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Rügen „Stadtknirpse“ kommen ins Schwitzen
Vorpommern Rügen „Stadtknirpse“ kommen ins Schwitzen
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00:00 23.05.2016

Die Kinder der Sternchengruppe schwitzen. Und das nicht, weil sie sich besonders angestrengt hätten oder es draußen so heiß wäre. Nein, die Kinder sitzen gerade in der Sauna ihrer Kindertagesstätte Stadtknirpse in Bergen. „Sauna ist so schön“, schwärmen die Sternchen. Und ihre Gruppenleiterin Annett Reichel ergänzt: „Gerade im Winter ist es toll, wenn die Kinder so richtig warm werden.“ Doch bevor die Kinder die kuscheligen 50 bis 60 Grad in der Sauna genießen können, müssen erst einmal alle raus aus den Klamotten, im Winter gleich aus mehreren Schichten. „Die Zeit dafür muss man natürlich einplanen“, sagt Annett. Und natürlich geht es für die Kinder nicht von null auf hundert – in diesem Falle Grad. „Wir führen die Kinder Schritt für Schritt an den Saunagang heran. In der ersten Zeit lenken wir sie durch Vorlesen oder kleine Spielzeuge ab von der ungewohnten Umgebung.“ Auch das Schwitzen selbst ist manchen Kindern erst einmal neu. Aber die meisten gewöhnen sich schnell an den regelmäßigen Saunagang in der Kita. „Wenn ein Kind partout nicht will oder es aus religiösen Gründen nicht darf, ist das natürlich auch in Ordnung“, sagt Franka Müller.

Ob die Einrichtung nun weniger Erkältungen zu verzeichnen hat als andere, weiß die stellvertretende Leiterin der Kita in Bergen-Süd nicht zu sagen. Aber sie ist sich sicher: „Wir tun damit auf jeden Fall etwas für das Immunsystem der Kinder.“ Und sowohl die als auch die Eltern finden die Sauna toll: „Für manche ist es sogar ein Grund, ihr Kind zu uns zu schicken“, freut sich Franka. Auch deshalb habe die Einrichtung in die Sauna investiert: „Es ist auf jeden Fall etwas ganz Besonderes, das wir anbieten können.“

Ebenso wie die familiäre Atmosphäre: Die Einrichtung ist zwar in einem großen Gebäude untergebracht, nutzt aber nur einen Flügel. So sind die Räumlichkeiten übersichtlich und gemütlich.

Nach dem Saunagang wird geduscht, das muss sein. „Das ist bei manchen Kindern nicht ganz so beliebt“, lächelt Erzieherin Annett. Sauber, frisch und duftend werden die Kinder dann nachmittags von ihren Eltern abgeholt. Auch die Zähne blitzen, denn seit März diesen Jahres sind die Stadtknirpse mit von der Partie bei „Kita mit Biss“. Das Projekt der Landesarbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege MV sieht nicht nur zweimal Zähneputzen am Tag vor. „Wir sensibilisieren die Kinder mit Zahnputzliedern und Spielen für die Pflege der Zähne und eine gesunde Ernährung. Dazu gehört auch der zuckerfreie Vormittag: „Es gibt statt Süßigkeiten Obst und Gemüse als Zwischenmahlzeit und ungesüßte Getränke wie Wasser und Tee“, erklärt Franka. „Das kommt bei den Kindern gut an – und ein bisschen stolz sind sie natürlich auch, wir haben nämlich eine Urkunde für unsere Teilnahme am Projekt bekommen.“

Gaia Born

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