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Tribseer Damm wird komplett umgebaut

Stralsund Tribseer Damm wird komplett umgebaut

Drei Jahre soll zwischen Bahnhof und Carl-Heydemann-Ring saniert werden

Stralsund. Die Hansestadt wird im nächsten Jahr den Tribseer Damm sanieren. Die Vorstellungen zu dem Vorhaben erläuterte Stephan Bogusch, Abteilungsleiter Straßen und Stadtgrün der Stadtverwaltung, am Donnerstagabend vor dem Bauausschuss der Bürgerschaft.

„Der Umbau des Tribseer Damms hat für die Hansestadt einen hohen Stellenwert, steht auf Platz zwei der Prioritätenliste“, begründete Bogusch das Vorhaben. Das soll sich vom Bahnübergang am Hauptbahnhof bis hinter den Kreuzungsbereich Carl-Heydemann-Ring erstrecken und etliche Missstände beseitigen. Die sehen die Planer unter anderem in maroden Fahrbahn- und Nebenanlagen, fehlender Begrünung und „einem schwierigen Radverkehr“, wie Bogusch sich ausdrückte.

Das Sanierungsvorhaben soll drei Bauabschnitte umfassen. Los geht‘s zwischen den Schranken und dem Abzweig zur Alten Rostocker Straße. Hier ist so viel Platz, dass die Fahrbahn künftig eine Breite von fünf Metern aufweisen wird. Dazu kommen auf beiden Seiten 2,50 Meter breite Parkstreifen für Autos. und es werden beiderseits des Tribseer Damms Bäume gepflanzt.

Ein Vorhaben, das über die gesamte Länge der Straßenerneuerung durchgehalten werden soll. Für Radfahrer werden so genannte Radschutzstreifen auf der Fahrbahn markiert.

Ein Vorhaben, das zu Nachfragen im Ausschuss führte. Jürgen Suhr (Grüne) wollte wissen: „Warum werden keine Radwege angelegt?“ Schließlich verfüge der Tribseer Damm zwischen der Kreuzung Knieperwall/Frankenwall und dem Bahnhof sowie später hinter der Schrammschen Mühle ebenfalls über komplette Radwege.

„Wir wollen künftig die Radschutzstreifen in der ganzen Stadt voranbringen, so wie wir sie auch schon auf dem Carl-Heydemann-Ring begonnen haben“, erklärte Bogusch. Für den Abteilungsleiter lieg der Vorteil dieser Radstreifen vor allem darin, dass diese sicherer seien als Radwege, da der Radler auf der Fahrbahn deutlicher vom Kraftfahrer wahrgenommen werde. „Das vermeidet vor allem Abbiegeunfälle“, sagte Bogusch und betonte: „Zudem wird kein Radfahrer auf einem Radschutzstreifen in der falschen Richtung unterwegs sein, wie oft auf Radwegen zu sehen.“ Eine Begründung, mit der sich Thomas Haack (Bürger für Stralsund) gefühlsmäßig schwer tat. „Ich hätte gedacht, das Radwege da sicherer sein.“

Ein Schwerpunkt des Sanierungsvorhabens wird der Kreuzungsbereich Tribseer Damm/Carl-Heydemann-Ring. „Wir haben gemäß eines Bürgerschaftsauftrages geprüft, ob an dieser Stelle auch ein Kreisverkehr in Frage kommen würde“, erklärte Stephan Bogusch. „Ein Kreisel wird aus verkehrlicher Sicht jedoch nicht befürwortet“, verwies er auf Gutachten zweier Ingenieurgbüros. Die Argumente gegen einen Kreisverkehr an dieser Stelle sind durchaus vielschichtig. Unter anderem werden trotz des großen Kreuzungsraumes Platzprobleme im Bereich Schleusenbrücke geltend gemacht. Ausschlaggebend war letztendlich, dass es in diesem Kreuzungsbereich ein erhöhtes Fußgängeraufkommen gibt, unter anderem auch durch die Arbeitsagentur. Praktisch liefe das jedoch auf Querungshilfen wie etwa Zebrastreifen hinaus, was die Durchlassfähigkeit eines Kreisel für den Fahrzeugverkehr einschränken würde. Die Planer favorisieren daher für diese Kreuzung, ähnlich wie auch schon im Bereich Deutsche Bank, einen Ampellösung.

„Insgesamt wollen wir die Kreuzung in ihrer Dimension jedoch etwas zurücknehmen und damit sicherer machen“, so Bogusch. In der Praxis bedeutet dies, dass auch der einzige Bypass für Rechtsabbieger vom Carl-Heydemann-Ring in Richtung Rostocker Chaussee verschwinden wird.

Fördermittel für das Vorhaben sind bislang noch nicht beantragt. Stephan Bogusch ist dennoch optimistisch, die Finanzierung bis 2017 unter Dach und Fach zu haben. Die Sanierung des Tribseer Damms soll sich auf drei Jahre verteilen. Die Arbeiten werden Vollsperrungen für den Verkehr erfordern.

Von Jörg Mattern

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