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Rügen Teilhabe am Leben für 220 Rüganer mit Handicap
Vorpommern Rügen Teilhabe am Leben für 220 Rüganer mit Handicap
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07:22 09.06.2016
Marcel-Christian Lange (l.) arbeitet in der Tischlerei der Werkstätten in Bergen. Bei einem Rundgang mit Werkstattleiter Sören Baumeister (Mitte) bekommt auch Langes Opa Karl-Heinz Roschild Gelegenheit für einen Blick hinter die Kulissen, hier in der Halle für Druckerzeugnisse. Quelle: Anne Ziebarth
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Bergen

Am Mittwoch feierte die Werkstatt für behinderte Menschen in Bergen auf Rügen ihr traditionelles Sommerfest. Viele Besucher kamen nicht nur, um sich bei Kaffee und Kuchen zu stärken, sondern auch, um einem Blick hinter die Kulissen zu werfen.

Die Einrichtung des DRK Kreisverbandes Rügen-Stralsund, in der 220 überwiegend geistig behinderte Menschen in mehreren Arbeitsbereichen ganz unterschiedliche Waren produzieren, besteht seit neunzehn Jahren am Tilzower Weg in Bergen und ist längst ein bekannter Name für gelungenes Engagement und gute Qualität geworden. „Wir haben hier viele Arbeitsbereiche, unter anderem die Tischlerei, die Näherei oder Metallwerkstatt“, erklärt Werkstattleiter Sören Baumeister (44). „Außerdem arbeiten die Mitarbeiter zum Beispiel auch im Garten- und Landschaftsbau oder der Montage. 25 Mitarbeiter sind auch an Arbeitsstellen außerhalb unserer Werkstätten beschäftigt.“

Die Produkte, die in den Rügener Werkstätten gefertigt werden, sind dementsprechend vielfältig: Die Produktpalette reicht von der kleinen Stoff-Eule bis zum individuell gefertigten Strandkorb. „Die Strandkörbe sind ein gutes Beispiel für die übergreifende Arbeit im Haus“, erklärt Baumeister. „Die Holzkonstruktion entsteht in unserer Tischlerei, an den bedruckten Stoffen sind Mitarbeiter der Näherei und des Textildrucks beteiligt.“ Ein wichtiges Element der Fertigung seien die vielen kleinen Schritte in der Produktion. „Wir können keine hochkomplexen Aufgaben mit vielen Arbeitsschritten von unseren Mitarbeitern verlangen, also sehen wir zu, dass jeder Mensch hier seinen kleinen aber wichtigen Arbeitsschritt bekommt, den er beherrscht und mit dem er sich wohlfühlt“, so Baumeister.

Anne Friederike Ziebarth

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