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Rügen Tor zur Altstadt soll attraktiver werden
Vorpommern Rügen Tor zur Altstadt soll attraktiver werden
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00:00 09.03.2013
Die Zukunft des sowjetischen Ehrenmals, das am 7. November 1967 enth�llt wurde, war ein Diskussionspunkt bei der B�rgerbeteiligung. Das Relief schuf der Bildhauer Dr. Fritz Rogge.
Stralsund

Es sei eine Herausforderung gewesen, die unheimlich viel Spaß machte, weil es konstruktive Diskussionen gab, sagt Andreas Paul vom Büro für urbane Projekte. Die Leipziger Stadtplaner hatten in den letzten Monaten die Bürtgerbeteiligung für die Neugestaltung des Neuen Marktes maßgeblich organisiert und begleitet. Am Donnerstagabend stellten drei Mitarbeiter die Ergebnisse vor.

So wie bei den Treffen zuvor gab es regen Zuspruch, der Löwensche Saal im Rathaus war wieder voll. Architektin Prof. Iris Reuther blickte auf das erste Anrainertreffen und die Bürgerwerkstatt zurück.

Sie hob hervor, dass es zwar konträre Meinungen über die Knackpunkte der Parkplatzsituation und vor allem zur Gestaltung des Ehrenfriedhofs und des Marienkirchhofs gab, dass sich aber letztlich alle einig darüber wurden, dass es nur eine „sowohl-als-auch-Lösung“ geben könne.

Nach Auswertung aller Ergebnisse gibt das Büro nun Empfehlungen ab, die für alle Interessierten auf der Internetseite der Stadt (

www.stralsund.de
) einsehbar sind. Der Neue Markt soll in seiner Rolle in der Innenstadt künftig mehr als Tor zur Altstadt gesehen werden und sich als einer der beiden Pole der Einkaufsmeile begreifen. „Wichtig ist, dass der Platz mit Kirche, Post und Banken nun einmal Alltagsort der Stadtgesellschaft ist“, betonte Iris Reuther.

Eine weitere Empfehlung ist, die Verkehrssituation zu beruhigen, aber trotz allem die Erreichbarkeit zu gewährleisten. Der Platz sei zu schade, als dass er so zugeparkt wird. Es müsse nach äquivalenten Alternativen gesucht werden, wobei in der Diskussion die Schützenbastion mehr in den Fokus gerückt wurde.

Viel diskutiert wurde immer wieder über den Umgang mit dem Ehrenfriedhof auf dem nördlichen Kirchhof. Am Donnerstag fand Pfarrer Christoph Lehnert klare Worte: „Als Menschen des 21. Jahrhunderts sind wir verpflichtet, Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Die Leistungen der Roten Armee verdienen eine Würdigung, der derzeitige Zustand des Ehrenhains wird dem nicht gerecht. Aber wir werden eine ansprechende Lösung finden.“

Das deckte sich mit der Empfehlung der Stadtplaner, die dafür plädieren, souverän mit der Geschichte und ihren verschiedenen Facetten umzugehen und den Ehrenfriedhof würdig zu gestalten und als Erinnerungsort zu respektieren. Zudem sollte der Hof wieder mehr zum Grün- und Aufenthaltsort weiter entwickelt werden. Einigkeit herrscht darüber, dass das Nordportal durchaus wieder geöffnet werden sollte.

Die Leipziger regen auch an, mehr auf die historische Rolle als Marktplatz zu setzen und darüber nachzudenken, das Marktgeschehen weiter zu entwickeln. Nach Übergabe der Ergebnisse an Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) geht es nun in der nächsten Zeit darum, Fragestellungen zu vertiefen und die eigentlichen Planungen in Angriff zu nehmen.

Miriam Weber

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