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Rügen Strafanzeige wegen Schwanenjagd auf Rügen
Vorpommern Rügen Strafanzeige wegen Schwanenjagd auf Rügen
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05:25 03.05.2016
In schwanenweißer Jacke gekleidet holte dieser Jagdpächter bei Zudar auf Rügen 35 Schwäne vom Himmel. (Archivfoto) Quelle: privat
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Zudar

Die Tierschutzorganisation PETA hat gegen den Jäger, der auf der Insel Rügen 35 Hockerschwäne abgeschossen hat, und gegen die Verantwortlichen der Jagdbehörde Strafanzeige bei der Stralsunder Staatsanwaltschaft erstattet. „Das Abschuss ist bereits der zweite Fall innerhalb weniger Monate in Mecklenburg-Vorpommern, bei dem Schwäne massenweise getötet wurden“, sagt Vanessa Reithinger, Fachreferentin für Wildtiere bei PETA.

Der Höckerschwan unterliege zwar dem Jagdrecht, gehöre laut Bundesnaturschutzgesetz jedoch zu den besonders geschützten Vogelarten. „Diese anmutigen Tiere zum Abschuss freizugeben, ist unabhängig jeglicher Schonzeiten aus Sicht des Tier- und Naturschutzes nicht tragbar.“

Ein Jäger erschoss Ende Februar auf einem Feld bei dem Ort Groß Schoritz und der Halbinsel Zudar auf Rügen innerhalb weniger Stunden 35 Höckerschwäne. Laut PETA dürften die Tiere gejadt werden, sie waren aber bereits durch die Schonzeit geschützt. Offenbar erteilte die Jagdbehörde des Landkreises auf Verlangen der ansässigen Agrargesellschaft zuvor eine Ausnahmegenehmigung für die Jagd auf Schwäne, um übermäßigen Wildschaden durch die Vögel zu verhindern. Für eine derartige Massentötung erschließt sich kein vernünftiger Grund im Sinne des Tierschutzgesetzes – die Tiere hätten stattdessen auch mit tierfreundlichen Maßnahmen verscheucht werden können, sagt PETA. Sie hat Strafanzeige wegen des Verdachts des Verstoßes gegen Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes gestellt. 

Bereits im Dezember 2015 töteten Jäger in Klausdorf bei Stralsund 50 Höckerschwäne. PETA erstattete Strafanzeige – es wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, das derzeit noch andauert.

Von Schroeder, Kerstin

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