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Buntes Protest-Fest für den Erhalt des Theaters geplant

Stralsund Buntes Protest-Fest für den Erhalt des Theaters geplant

Am Wochenende ist in Stralsund ein buntes Protest-Fest gegen den von der Landesregierung beabsichtigten Kahlschlag in der vorpommerschen Theaterlandschaft geplant.

Stralsund. Am Wochenende ist in Stralsund ein buntes Protest-Fest gegen den von der Landesregierung beabsichtigten Kahlschlag in der vorpommerschen Theaterlandschaft geplant. Grund ist die von Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) anvisierte Fusion des Theaters Vorpommern mit der Theater und Orchester GmbH in Neubrandenburg und Neustrelitz. Damit sollen an den beiden Bühnen 65 Stellen eingespart werden, ursprünglich war die Streichung von 102 Arbeitsplätzen vorgesehen. Dennoch würde die von Minister Brodkorb angestrebte Fusion nach Ansicht der Organisatoren der Protestaktion besonders für Stralsund einen großen Kulturverlust bedeuten. Nach den Plänen der Landesregierung in Schwerin bliebe hier lediglich die Sparte Musiktheater erhalten. Damit würde einem entsprechenden Eckwertepapier zufolge am Sund nur noch ein Rumpforchester mit 38 Musikern angestellt sein. In dem Papier sind die Bedingungen festgeschrieben, die die theatertragenden Kommunen erfüllen müssen, damit sich das Land als Gesellschafter an den Bühnen beteiligt und zugleich mehr Zuschüsse für die Kulturbetriebe zur Verfügung stellt. Ulrike Berger, Kulturexpertin der Grünen im Schweriner Landtag, spricht in diesem Zusammenhang von Erpressung. Sie wird am Sonnabend auch an der Protestveranstaltung in Stralsund teilnehmen. „Wenn sich Menschen und Theaterleute in der Stadt nicht mehr begegnen können, weil Schauspieler und Musiker nur noch auf der Autobahn zwischen Stralsund, Greifswald, Neubrandenburg und Neustrelitz unterwegs sind, gibt‘s beispielsweise keine gemeinsamen Schulprojekte mehr. Dieser Aspekt spielt für Brodkorb offenbar keine Rolle.“ Das Protest-Fest, das um 11 Uhr auf dem Olof-Palme-Platz beginnt, wird von engagierten Stralsundern um die Ärztin Inkeri Beland organisiert. „Wir befürchten einen Verlust unserer Theater-Autonomie sowie Rückschritte in Quantität und Qualität des Theaterangebotes“, sagt Beland.

 



Benjamin Fischer

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