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Zweit- und Viertplatzierter liefern sich harten Fußballkampf

Zweit- und Viertplatzierter liefern sich harten Fußballkampf

Blau-Weiß Baabe verliert gegen den Greifswalder SV Puls zu Hause im Stadion am Mönchgraben mit 2:3

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Per Fallrückzieher wollte Marcel Gebhardt hier den Ausgleich für Baabe erzielen, aber der Ball landete knapp neben dem gegnerischen Tor.

Quelle: Christian Klitz

Baabe. Unverhoffte Siege gehören mit zu den schönsten. Dieses Gefühl durften die Kicker des Greifswalder SV Puls am vergangenen Samstag zurück mit nach Hause nehmen. Die Blau-Weißen aus Baabe dagegen waren nach über 90 intensiven Minuten enttäuscht und haderten vor allem mit den eigenen Fehlern.

„Tiefer, tieeefer, tieeeefer“ schallte es im Stadion am Mönchgraben. Wer seine Augen nicht gerade auf den Rasen der Jahnsportstätte gerichtet hatte, wär zumindest nicht sofort darauf gekommen, dass es sich um ein Fußballspiel zwischen dem Zweit- und Viertplatzierten der Landesklasse III handelte. „Die Greifswalder machten durch diese Rufe immer wieder auf ihre defensive Grundausrichtung aufmerksam und überließen uns von Anfang an das Spiel“, berichtet Baabes Trainer Torsten Binz.

Es dauerte bis zur 13. Minute ehe Kenneth Lipp den ersten Baaber Offensivakzent setzte, dabei jedoch deutlich verzog. Kurz darauf vergaben die Blau-Weißen in Person von Christian Handschug einen Hochkaräter, wofür sie auch prompt bestraft werden sollten. In der vom Wind beeinflussten Partie fielen die Gäste bis dato nur durch weit geschlagene Bälle auf und lauerten gleichzeitig auf Fehler der Hausherren. Dies sollte sich nach 23 Minuten auszahlen. Bei einem missglückten Rückpass ins Baaber Zentrum eroberten die Pulser problemlos den Ball und hatten wenig Mühe die ungeordnete Abwehr zum 1:0 zu überwinden. Auf der anderen Seite taten sich die Blau-Weißen schwer damit, das Abwehrbollwerk der Gäste zu durchbrechen. Als dies in der 33. Minute durch einen Pass von Lipp dann aussichtsreich gelang, führte ein technischer Fehler zum Torabstoß und die Chance verpuffte. Dies brachte Trainer Binz auf die Palme. „In solch einem Spiel bekommst du nicht so viele Möglichkeiten, zumal wir uns auch nicht gut und schnell genug bewegt haben“.

Kurz vor dem Pausentee kam es dann knüppeldick. Ein schnell ausgeführter Freistoß der hochstehenden Baaber Abwehr misslang, sodass viele das folgende Unheil kommen sahen. Puls fuhr einen blitzsauberen Konter, an dessen Ende der Ball vom Innenpfosten zum 2:0 ins Tor trudelte (42.). „Wir waren natürlich bedient, dennoch blieb uns genügend Zeit auch mit dem Wind im Rücken die Partie noch zu drehen“, zeigte sich Binz in der Halbzeit optimistisch. Kurz nach Wiederbeginn mussten die Hausherren zunächst jedoch in höchster Not klären. Ronny Rüting und Eric Scheel vereitelten gleich zwei Chancen der Gäste aus Greifswald, denen erneut krasse individuelle Fehler im Aufbauspiel vorausgegangen waren.

In der 53. Minute gab es für die Blau-Weißen endlich das ersehnte Erfolgserlebnis. Bei einer Flanke von Nico Zimmermann sprang Marcel Gebhardt zwischen Verteidiger und Torwart und überwand letzteren per Kopf zum 1:2. Es war bereits sein 12. Saisontreffer. Im weiteren Verlauf drängten die Mönchguter auf den Ausgleich, wobei der gegnerische Keeper trotz vieler Baaber Abschlüsse nur einmal ernsthaft — in der 72. Minute — eingreifen musste.

Als Ronny Rüting verletzungsbedingt ausgewechselt wurde, lief den Blau-Weißen zusätzlich so langsam die Zeit weg. In der 83. Minute besorgte Kay Ribitzki dann den überfälligen und verdienten Ausgleich, indem er die Kugel am langen Pfosten über die Linie drückte. Die Hausherren wollten gegen taumelnde Gäste nun mehr und hatten durch Andreas Wieser den Siegtreffer auf dem Fuß. Sein Schuss mit der Pieke aus dem Gewühl heraus landete noch abgefälscht knapp neben dem rechten Pfosten (90.).

Zwei Minuten später wurden die Gastgeber dann aber kalt erwischt als Greifswalds flinker Torjäger Georgiev allen entwischte und den bedauernswerten Matthias Manske im Baaber Tor zum 2:3 tunnelte. Bei diesem Spielstand blieb es, da Marcel Gebhardt nochmals allein vorm gegnerischen Keeper scheiterte.

„Klar ist das Ergebnis ein Schock, zumal wir uns so gut zurückgekämpft haben. Vielleicht hätten wir uns auch mit dem Unentschieden zufrieden geben sollen“, grübelte Binz nach der Partie. In einem Punkt waren sich jedoch alle Baaber einig:„Wir haben heute einfach zu viele Fehler gemacht“.

Aufstellung Baabe: M. Manske, D. Schröder, E. Scheel, K. Ribitzki, R. Rüting (77. P. Hänsel), K. Lipp, S. Lemke, N. Zimmermann (55. A. Wieser), M. Gebhardt, C.

Handschug, A. Rast

Von Peter Scheibel

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