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Rügen Streit um Hiddenseer Grundstücke geht vor Gericht weiter
Vorpommern Rügen Streit um Hiddenseer Grundstücke geht vor Gericht weiter
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04:04 23.04.2013

Der Streit zwischen sieben Hauseigentümern in Neuendorf und der Stadt Stralsund ist nicht ausgestanden. Bei einer Berufungsverhandlung vorm Landgericht ging es gestern um sieben Verfahren, in denen Stralsund Hiddenseer auf Zahlung von Pacht und Entschädigung verklagt hatte. Am 5. Juni verkünden die Richter ihr Urteil, ob einer der Hauseigentümer auf fünf Jahre einen Pachtvertrag erneuern kann. Überwiegend sollen aber Vergleiche geschlossen werden.

Gestern ging es den Neuendorfern vor allem darum, sich auf die Grundlagen einer Nutzung von Flächen zu verständigen, die an ihre Häuser grenzen. Die Neuendorfer sind Eigentümer der Häuser und der Grundstücke, auf denen diese stehen. Die angrenzenden Flächen gehören Stralsund. Das war kein Problem, solange die Gemeinde diese Flächen für Stralsund verwaltete. 2009 übernahm das die Hansestadt aber und die Pacht stieg deutlich.

Die Stadt beruft sich darauf, dass 1993 durch die Gemeinde 79 Verträge erneuert wurden und sich die Pacht erhöhte. Sie fordert zudem von Hauseigentümern, mit denen keine Pachtverträge bestanden, Entschädigung für die Nutzung von fremdem Grund und Boden. Dagegen haben Neuendorfer geklagt. Das Amtsgericht Bergen gab der Stadt recht.

Vor der Berufungskammer stritten die Parteien, ob und inwieweit Flächen genutzt werden und welcher Wert je Quadratmeter zu Grunde zu legen ist. Die Pachtverträge helfen aus Sicht der Richter kaum weiter, da sie keine Angaben zur tatsächlich genutzten Fläche enthalten. Freilich liegt es im Interesse Stralsunds, von einer großen Nutzfläche auszugehen und dafür einen relativ hohen Preis anzusetzen. So machten die Stralsunder Vertreter geltend, dass der Bodenrichtwert für Neuendorf seit 1992 bei 100 Euro je Quadratmeter liegt. Das hielten die Richter jedoch für unbeachtlich.

Beim umstrittenen Grund handele es sich meist um kleinteilige und unverkäufliche Flächen. Daher könne nicht der allgemeine Verkehrswert zugrunde gelegt werden, vielmehr sei „lebensnah von einer Mischkalkulation“ und einem Preisabschlag auszugehen.

K. Rogalska

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