enttäuscht. Zunächst drückte FSV-Torjäger Rico Keil einen Ball, der nach einem Freistoß eine gefühlte Ewigkeit in der Luft war, aus Nahdistanz über die Linie (85.), zwei Minuten später versenkte Tony Levetzow das Leder nach einem Konter mit Hilfe des Innenpfostens zum 2:0. Damit hatten die Hausherren den Verlauf der zweiten Halbzeit komplett auf den Kopf gestellt.

Nach der Pause dominierte nämlich überraschend der VfL, der seine Chancen jedoch nicht nutzte. Jonas Thesenvitz verzog aus aussichtsreicher Position (62.) ebenso wie der starke Marc Klöckner nach einem tollen Solo (70.). Nur drei Minuten später scheiterte Klöckner erneut — diesmal an FSV-Keeper Robert Schwanitz. „Wir haben fast die komplette zweite Halbzeit dominiert, und dann fangen wir so ein Gurkending“, schüttelte Handschug angesichts des Kühlungsborner Führungstreffers den Kopf.

Der VfL-Coach hatte allerdings nicht übersehen, dass die Einheimischen dem 1:0 bereits vor dem Wechsel nahe waren. Schon nach 30 Sekunden musste Bergens Schlussmann Wojciech Zimecki gegen Robert Franke klären. In der Folge scheiterte Keil zweimal an Zimecki (28./52.), Franke verzog freistehend (29.). Auf der anderen Seite fand Felix Essner mit einem sehenswerten Kopfball seinen Meister in Schwanitz (5.).

Trotz der Möglichkeiten der Gastgeber boten die Insulaner in der vom jungen Regionalliga-Schiedsrichter Florian Lechner (24) ausgezeichnet geleiteten Begegnung schon vor der Pause eine solide Leistung in einer insgesamt nur mäßigen Landesliga-Partie. „Diesmal haben wir die Zweikämpfe gut angenommen und den Gegner mehr und mehr verunsichert“, befand Handschug und lag damit absolut richtig. Mit zunehmender Spieldauer agierten die Kühlungsborner — offenbar überrascht von der Gegenwehr der Bergener — fehlerhaft und fanden nach der Pause überhaupt nicht mehr zu ihrem Spiel.

Umso überraschender fielen die beiden Treffer zum 2:0-Erfolg — dem dritten FSV-Sieg im dritten Rückrundenspiel. Dass der glücklich war, wusste auch Jens Hillringhaus. „Solche gebrauchten Spiele gibt es eben. Die Kunst ist, sie trotzdem zu gewinnen“, zählten für den Kühlungsborner Coach letztlich nur die drei Punkte. Die hätte auch der VfL gern mal wieder. Am kommenden Sonnabend besteht eine gute Gelegenheit: Dann empfangen die Bergener den Tabellenelften RB Trinwillershagen und wollen drei Punkte erkämpfen.

Für den VfL Bergen spielten: Zimecki — Kircher, Mroz, Essner, Heyden, Thesenvitz, Takyi (79. Wollny), Hildesheim, Mielke, Klöckner, Vergils.

Tore: 1:0 Keil (85.), 2:0 Levetzow (87.).

Von Burkhard Ehlers

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