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Theater Vorpommern Figurentheater Schnuppe startet nach Brand neu durch
Vorpommern Rügen Theater Vorpommern Figurentheater Schnuppe startet nach Brand neu durch
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06:18 03.05.2016
Birgit Schuster und Figuren ihres Stücks „Oh, wie schön ist Panama“. Quelle: Anne Ziebarth
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Teschvitz

Bei einem Brand in Teschvitz (Landkreis Vorpommern-Rügen) im vergangenen November wurde das Figurentheater Schnuppe von Birgit Schuster ein Raub der Flammen. 19 Stücke mit insgesamt 140 Figuren verbrannten - die 49-jährige Puppenspielerin stand vor einem Trümmerhaufen.

Dank der überwältigenden Hilfsbereitschaft von Freunden und Fans des Figurentheaters konnte Schuster sich im Winter an den Wiederaufbau vieler Stücke setzen. „Ein Stück über Medienkompetenz habe ich bereits fertig. Dazu die ,Raupe Nimmersatt’ und jetzt ,Oh, wie schön ist Panama’", berichtet sie.

Obwohl sie versucht, sich an den zu Originalen zu orientieren, sehen alle Puppen in der Neufassung etwas anders aus. „Mal ist das Gesicht schmaler, mal der Ausdruck der Augen etwas frecher“, so Schuster. „Ich habe dabei gemerkt, wie sehr mir die Charaktere über die Jahre ans Herz gewachsen sind. Bei manchen Puppen dauert es etwas länger, bis man die ,neue’ akzeptiert hat.“ Die beiden neuen Hauptdarsteller von „Oh, wie schön ist Panama“ hat sie jedenfalls bereits ins Herz geschlossen, obwohl der Tiger „ein wenig spitzere Ohren hat als sein Vorgänger“, wie Schuster augenzwinkernd sagt.

Ob auch das Publikum „Tiger und Bär“ liebt, wird sich am Donnerstag bei der kostenfreien Premiere des Stückes in Saalkow zeigen. „Ich möchte mit dieser Vorstellung Danke sagen“ so Schuster, „für all die Unterstützung und den Zuspruch in den vergangenen Monaten.“ Nicht nur vom Binzer Wohltätigkeitsball habe sie profitiert, auch Kindergärten und Einzelpersonen hätten gespendet.

Viele Menschen seien auf sie zugekommen und hätten ihr erzählt, wie viel ihnen die Stücke des Figurentheaters bedeuten. „Das war mir gar nicht so bewusst“, sagt Schuster. Sie denkt kurz nach. „Eigentlich bin ich gestärkt aus diesem Unglück gegangen. Ich habe emotional viel mehr gewonnen, als ich finanziell verloren habe.“

Von Ziebarth, Anne Friederike

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