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Rügen Steinwürfe auf den Pfarrer
Vorpommern Rügen Steinwürfe auf den Pfarrer
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00:00 10.11.2017
Bergen

Nach der Eroberung der Tempelburg Arkona und der Kapitulation des Rügener Adels vor dem dänisch-pommerschen Heer im Jahr 1168 wurde die Christianisierung der Insel systematisch vorangetrieben. Besonders tat sich dabei der Rügenfürst Jaromar hervor. Auf ihn ist auch der Bau des Bergener Klosters zurückzuführen, dessen Kirche St. Marien 1193 geweiht wurde.

Es lebten damals 20 Nonnen aus Roskilde hier, sie befolgten die Regeln des Zisterzienserordens. Nach der Reformationszeit wurde dem Kloster der Besitz entzogen und es in ein Damenstift umgewandelt.

Das geschah allerdings unter Protest der Nonnen, es wird von Steinwürfen gegen einen evangelischen Pfarrer berichtet. Das Leben im Damenstift war Damen adliger Herkunft vorbehalten. Nach einem Stadtbrand wurden die zwei heute noch vorhandenen ehemaligen Stiftsgebäude 1732 erbaut. In den napoleonischen Kriegen diente das Kloster 1807 als Lazarett, in der Folge gab es kleinere Baumaßnahmen, 1899 wurde der Kirchplatz „elektrisch erleuchtet“. Auch eine Schule im Kloster für Kinder ärmerer Familien wurde errichtet, das Julienstift. Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs fand das Klosterleben ein abruptes Ende. Sowjetische Soldaten räumten das Kloster, vernichteten große Teile des Archivs und bauten Schießscharten in die Klostermauer. Später fanden Kriegsflüchtlinge in den Räumen Unterkunft.

1991 begann die Planung für umfangreiche Sanierung des Klosterhof-Komplexes, im Mai 2005 konnte das Ensemble mit Stiftshäusern, Grünanlagen und ehemaligen Stallungen der Öffentlichkeit übergeben werden. Heute finden Besucher nicht nur das Stadtmuseum Bergen sondern auch Kunsthandwerkerbetriebe und eine Schauwerkstatt auf dem Gelände.

OZ

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