Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Rügen Teilnehmerrekord im Selliner Sand
Vorpommern Rügen Teilnehmerrekord im Selliner Sand
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 27.07.2018
108 Männer und Frauen spielten an der Seebrücke in Sellin auf zwölf Feldern um den Titel. FOTOS (2): TONY OELSCH
Sellin

Das 21. Selliner Beachvolleyball-Turnier hatte für die 108 Spieler jede Menge Spaß am Strand neben der Seebrücke zu bieten. Auf zwölf Feldern wurde bei bestem Wetter von morgens bis abends Beachvolleyball gespielt. Möglich machte das Tony Oelsch mit seinem Organisationsteam.

Der 33-jährige Zollbeamte aus Stralsund beschreibt in diesem Text rückblickend die Wirren eines großen Turniers und dass dabei selbst die sorgfältigste Planung nicht alle Probleme abdeckt:

Alles begann im Winter des vergangenen Jahres. Die ersten Absprachen zur Planung des Selliner Turniers 2018 hatten Fahrt aufgenommen. Die örtliche Kurverwaltung als Veranstalter, die Seebrücke Sellin und ich tüftelten über Verbesserungen, Highlights und Abläufe zum geplanten Event. Der Plan stand nach wenigen Stunden und wir verabredeten uns zum nächsten Organisations-Termin im Frühjahr.

Schon beim zweiten Treffen war das Turnier mit jeweils 20 Startplätzen bei Damen, Herren und Mixed bereits zur Hälfte ausgebucht. Mit Online-Werbung über Social Media und auf der Internetseite der Kurverwaltung gingen wir davon aus, dass auch die restlichen Plätze schnell weggehen würden.

Bisher war alles nur der Auftakt und klassische Routine. Eine Woche vor dem Turnierbeginn startete die heiße Phase. Probleme, an denen man nichts ändern konnte, hielten uns wach: Werden die T-Shirts geliefert? Sind die Pokale richtig bestellt? Dazu all die Kleinigkeiten wie Klemmbretter, Kugelschreiber und Urkunden.

Immerhin beruhigte mich, dass wir genug Nachrücker für den Fall hatten, dass eines der 24 Herren-, zehn Damen- oder 20 Mixed- Teams nicht anreiste. Dabei fiel mir auf, dass 108 Spieler einen neuen Teilnehmerrekord bedeuteten.

Einen Tag vor dem Turnier ging es endlich los. Um 11 Uhr wurden die Autos mit Material und Helfern beladen und es ging an den Strand von Sellin. Wir planten großzügig sechs Stunden für das Aufbauen der Netze ein und freuten uns schon darauf, nach der Arbeit auf das Turnier anzustoßen – der Plan ging natürlich nicht auf. Am späten Nachmittag war der Strand noch voll mit Urlaubern und wir hatten erst die Hälfte der Netze aufgebaut. Erst um 21 Uhr stand der komplette Aufbau und wir belohnten uns mit Pizza und Kaltgetränken. Um 1 Uhr ließ ich meine drei Helfer allein – sie mussten über Nacht auf die Netze aufpassen.

Am Turniertag starteten wir um 5.30 Uhr. Schon zu so früher Stunde ließ sich absehen, dass die Bedingungen perfekt werden sollten. Ein letztes Mal durchatmen, bevor die Spieler kamen und die stressige Phase begann. Nach der Begrüßung pfiffen wir gegen 10 Uhr die Vorrunden an – alles lief nach Plan.

Nach knappen Spielen und langen Ballwechseln gingen wir mit über einer Stunde Verzögerung in die Platzierungsspiele. Die ersten Spieler wurden ungeduldig und fragten am Orga-Zelt, wann es denn endlich weiterginge. Wir gerieten weiter in Zeitnot. Während wir die Tabellen ausrechneten und nebenbei vermisste Duos zu ihren Feldern beorderten, brachte mich die Frage nach einer Ballpumpe aus dem Konzept und ich musste von vorn anfangen zu rechnen.

Durch die Zeitverschiebung in der Vorrunde versuchten wir die Felder zu besetzen. Immer wieder standen Felder leer, auf denen schon längst hätte gespielt werden sollen. Nach einer kurzen Entschuldigung der Turnierleitung für die Verspätung wurden die neue Paarungen ausgerufen und es ging weiter.

Das letzte Spiel war beendet, als die Sonne schon hinter der Steilküste verschwunden war. Das Finale konnte ich kaum in Ruhe genießen, weil noch zu viel zu tun war. Schnell wurden die Pokale aufgestellt und die Urkunden ausgedruckt, damit die Kurdirektorin Adriana Zawisza die Siegerehrung vornehmen konnte.

Trotz des ganzen Stresses und dem Durcheinander war alles gut gelaufen. Den Zuschauern wurden packende und hochkarätige Spiele geboten und auch die Spieler waren begeistert von der Veranstaltung.

Viele haben sich direkt für die 22. Auflage des Turniers an der Seebrücke angemeldet. Das gab uns noch einmal Schwung für die Nachbereitung.

Mit vereinten Kräften wurden die Felder abgebaut und alles in die Autos verladen. An das Auspacken der Materialien mochte ich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht denken und setzte mich erstmal mit meinem Team beim Italiener auf die Terrasse. Wir stießen auf einen erfolgreichen Tag an.

Bevor die Planungen für den Selliner Cup 2019 im Herbst beginnen, steht noch der 21. Oststrandpokal in Thiessow an (Sa., 9.30 Uhr). Bei dem Turnier duellieren sich allerdings nur zehn Mixed-Teams – die Organisation und der Ablauf haltenm sich dabei in Grenzen.

Ergebnisse

Damen

1. Julia Holz und Lischa Landt (Bremen), 2. Anja Dankert und Daniela Giesder (Rügen), 3. Rica Göppert und Anett Beuke (Rügen).

Mixed

1. Josi und Andreas Gehrke (Binz/Sellin), 2.Anja Kempe und Jan Witt (Rostock), 3. Anne Köster und Norbert Schmidt (Bergen).

Herren

1. Robert Eckelt und Toni Fleck (Schwerin/Neustrelitz), 2. Rainer Müller und Tilo Einsiedel (Zeigerheim/Dresden), 3. Robert Müller und Moritz Doux Buton (Göhren/Bergen).

Tony Oelsch und Niklas Kunkel

Amt für das Biosphärenreservat Südost-Rügen stellt neuen Managementplan vor und bittet Nutzer und Schützer um Hinweise

27.07.2018

Sechs Wehren der Insel waren im Einsatz, um die zehn Hektar große Fläche zu löschen

27.07.2018

Zum 13. Geburtstag lockt das Kreidemuseum in Gummanz morgen mit einem buntem Programm

27.07.2018