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Rügen Strenge Regeln für letzten Schultag
Vorpommern Rügen Strenge Regeln für letzten Schultag
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00:00 20.04.2016

Ohne große Zwischenfälle haben die diesjährigen Rügener Abiturienten vorgestern an ihrem letzten „regulären“ Schultag das Ende ihrer Schulzeit gefeiert. Nachdem in den zurückliegenden Jahren immer wieder Schüler aus den Abschlussklassen an diesem Tag über die Stränge geschlagen waren, sei es diesmal „zivilisiert gelaufen“, wie Schulleiter Christoph Racky bestätigt. Zumindest im Umfeld des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums. „Was davor und danach passiert, darauf haben wir ja in der Regel wenig Einfluss“, so Racky. Bei ihm landete diesmal nur eine Beschwerde von Anwohnern, weil die Jugendlichen auf ihrem Weg zur Schule Konfetti und Papierschnipsel auf die Straße und in Vorgärten geworfen hatten. An der Schule war man vorbereitet: Der Hausmeister und die Ordnungsgruppe beseitigten die Hinterlassenschaften der Schulabgänger, „soweit das bei Konfetti eben geht“, ergänzt der Schulleiter.

Wir hatten angekündigt, bei Fehlver- halten Platz- verweise aus- zusprechen.“Christoph Racky, Schulleiter EMA

Gemeinsam mit der Schulkonferenz hatte er zuvor ein hartes Durchgreifen angekündigt, sollten es die Abiturienten mit den Späßen wie in den Vorjahren zu weit treiben. Das Verhalten einiger Pennäler habe da zeitweise an Rowdytum gegrenzt, berichteten Mitschüler aus den unteren Klassenstufen. Nicht wenige seien schon morgens angetrunken auf dem Schulhof erschienen. In Abstimmung mit der Schulkonferenz hatte die Schulleitung deshalb im Vorfeld deutlich gemacht, dass bei solchem Fehlverhalten diesmal Platzverweise ausgesprochen würden. Wer die ignoriere, werde wegen Hausfriedensbruch angezeigt.

Kein Alkohol, keine Sachbeschädigung — eine berechtigte Ansage, findet Johanna Thiede (18). Auch wenn einige Drohungen etwas hart gewirkt hätten: „Wir haben gezeigt, dass es auch ohne große Zerstörungen ein geiler letzter Schultag werden kann.“

Anderen, wie Tim Arndtmann, waren die Vorgaben zu streng. „Vor allem, weil dadurch recht viel Stimmung verloren ging, sowohl unter den Abiturienten, als auch in den restlichen Klassenstufen“, sagt der 17-Jährige. „Das Schulgebäude für uns komplett unzugänglich zu machen, war übertrieben.“ Das hält auch Jonas Grampp (18) für zu weit gegriffen. „Die unteren Klassenstufen haben dieses Jahr dadurch leider echt sehr wenig von dem ganzen Geschehen des letzten Schultages mitbekommen.“ Dabei hätten auch die Jüngeren immer ihren Spaß am letzten Schultag gehabt: „Wenn die Abiturienten mitten im Unterricht spontan in die Klassen kamen, war immer was los.“

Paul Mielke hat das Bonbon- und Konfettiwerfen und das Gewusel auf den Fluren gefehlt. „Als kleiner Schüler hat man sich davon immer bespaßen lassen und sich super darauf gefreut, wenn man auch einmal so alt sein würde und das auch endlich machen dürfte.“ Daraus sei nun leider nichts geworden. „Die Verbote waren einfach ein wenig zu streng gehalten, immerhin ist nicht jeder Jahrgang gleich“, meint der 18-Jährige.

„Im ersten Moment habe ich mich über die ganzen Verbote ziemlich aufgeregt“, sagt auch Danny Wagner (18) und erzählt von den Regeln, die die Abi-Teams den Schulabgängern für diesen Tag mit auf den Weg gaben. Diese seien größtenteils auch akzeptiert und eingehalten worden. „Alles in allem denke ich, hatten wir vorgestern den besten letzten Schultag seit Jahren.“

Ab morgen Prüfungen

110 Schüler der 12. Klassen sind in diesem Jahr am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium zum Abitur zugelassen. Die erste schriftliche Prüfung wird morgen absolviert — im Fach Deutsch. Am Freitag folgt dann „Geschichte und politische Bildung“. Weitere schriftliche Prüfungen finden bis zum 24. Mai statt, die mündlichen beginnen am 9. Juni.

Die Abi-Zeugnisse bekommen die jungen Rüganer am 8. Juli.

Von Josephine Böhme und Maik Trettin

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